Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  9. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  10. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. Italienische Onlinezeitung: Vatikanreaktion auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen/Hamburg
  15. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt

Abtreibung: Eine von sieben Frauen treibt gegen ihren Willen ab

5. Mai 2020 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schweizer Studie mit 4.000 Teilnehmerinnen erbringt Ergebnis, dass Partner oder Eltern immer wieder zur Abtreibung drängen - Geburt des Kindes trägt zur psychischen Gesundheit bei


Wien (kath.net/Institut für Ehe und Familie der Österreichischen Bischofskonferenz) Die im Schweizer Fachjournal Medicina publizierte Studie räumt mit dem Mythos auf, Abtreibungen beträfen nur ungewollte Schwangerschaften.
Viele medizinische Fachgesellschaften, darunter die American Psychological Association (APA) und die American Medical Association (AMA) behaupten, dass die Abtreibung im Vergleich zur Geburt des Kindes keine negativen psychologischen Folgen nach sich ziehen würde. Die Gegenüberstellung von „Geburt nach einer gewollten Schwangerschaft“ und „Abtreibung nach einer ungewollten Schwangerschaft“ übersehe jedoch die Tatsache, dass viele Frauen auch ein gewolltes Kind abtreiben lassen. Wie eine, Ende letzten Jahres im medizinischen Fachjournal Medicina publizierte Studie von Donald Paul Sullins zeigt, hat diese Unterscheidung eine große Auswirkung auf das Risiko, später unter psychischen Problemen zu leiden.

Eine Langzeit-Kohortenstudie


Die Langzeit-Kohortenstudie von Sullins basiert auf den Daten der „National Longitudinal Survey of Adolescent to Adult Health“ (Add Health), die zu den besten vorhandenen Datenquellen über die US-amerikanische Bevölkerung zählen soll. Dabei wurden annähernd 4.000 Frauen zu drei verschiedenen Zeitpunkten und zwar im Alter von 15, 22, und 28 Jahren darüber befragt, ob sie schwanger waren, wie die Schwangerschaft geendet hat und ob sie sich ein Kind wünschten, als sie schwanger wurden.

Partner oder Eltern drängen immer wieder zur Abtreibung

Bei der Auswertung der Daten kam Sullins zum Ergebnis, dass eine von sieben Frauen ein gewolltes Kind abtreiben ließ – und zwar aufgrund des Drucks aus ihrer Umgebung, sei es von ihrem Partner oder ihren Eltern. Wie der Forscher in einem Artikel im Fachjournal Public Discourse schreibt, würden auch frühere Untersuchungen diese Erkenntnis bestätigen. So kam eine im Jahr 2018 publizierte Analyse vorhandener Forschungsdaten des Elliot Institute zum Ergebnis, dass sogar 30% bis 60% der Frauen, die eine Abtreibung durchführen ließen, dies auf Drängen einer anderen Person gemacht hätten. In von Abtreibungsanbietern durchgeführten Patientenbefragungen würde ebenfalls ein Drittel der Frauen angeben, die Abtreibung auf Wunsch des Partners oder der Eltern durchzuführen.

Höheres Risiko bei Abbruch einer gewollten Schwangerschaft

Sullins wertete die Daten auch im Hinblick auf die psychologischen Folgen der Abtreibung für Frauen, die ein gewolltes Kind abgetrieben haben, aus. Hier zeigte sich, dass bei 28-jährigen Frauen die Wahrscheinlichkeit nach der Abtreibung eines gewollten Kindes Depressionen, Angstzustände oder Suizidgedanken aufzuweisen, um das Vierfache höher war als bei Frauen, die das Kind zur Welt brachten. Doch auch bei der Abtreibung eines ungewollten Kindes war das Risiko für psychische Probleme um 12% erhöht. Die Studie stellte auch ein erhöhtes Risiko für Substanzabhängigkeiten nach einer Abtreibung fest.

Geburt des Kindes trägt zur psychischen Gesundheit bei

Diese Ergebnisse würden die weitverbreiteten Argumente der Abtreibungsbefürworter, wonach Frauen nur ungewollte Kinder abtreiben und Abtreibungen die psychische Gesundheit der Frauen verbessern würden, widerlegen. Bis dato seien dem Forscher jedenfalls keine wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt, die die Devise der Abtreibungsbefürworter bestätigen würden. Die gegenwärtige Studie würde hingegen klar aufzeigen, dass diese idealisierten und beschönigten Annahmen realitätsfremd seien. Der Schluss, zu dem Sullins Studie und viele andere immer und immer wieder kämen, sei, dass das, was die psychische Gesundheit der schwangeren Frauen tatsächlich verbessern könne, die Geburt des Kindes sei.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  2. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  3. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  4. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  5. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  6. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  7. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  8. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen
  9. Erbprinz Alois von Liechtenstein kündigt Veto gegen mögliche Fristenregelung an
  10. Gallup Umfrage: Mehr Amerikaner sehen Abtreibungen als moralisch nicht akzeptabel






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  5. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  6. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  7. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  8. "Es wird Europa zerstören, für immer!"
  9. Erdbeben in Kolumbien: Priester evakuierte Gläubige während der Messfeier
  10. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  11. Britischer Millionär finanziert Rechtskosten für Christen, die wegen Straßenpredigten angeklagt sind
  12. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  13. Im Puls des Herzens Gottes
  14. Iranischer Christ warnt vor Ausbreitung des Islam im Westen
  15. UNICEF-Daten widerlegen Hungersnot-Narrativ im Gazastreifen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz