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Die Liturgiereform wird umgesetzt

4. Mai 2020 in Kommentar, 21 Lesermeinungen
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Alles in allem befindet sich der Ordo Corona wohl noch in der Entwicklung und es wird sich zeigen, was sich verstetigt und was sich wieder verändert - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Nach Ende des Interdikts in deutschen Diözesen wird seit dem 1. Mai fast überall wieder Liturgie oder nichtliturgischer Gottesdienst in den Kirchen öffentlich gefeiert. Der Novus Ordo Missae wird in den deutschen Ländern allerdings weitestgehend von Ordo Corona abgelöst. Dabei ist festzustellen, dass es sich nicht mehr um einen einheitlichen Ritus mit festen Rubriken handelt. Vielmehr ist es ein buntes Sammelsurium an Rubriken und rubrikenähnlichen, z.T. sehr weltlichen Vorschriften, welche regional völlig unterschiedlich sind. War der Novus Ordo Missae noch von Rom für die ganze Kirche bestimmt worden, zeigt sich nun ein liturgischer Flickenteppich, der von einer Einheit sehr weit entfernt ist.

Nicht die Liturgietradition der Kirche bestimmt das Tun. Es stehen Vorschriften der Hygiene im Mittelpunkt. Ist die Liturgie der Kirche darauf ausgerichtet, dem auferstandenen, wiederkommenden Herrn entgegen zu gehen und die Gläubigen in den Himmel zu führen, so dient der Ordo Corona vor allem dem Infektionsschutz. Das Wichtigste, so Bischof Jung (Würzburg), sei die Gesundheit der Gläubigen. Damit verabschiedet sich die Kirche in Teilen von der Vorstellung, das Wichtigste sei das ewige Seelenheil der Gläubigen. Unter dem Primat der diesseitigen zeitlichen Gesundheit vor dem jenseitigen ewigen Heil wird im Bistum Würzburg sogar die öffentliche Feier der Heiligen Messe trotz staatlichen Idults weiter ausgesetzt. An anderen Orten verfährt man anders und ergibt sich den staatlichen Vorschriften für die Feier der Liturgie. Wobei Vertreter der Kultreform in Hildesheim und Erfurt hier sehr eindringlich vor einer gefährlichen Eucharistiefixierung des Volkes warnen. Würzburg geht wirklich vorbildlich dagegen vor.

Seltsame, der katholischen Liturgie fremde Vorstellungen ziehen allerdings in den Kult ein. So wird es, wie vor Discotheken und Clubs schon länger üblich, Türsteher geben, die über Einlass oder Nichteinlass entscheiden. An manchen Orten muss man wie im Nobelrestaurant rechtzeitig reservieren, um in die Messe zu dürfen. Gläubige verhüllen beim Betreten der Gotteshäuser aus Angst vor dem Virus demütig ihr Gesicht, welches sie danach aber wieder enthüllen müssen. Außer im Bistum Limburg, dort sieht der ortsübliche Ordo Corona Masken für Laien auch während der Kulthandlungen des Klerus vor. Nun ist der Ordo Corona keinesfalls nur modernistisch, wie man auf Grund des etwas inkonsistenten Mundkommunionverbots annehmen könnte. Es gilt genauso gut ein Verbot des im Novus Ordo Missae unausweichlichen Gruppenkuschelns zum Friedensgruß.

Man darf altüberkommene Maßstäbe hier nicht anlegen. Es gilt der Primat des Infektionsschutzes, der einem liturgischen Paradigmenwechsel von historischer Bedeutung gleichkommt.

Nicht unbedingt von Rubriken oder Regelungen abhängig, kommt man nun dem alten katholischen Wunsch nach Abstand endlich entgegen. Es ist nicht alles schlecht am Ordo Corona. Während Priester früher nicht müde wurden, die Gläubigen zu ermutigen doch alle näher nach vorne zu kommen, wird nun endlich das Kirchenschiff in seiner ganzen Fülle ausgereizt und den Gläubigen endlich erlaubt, sich vom „demda“ weit genug fern zu halten. Auch die im Novus Ordo überbordende Laienpopulation im Chrorraum fährt der Ordo Corona endlich wieder zurück. An manchen Orten gibt es nicht einmal mehr Ministranten.

Das ist sicher übertrieben. Aber Kommunionhelfer(m/w/d) und Lektoren(m/w/d) sind über. Da räumt der neue Ordo kräftig auf.
Grob verärgern wird man den Heiligen Papst Pius X., der sich so viel Mühe gemacht hatte, den Gläubigen die Kommunion näher zu bringen. Erstkommunion für Kinder fallen aus oder werden weit verschoben. Mancherorts wird die Kommunion nun nach Ende der Messe gereicht. Sie wird in einer Form gereicht, die zu massiven Ärgernissen Anlass gibt.

Kommunionspendung soll mit einer Zange oder mit Handschuhen erfolgen. Mag man Zangen noch ordentlich purifizieren (in der Terminologie des Ordo Corona heißt das allerdings desinfizieren) können, so lässt sich nicht erklären, wie man dies mit Einweghandschuhen bewerkstelligen will. Auch die Wiedereinführung einer Art Kommunionbank, die allerdings mehr Ähnlichkeit mit einem Bankschalter hat, wie im Kölner Dom, ist Realität geworden.

