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„Die Messe ist leider voll“ – Und was jetzt?

5. Mai 2020 in Kommentar, 18 Lesermeinungen
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Sicherheitsauflagen für in Österreich bald wieder stattfindenden öffentlichen Gottesdienste werfen einige praktische Fragen auf. Ein Vorschlag, wie ein Rennen um die verfügbaren Plätze vermieden werden kann. Gastkommentar von Michael Koder


Wien (kath.net) Die Vereinbarung der Bischöfe mit der Regierung für die Öffnung der Gottesdienste am 15. Mai enthält zahlreiche Restriktionen. Darunter die Beschränkung auf einen Besucher pro (mittlerweile) 10 m² und die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske. Die Kultusministerin Susanne Raab betonte in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Kardinal Schönborn jedoch, dass es in dieser Hinsicht keine staatlichen Kontrollen geben werde, sondern die Um- und Durchsetzung dieser Vereinbarung in die interne Zuständigkeit der Religionsgemeinschaften falle.

Wie kann die Kirche diese Abmachung in sinnvoller Weise umsetzen? Aussagen wie „Diese Messe ist leider voll.“ sind wir nicht gewohnt, bisher fand man in der Regel selbst in der Osternacht in einer noch so vollen Kirche zumindest einen Stehplatz. Ein Zittern um einen Platz („Wie früh müssen wir fahren, damit wir einen Platz bekommen?“) oder Fahrten von einer Kirche zur nächsten, um nach einer Abweisung vielleicht anderswo noch einen Platz zu ergattern, sollten - und können - vermieden werden.

Eine Möglichkeit für die Sonntagsmessen wäre ein Einlasssystem ähnlich wie in einem Theater, welches auch von der schweizerischen Bischofskonferenz („Anmeldeverfahren mit Platzreservationen“) empfohlen wurde. Ein solches sollte sinnvollerweise von jeder Diözese jeweils zentral organisiert werden. Der klare 10 m²-Schlüssel erlaubt es jeder Pfarre, die verfügbaren Plätze pro Gottesdienst zu errechnen und der Diözese zu übermitteln. Diese kann daraus eine Liste erstellen und mit einem online zugänglichen Anmeldesystem verknüpfen: ein Gläubiger kann die Liste aufrufen und sich (sowie seine Familienangehörigen) in seiner Pfarre für die von ihm gewünschte Messe mit Namen anmelden. Eine Anmeldung sollte auch telefonisch zu üblichen Zeiten möglich sein. Sobald die Messe „voll“ ist, kann man sich dafür nicht mehr anmelden, aber eine andere Messe oder auch eine andere Pfarre wählen. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass Gläubige an den Kirchentüren abgewiesen werden müssen. Der Einlass in die Kirche erfolgt dann mittels Ordnern mit Namenslisten, z.B. bis 5 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes. Falls dann noch Restplätze vorhanden sind, werden diese nach dem Prinzip „first come, first serve“ an alle vergeben, die noch Einlass begehren.

Bei Bedarf sollte eine Pfarre zusätzliche Sonntagsmessen anbieten, ein solcher ließe sich durch das geschilderte Anmeldeverfahren schon im Vorhinein abschätzen. Im Übrigen ist sinnvollerweise eine Gruppe von Menschen, die im gemeinsamen Haushalt leben (Familie, Wohngemeinschaft), nur als EINE Person zu zählen, weil für diese Menschen untereinander der 10 m²-Schlüssel gerade nicht gilt.

Da das Tragen einer Schutzmaske für viele Menschen unangenehm ist und die persönliche Andacht stört, sollte diese Pflicht auf das unbedingt Notwendige beschränkt werden, d. h. allenfalls auf das Betreten und Verlassen der Kirche. Ein Beispiel dafür ist auch die für die Gastronomie getroffene Regelung, wo die Gäste an den Plätzen KEINE Masken tragen werden müssen. Eine gegenüber der Gastronomie höhere Gefährdung in einer Kirche ist nicht ersichtlich; falls die Experten im Gesang eine besondere Gefahr der Virenverbreitung sähen, könnte dieser z.B. auf einen kleinen Chor beschränkt werden.

Es bleibt zu hoffen, dass die Diözesen in diesem Sinne ein taugliches und „besucherfreundliches“ Konzept erarbeiten werden.


