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R.I.P. Paul Badde!

10. November 2025 in Buchtipp, 22 Lesermeinungen
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Zum Gedenken an Paul Badde - am Montag in Manoppello verstorben - eine Leseprobe aus dem Buch von Paul Badde von 2020: Johannes Paul II., Eine Passion - Das vollständige Vorwort


Vatikan (kath.net/Vatican Magazin)

Paul Badde ist tot. Der bekannte katholische Journalist und Buchautor Paul Badde ist heute Nacht um 1.25 Uhr in der italienischen Abbruzzenstadt Manoppello nach längerer Krankheit verstorben, wie der Verlag des VATICAN-magazins (Kißlegg) mitteilt, dessen Gründungsherausgeber er war. Der 1948 in Schraag geborene Publizist und Sachbuchator arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte in Freiburg und Frankfurt zunächst als Lehrer und freier Mitarbeiter verschiedener Zeitungen. Ab Februar 1988 war er Reporter und Redakteur beim Magazin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“,
von 2000 bis 2013 Korrespondent der Tageszeitung WELT, zuerst in Jerusalem und anschließend in Rom und beim Vatikan. Bis zuletzt schrieb Badde für verschiedene Publikationen. Außerdem war der Journalist seit 2008 auch Vorsitzender der „Fatima-Aktion“. Paul Badde veröffentlichte über ein Dutzend zeitgeschichtliche und religiöse Sachbücher. Sein letztes Buch erschien im
vergangenen Jahr unter dem Titel „Die Lukas-Ikone. Roms verborgenes Weltwunder“

Ein Vorwort aus seinem Buch von 2020:

Rom, lautlos. Ein Todesvirus mit einem Durchmesser von 120 Nanometern ist zum ultimativen Schrecken der bewohnten Erde geworden, für eine Plage, wie die Welt sie nie gesehen hat. Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters, unvorstellbar klein. Und unvorstellbar groß ist die Bedrohung, mit der im Jahr des Herrn 2020 dieser unsichtbare Virus die Menschheit heimsucht, die vor einem Jahr den Brand der Notre-Dame von Paris noch fassungslos wie ein Menetekel zu lesen versuchte, wie eine kosmische Schrift an der Wand. Das erste Mal, dass die ganze Erde im neuen Jahrtausend gleichzeitig in Bann geschlagen wurde, war der 11. September 2001, als Kommandos der Al Khaida die Weltmacht der U.S.A. in New York und Washington mit voll besetzten Passagiermaschinen angriffen, die sie vor den Augen aller Welt in das World Trade Center und das Pentagon lenkten.


Das zweite planetarische Ereignis der letzten 20 Jahre hingegen war kein Attentat oder Feuerfanal und ließ sich auch nicht in Sekunden und Stunden messen, sondern es war das quälend lange Sterben eines einzelnen Menschen vor den Augen der Welt.

Das war Johannes Paul II., wie sich Karol Wojtyla aus Krakau seit seiner Verwandlung zum Papst am 16. Oktober 1978 nannte, der alle Qual und das Sterben und den Tod überwunden hat wie kein Mensch sonst, den ich jemals sonst erlebt habe. Davon und von ihm und seinen letzten Jahren handelt dieses Buch in Augenzeugenberichten.

Das erste Mal war ich Johannes Paul am 17. November 1980 in Fulda von Angesicht zu Angesicht begegnet, nachdem ich ihn zwei Tage zuvor am Radio aus Köln mit den Worten gehört hatte: „Man kann nicht nur auf Probe leben, man kann nicht nur auf Probe lieben, nur auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen, und nicht auf Probe sterben.“

Sein altschlesisches Deutsch war so nah und so fremd – und so kraftvoll.

Er erschütterte mich, wie er mich schon seit seiner Wahl zwei Jahre zuvor in Frankfurt erschüttert hatte. Danach dachte ich: Ich muss ihn sehen. So bin ich ihm mit einem Freund und unserem vierjährigen Sohn Jakob auf gut Glück in einem alten Opel nach Fulda nachgefahren, wo der Papst auf seiner Deutschlandreise die nächste Station machte, und habe über diese Begegnung am nächsten Tag einen Bericht geschrieben, ohne jeden Auftrag. Ich war Geschichtslehrer und kein Journalist. Doch darüber musste ich einfach schreiben. An diese Begegnung und diesen Bericht erinnere ich deshalb mit meinem ersten Stück in dieser ausgewählten Sammlung von Artikeln, mit denen ich ihn später begleitet habe, als sich unsere Wege zufällig in Jerusalem und Rom wieder kreuzten, wohin ich genau 20 Jahre später als Korrespondent der Tageszeitung DIE WELT entsandt worden war.

Meine erste Begegnung mit Johannes Paul II. in Fulda geschah knapp sieben Monate vor der ersten Begegnung dieses Pontifex mit dem eigenen Tod, an die zwischen den Pflastersteinen des Petersplatzes heute noch eine quadratische Marmorplatte mit seinem Wappen und der Aufschrift erinnert: „TOTUS TUUS – XIII-V-MCMLXXXI“. Die Platte ist an der Stelle in den Boden eingelassen, wo am 13. Mai 1981 zwei Vollmantelprojektile aus der Browning des 23-jährigen Ali Ağca aus kurzer Distanz seinem Leben um Haaresbreite fast ein Ende setzten. Fünfeinhalb Stunden kämpften die Ärzte der Gemelli-Klinik für seine Errettung.

