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Oberrabbiner von Polen: Niemand hat mehr gegen Antisemitismus getan

21. Mai 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Johannes Paul II. hat nicht nur die Brüche im Verhältnis zwischen Juden und Christen geheilt, sondern den Dialog auf Grundlage der gemeinsamen Teile der Offenbarung im Respekt vor den jeweiligen Überzeugungen vertieft, schreibt Michael Schudrich.


Warschau (kath.net/jg)

Kein anderer Papst hat mehr dazu beigetragen, die schmerzhaften Wunden  zu heilen und niemand hat mehr getan um die „Geißel des Antisemitismus“ zu bekämpfen, als Johannes Paul II, betonte Michael Schudrich, der Oberrabbiner von Polen in einer Stellungnahme zum 100. Geburtstag von Johannes Paul II. am 18. Mai 2020. Die katholische Bischofskonferenz Polens hat seine Worte in einer Pressemitteilung weiter verbreitet.


 

Anlässlich dieses Jubiläums würde sich die jüdische Gemeinde Polens gemeinsam mit Juden in aller Welt des Lebens des Papstes erinnern. Johannes Paul II. habe die „wesentliche Qualität des gegenseitigen Respekts“ verkörpert und jeden Menschen als Geschöpf Gottes gesehen.

 

Er habe „mutige Schritte“ zur Verbesserung des Verhältnisses zu den Juden gesetzt, indem er das Leiden der Juden bei einem Besuch im Konzentrationslager Auschwitz gewürdigt, den Staat Israel anerkannt und für die Judenverfolgung durch Christen um Entschuldigung gebeten habe. Johannes Paul II. habe nicht nur die Brüche im Verhältnis zu den Juden geheilt, sondern den Dialog auf Grundlage der gemeinsamen Teile der Offenbarung im Respekt vor den jeweiligen Überzeugungen vertieft, schrieb Schudrich.

 

Das Vermächtnis von Johannes Paul II., nicht zuletzt sein Anteil an der gewaltlosen Befreiung Polens von der kommunistischen Diktatur, möge eine Inspiration für alle sein, die Mission des Friedens, des gegenseitigen Respekts und der brüderlichen Liebe weiter zu führen, fügte der Oberrabbiner abschließend hinzu.

 


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