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Lesermeinungen

 norbertus52 6. Mai 2020 
 

@Kummer

Das nützt ja nichts. Es gibt einfach die 10m2 Regel. Meine Kirche hat 600m2 es dürfen 60 Leute rein. Alles Sitzplätze, natürlich könnten noch welche stehen. Aber 600m2 erlauben eben nur 60 Leute.


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 Kummer 6. Mai 2020 
 

Stehplätz

Eine Möglichkeit wäre, dass man nicht nur Sitzplätze, sondern auch Stehplätze anbieten könnte, besonders für Jene, die sie annehmen würden.


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 Henry_Cavendish 5. Mai 2020 
 

@Einsiedlerin

Dann kann - nein: muss! - man logisch folgerichtig aber auch wieder Discotheken, Kinos, Fußballstadien unter diesen Maßgaben öffnen -> Stichwort "eigenverantwortlich".

Sehen Sie, das Grundproblem hier besteht ja genau darin, dass man nicht nur - wie es der Begriff "eigenverantwortlich" nahe legt - Verantwortung für die Folgen, welche einen selbst oder das eigene "Nahfeld" treffen, zu übernehmen hat. Sondern eben eine abstrakte Verantwortung. Und darin sind wir als Menschheit evolutionär bedingt nicht gut.

Und irgendwie finde ich das Argument - nicht bezogen auf Sie persönlich! - auch irgendwie unaufrichtig: Es wird nämlich gleichzeitig damit argumentiert, wie relevant die kath. Glaubenspraxis für sehr viele Menschen ist, um dann im gleichen Atemzug zu sagen: "Es kommt doch ohnehin kaum noch einer zu Gottesdiensten/ die Kirchen waren doch schon vor Covid-19 leer."

Das passt nicht zusammen.


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 griasdigott 5. Mai 2020 

Im gleichen Bistum hier Kommunionspendung und dort nicht!?

Ich habe heute per live-Stream eine hl. Messe im Münchener Liebfrauen-Dom gesehen.

Dort Austeilen der Kommunion mit Maske und weissen Handschuhen. Ein kleines Tischen mit weißem Tuch zwischen Kommunionspender und Kommunikant. In der Mitte ein Ordner, der ruhig die Gläubigen einweist.

Wie kann es sein, dass im Erzbistum München-Freising in manchen Kirchen die Kommunion gespendet wird und andernorts im gleichen Bistum die Kommunion nicht gespendet wird?

Geht es um die Angst der Priester?

Wie kann das angehen?


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 exnonne 5. Mai 2020 
 

Das wäre schön!

@Einsiedlerin
Das wäre natürlich optimal. Leider hat man den Menschen in den letzten Wochen zu viel Angst gemacht, sodass jeder im anderen leider nur noch eine potenzielle Virenschleuder sieht.


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 Einsiedlerin 5. Mai 2020 
 

Versuch

Und was ist, wenn man eine ganz normale hl. Messe ohne Platzkartentamtam, sondern nur mit Desinfektion an der Kirchentür meinetwegen und eigenverantwortlichem 1m Abstand anbietet? Es wäre doch interessant zu sehen, wer sich tatsächlich in die Kirche traut.


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 Chris2 5. Mai 2020 
 

Dabei ist es ganz einfach:

Die Sonntagspflicht auf die ganze Woche ausdehnen und möglichst viele Hl. Messen anbieten, so wie Pius in München, wo allein am Sonntag 6 Hl. Messen über den ganzen Tag verteilt werden. Aber 3 Messen pro Tag sind ja den anderen Priestern verboten, besonders am "liturgiefreien Tag"...


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 Gewitterwolke 5. Mai 2020 
 

Dieses Theater um die Plätze ist mir zu anstrengend. Da feierte ich die Hl. Messe lieber bei EWTN oder k-tv mit, da habe ich einen sicheren Platz.


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 norbertus52 5. Mai 2020 
 

@Morus

Eine zweimalige Zelebration der Heiligen Messe ist gewöhnlich unzulässig, außer bei Priestermangel nach Weisung des Ortsordinarius (CIC 1983 can. 905)
Die Regel ist: Wochentags 1 Zelebration,
Sonntags 2(ohne Vorabendmesse. Im übrigen,Messen kann ich natürlich mehr lesen, feiern nur wenige.
Liebe Grüße aus Wien


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 Lilia 5. Mai 2020 
 

Hl. Messen sollten jetzt bevorzugt in den größeren Kirchen stattfinden

und zwar mehrmals am Tag.
Wer schon eine halbe Stunde füher kommt, um den Rosenkranz mitzubeten, hat dann eben eine größere Chance dabei zu sein.
Zudem sollten die Priester nach jeder Beichte Platzreservierungskärtchen für die vorderen Plätze verteilen. - Vielleicht überwinden sich dann wieder mehr Katholiken zur Beichte zu gehen. Im Moment tut dies ja nur ein verschwindend geringer Prozentsatz, während die "Kommunion-Schlange" beständig wächst. Hier stimmt die Relation schon lange nicht mehr.