Er überlebte. Dennoch hatte das „Jahrhundertverbrechen“ dieses Attentats den sportlichen Mann mit dem starken Herzen für immer verwundet. Und so hatte ich ihn auch wiedergetroffen, als einen Verwundeten, als ich ihm am 22. März 2000 in Bethlehem die Hand drücken durfte. Wir waren fast gleichzeitig in Jerusalem angekommen, ich als neuer Korrespondent der WELT aus Berlin und der Papst als Pilger aus Rom, der sich mit dieser letzten Pilgerreise ins Heilige Land im Heiligen Jahr 2000 einen letzte Lebenstraum erfüllte, wie er sagte. Sechs erste große Berichte von mir aus Jerusalem galten darum nicht der schwierigen Phase des Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern am Vorabend der 2. Intifada, sondern dem Pilger und Pontifex aus Rom, auf dem so viele Hoffnungen lagen, weil er so viele faszinierte und mich persönlich zuallererst.

Diese Berichte bewegten die Leser der WELT und meinen Chef und manche Kollegen jedoch so sehr, dass ich die Berliner Redaktion danach überzeugen konnte, mich zum 13. Mai 2000 eigens von Jerusalem nach Fatima zu entsenden, weil es mir vorkam, als wolle Johannes Paul II. dort nun anfangen, Abschied zu nehmen. Das stimmte wohl auch, doch diese letzte Pilgerreise sollte noch lange dauern, wie es mir ab dem Jahr 2002 gewahr wurde, als ich selbst von Jerusalem nach Rom entsandt wurde, um über die unübersichtliche italienische Politik zu berichten und über Johannes Paul den Großen, dessen Nachbar ich dort bis zu dessen Tod wurde, beim letzten Martyrium dieses großen Heiligen und seiner heiligen Agonie. Von dieser Periode berichtet die Auswahl der hier versammelten Stücke so gut wie unredigiert aus damaliger „Echt-Zeit“. Es sind Artikel, die allesamt meiner Tätigkeit als Berichterstatter und der Aktualität verschiedener Tage bis zum April 2005 entstammen über einen Menschen, der damals ins ewige Leben wechselte.

Am 18. Mai 2020 wäre Johannes Paul II. 100 Jahre alt geworden, heute vor 15 Jahren ist er „ins Haus des Vaters“ zurückgekehrt, wie Kardinal Ratzinger es bei seinem Begräbnis sagte, der Tage später sein Nachfolger wurde. Möge der große Heilige nun auch unser Patron der Zukunft werden und unser Fürsprecher für ein seliges Sterben zur rechten Zeit.

Paul Badde – Rom, am 2. April 2020

kath.net-Buchtipp
Johannes Paul II. - Eine Passion
Von Paul Badde
Hardcover, 208 Seiten
2020 Fe-Medienverlag
ISBN 978-3-86357-264-8
Preis Österreich: 15.30 EUR

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Lesermeinungen

 Fragezeichen?! 11. November 2025 
 

Schön, dass wir ihn

über seine vielen tollen, von tiefem Glauben geprägten Beiträge kennenlernen durften. Er hat war ein Geschenk für uns und herzvoller Künder des Glaubens und seiner Geschichte. Ich freue mich auch ein wenig, denn ich denke er ist jetzt an seinem Sehnsuchtsort angekommen und sieht, worüber sonst nur sprach und träumte. Schön, dass wir auch noch Peter Seewald haben, sie haben eine gemeinsame Schnittmenge - es geht also weiter. Freut Euch zu jeder Zeit! R.I.P. lieber Paul Badde und bete für unser Land und unsere Kirche, unsere Bischöfe, Priester, Ordensleute, Familien, Kinder und Jugendliche, Politiker und den Frieden, gracie.


1
 
 Miriam7 11. November 2025 
 

Liebe Paddel

Mir ging es ähnlich. Vor meiner ersten Reise nach Israel hatte ich nach einem Reiseführer gesucht, aber ich wollte keinen herkömmlichen. Und da bin ich auf Paul Baddes "Heiliges Land" gestossen. So habe ich ihn kennengelernt. Auch die Advokata in Rom habe ich nur durch ihn kennengelernt.
Liebe Grüße an Sie von mir...


0
 
 Paddel 11. November 2025 

Herr, gib ihm die ewige Ruhe!

Paul Badde ist "schuld", dass wir nach Manoppello gereist sind, nachdem wir sein Buch gelesen haben, entbrannte eine Sehnsucht nach dem Volto Santo, die bis heute anhält.

Paus Badde verstarb in Manoppello am Tag nach dem Weihetag der Lateranbasilika. Dort wurde, vor dem Bau des Petersdoms, das Volto Santo verehrt, deshalb rutscht man dort auch mit den Knien die Steintreppe hoch. Oben angekommen war früher das Volto Santo, heute ja nicht mehr. Aber das war der Grund, warum man dort mit den Knien nach oben rutschte und es heute noch tut. Wer weiß schon noch warum eigentlich.


2
 
 Paddel 11. November 2025 

@Miriam 7

Schön, wir haben ihn und seine Familie auch in Manoppello getroffen. Wir haben bei Sr. Blandina übernachtet und seine Familie direkt im Haus gegenüber. Auch wir haben mit ihm vor dem Volto Santo einen Rosenkranz gebetet.

Seit dieser Reise stehen zwei Kopien auf Tuch vom Volto Santo, direkt in Manoppello erworben bei uns in der Küche.
Unvergessen diese Wallfahrt, die bis heute (obwohl schon 10 Jahre her) ihre Gnaden verströmt. Die Bilder sind nicht mehr wegzudenken, sie verbinden uns direkt mit dem Volto Santo.


2
 
 BRIGHT LIGHT 11. November 2025 
 

Glaubwürdiger Katholik ...

... mit Herz und Verstand!


2
 

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