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Französischer Bischof: Die Messe ist das Leben der Kirche

22. Mai 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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In der Messe wird Christus real gegenwärtig. Daraus lebt die Kirche. Verbote öffentlicher Messen seien daher nicht mehr gerechtfertigt, schreibt Bischof Ginoux in einem Hirtenbrief.


Montauban (kath.net/lifesitenews/jg)

Bernard Ginoux, der Bischof von Montauban (Frankreich), hat in einem Hirtenbrief das derzeit geltende Verbot öffentlicher Messen kritisiert. Angesichts des Rückgangs der Corona-Pandemie in Frankreich sei dieser Eingriff in die Religionsfreiheit nicht akzeptabel.

 

Covid-19 habe Krankheit und Tod mit sich gebracht. Die Menschen würden aber auch unter den Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie leiden. Die Ausgehsperre und die damit verbundene Isolation hätten zu einer Zunahme psychischer Erkrankungen und Selbstmorde geführt, schreibt der Bischof.


 

Die Kirche habe die „drakonischen Maßnahmen“ zur Bekämpfung der Pandemie akzeptiert und auf öffentliche Gottesdienste auch während der Kar- und Ostertage verzichtet, schreibt Ginoux. Übertragungen der Messen könnten den Verlust mildern, die Teilnahme aber nicht ersetzen. Die Messe sei das Leben der katholischen Kirche, betonte der Bischof. Sie sei nicht nur gemeinsames Gebet oder Hören des Wortes Gottes, sondern in der Eucharistie werde Gott real gegenwärtig. Alle, auch die Gläubigen, treten an den Tisch des Herrn, betonte Ginoux.

 

Jetzt seien viele Aktivitäten wieder erlaubt, bei denen Menschen in größerer Zahl zusammen kommen würden. Die öffentlichen Gottesdienste seien aber immer noch untersagt, obwohl die Gemeinden bereit seien, die Hygiene- und Abstandsgebote einzuhalten.

 

Frankreichs Staatsrat hat mittlerweile das Versammlungsverbot in Gotteshäusern aufgehoben. Die Regierung hat acht Tage Zeit, um Regeln festzulegen, die öffentliche Gottesdienste wieder ermöglichen.

 


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Lesermeinungen

 Diadochus 23. Mai 2020 
 

Leben

Es steht Bischof Ginoux jederzeit frei, es wie Bernard Hebda, dem katholischen Erzbischof von Minnesota in den USA, gleichzutun, der fortan staatliche Verbote ignorieren wird.


1

0
 
 f12 23. Mai 2020 
 

Immer ganz interessant, was man aus dem Umfeld des Papstes hört und was im Gegensatz von oben genannten Bischof zu erfahren ist. Auch Kardinal Sarah ist da ein gutes Beispiel.Ein katholischer Priester aus München dürfte so etwas nicht ohne weiteres sagen. Wenn ein geweihter Priester bis Ende des Ende des Sommers die Messe nicht feiern will, dann hat er den falschen Beruf gewählt. Solche Priester kann die Kirche nicht gebrauchen.


1

0
 
 exnonne 22. Mai 2020 
 

Die Messe ist das Leben der Kirche!

Da kann ich nur zustimmen! Die heilige Eucharistie ist das "Lebensmittel", der Lebensmittelpunkt schlechthin, auf das hin und von dem her die katholische Kirche lebt bzw. eigentlich leben sollte. Und zwar nicht nur die Priester, die zur Not ja auch allein feiern können, sondern auch wir Gläubigen.
Ich selbst habe unter dem wochenlangen Entzug der heiligen Kommunion sehr gelitten und nehme nun jede sich bietende Gelegenheit wahr, die heilige Messe mitzufeiern. Fahre dafür sogar mit dem ÖPNV ins Nachbarbistum, das - Gott sei dank! - sehr nahe ist. Denn unser Pfarrer will bis voraussichtlich Ende des Sommers keine Eucharistie feiern.
Mir scheint oft, viele "Hirten" sorgen sich mehr um unser irdisches Leben als um unser Seelenheil. Diesen sei gesagt: Für unsere Gesundheit können wir als mündige Bürger selbst sorgen!


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