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 griasdigott 5. Mai 2020 

ernüchtert und enttäuscht

Mittlerweile bin ich doch sehr ernüchtert und enttäuscht.

Im Erzbistum München-Freising wurde ja angesagt, dass jeder Priester täglich zwei Hl. Messen und an Sonntagen und gebotenen Feiertagen bis zu drei Hl. Messen feiern darf, damit möglichst viele Gläubige an einer EucharistieFeier teilnehmen können.

In der Praxis sieht das jetzt aber so aus, dass man telefonisch Platz reservieren muss und KEINE Kommunion ausgeteilt wird.

Ich vermute, der Ansturm wird nicht stattfinden.

Es würde bestimmt reichen, die Plätze mit einem farbigen Klebe-Punkt zu markieren. Da muss man nicht jede Zwischenreihe mit rot-weissen Klebebändern zusperren. Die Leute sind ja nicht dumm!

Es würde mich freuen, wenn man bei der Predigtvorbereitung mindestens ebenso viel Eifer aufbringen würde, wie bei der Erstellung der Sicherheitskonzepte bis ins kleinste Detail.

Als hätten alle ihren gesunden Menschenverstand plötzlich verloren.


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 elisabetta 5. Mai 2020 
 

Theater, Theater der Vorhang geht auf...

Ein unwürdiges Theater um die Zugangsbestimmungen zur Hl. Messe, die damit auf die gleiche Stufe gestellt wird wie Theatervorstellungen, Kaufhaus- oder Restaurantbesuche etc. Ich wünschte mir mehr Eigeninitiativen der einzelnen Pfarren, die ja über Erfahrungswerte verfügen und diese daher individuell anwenden können, ohne das Vorgehen vom Bischof absegnen lassen zu müssen.


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 Annamia 5. Mai 2020 

@Dirk,

wenn jetzt alle eine halbe Stunde früher da sind,ist das auch keine Garantie,daß alle einen Platz bekommen.Es soll auch Leute geben,die an Samstagen und Sonntagen arbeiten müssen und froh sind,es überhaupt in eine Messe zu schaffen.


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 Morus 5. Mai 2020 
 

Mehr Hl. Messen

Ein Priester darf, soweit ich weiß, bis zu drei Hl. Messen am Tag in einer Kirche lesen. Das wären 21 Hl. Messen in der Woche. Wenn man nun, die Sonntagspflicht ist ja aufgehoben, die Berufstätigen auf Samstag und Sonntag und den Rest (in dem besonders viele regelmäßigen Messbesucher sind) auf die übrigen Wochentage verteilt, kenne ich keine Pfarre, in der Platzmangel wäre.
Ich kenne etliche Priester, die unter der Woche nicht einmal die fünf erlaubten Messbesucher haben.
Wie wäre es, wenn der Pfarrgemeinderat, der sich jetzt ja ohnehin nicht trreffen kann, aktiv alle Gäubigen (auch und besonders die nicht-praktizierenden)kontaktiert und mit ihnen ein Date mit dem Herrn ausmacht, anstatt zu warten, wer sich meldet?
Da müßte man vielleicht noch die Verwaltungsaufgaben reduzieren, bis wieder Sakramentenfreiheit herrscht.


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 Dirk 5. Mai 2020 
 

früh da sein

einfach eine halbe Stunde früher da sein - das hilft auch der eigenen Andacht.


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 norbertus52 5. Mai 2020 
 

und dies

sind gar nicht so wenige! Dann bräuchte es für diese Leute wieder einen extra Modus und dabei würde der Modus über eine "Zentrale" wieder nicht funktionieren.


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 Philosophus 5. Mai 2020 
 

Einspruch

Der gut gemeinte Vorschlag scheint zu vergessen, dass einige regelmäßige Messbesucher NICHT online sind und auch kein Internet haben!


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 Lilia 5. Mai 2020 
 

Von "du, die Wanne ist voll..." zu "du, die Messe ist voll, uh uh uh..."

In diesen Zeiten muss man sich ganz schön umstellen....


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