Ein völlig neuer Ritus, der im profanen Bereich bereits gründlich eingeübt wurde, zieht in die Liturgie ein. Es handelt sich um den Ritus des Abstandhaltens. Hier findet ein Inkulturation der Liturgie statt, wie es sich die Väter der Amazonassynode nur wünschen konnten. Ganz gleich ob bei Betreten der Kirche, Einzug des Zelebranten, Kommunionspendung, Auszug und Verlassen der Kirche ist nun der Ritus des Abstandhaltens zu üben. Manche sind darin noch etwas plump, andere machen fast einen Tanz daraus und üben sich in ästhetischem Abstandhalten.

Professionelle Virtuosität an distanzierter Eleganz ist das Ziel. Es war bislang umstritten, ob das Versammeln der Gemeinde im Novus Ordo schon Bestandteil der Liturgie ist, mit der Aufnahme des Ritus des Abstandhalten in die Liturgie ist diese Frage wohl abschließend geklärt, das Versammeln ist schon liturgisch.

Alles in allem befindet sich der Ordo Corona wohl noch in der Entwicklung und es wird sich zeigen, was sich verstetigt und was sich wieder verändert. Auch eine gewisse Dynamik in der Ausübung des Ordo, sowie eine unbedingt notwendige geschmeidige Anpassung an sich wandelnde gesellschaftliche Vorstellungen und staatliche Verordnungen, erfordert dieser Ritus und kann damit als weitaus anspruchsvoller als der Novus Ordo Missae angesehen werden. Von Gläubigen, die nach Aufhebung von Reiseverboten Liturgie an anderen Orten feiern möchten, verlangt der Ritus eine ungeheure Flexibilität, die der katholischen Liturgie auf Grund ihrer Einheitlichkeit bis dato fremd war.

Bei aller Freude daran, dass die Kirche nun endlich auch wieder zur gemeinsamen Feier der Gottesdienste geöffnet ist, muss man doch feststellen, dass die Kirche ihren Gläubigen hier eine ganze Menge abverlangt. Für alle, denen eine solche Umstellung zu dramatisch ist, kann dennoch festgehalten werden, dass die Kirche den Fehler von 1969 nicht wiederholt. Damals zwang man in schockierender Weise alle sofort und ohne Gewöhnung den Novus Ordo zu feiern. Derzeit sind weiterhin alle Gläubigen von der Sonntagspflicht dispensiert.

Niemand muss sich sofort und ohne hinreichende Vorbereitung den Änderungen aussetzen. Man hat auch in diesem Punkt dazu gelernt. Es gibt bereits Ansätze Ordo Corona - Katechesen vorzubereiten. Viel Arbeit für das pastorale Personal.

Weitestgehend verschont davon bleibt allerdings die außerordentliche Form des römischen Ritus. Eine Stille Messe kann auch unter den Bedingungen des Infektionsschutz ohne weitere Auflagen gefeiert werden. Die Kommunion wird nicht sakramental gespendet, die Gläubigen sind zur geistlichen Kommunion eingeladen.

Alles andere bleibt wie es ist. Der Vetus Ordo zeigt sich dem Novus Ordo erneut sehr weit überlegen. Ein paar Rahmenbedingungen um den Zutritt wird man auch dort einstweilen nicht vermeiden können. Doch hier gilt ganz klar und ohne jeden Zweifel, dass nach Ende der Krise alles wieder genau so ist, wie es in den Jahrhunderten vorher war. Und das ist gut so.


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Lesermeinungen

 supernussbi 7. Mai 2020 

Sinnvolle Masken für den Priesterbei der Spendung der Hl. Kommunion.

Priska: Bitte nicht extrem werden. Es ist klar: Nicht der Leib Christi kann anstecken. Sondern durch die Wasserpartikel beim Sprechen kann es Übertragungen geben. Ein Mundschutz ist noch lange keine Maske. Soviel wert sollte einem (Priester u Gläubigen) der Empfang der sakramentalen Kommunion schon sein!


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 Fatima 1713 5. Mai 2020 
 

In Österreich

sollen die Worte "der Leib Christi - Amen" entfallen.


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 Siri 5. Mai 2020 
 

Bistum Limburg

Das mit dem Bistum Limburg stimmt nicht: Die Maske kann am Platz abgesetzt werden. https://bistumlimburg.de/fileadmin/redaktion/Portal/Meldungen/Downloads/20200430_Dienstanweisung_GV/2020-04-30_Dienstanweisung_des_Generalvikars_Wiederaufnahme_von_Gottesdiensten_final.pdf


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 hape 5. Mai 2020 

Ordo Corona: Versuch einer Einordnung 3 - Ende

Bf. Jung dagegen erweckt nun mit seiner Corona-Empfehlung den Eindruck, als sei allein der Kommunionempfang des Volkes das eigentliche Zentrum der Hl. Messe. Das Volk sei benachteiligt, wenn es dem Priester sozusagen „beim Essen“ zuschauen müsse, ohne selbst etwas vom Tisch der Herrn abzubekommen. Als sei die Kommunion des Priesters keine Handlung in persona Christi capitis, sondern eine Art von klerikalem Amtsmissbrauch, der dem Volk nicht zumutbar sei. Eine solche Vorstellung der Hl. Messe ist aber protestantisch. Sie ist im katholischen Sinne grundfalsch.

So bleibt nur zu hoffen, dass der „Ordo Corona“ in der Kirche nicht klaglos hingenommen wird, sondern ein neues Wahrnehmen der Hl. Messe als Ganzes bewirken möge. Möge er die Kirche darüberhinaus auch zu einem Abrücken von der ökumenischen Gleichmacherei führen und sie von der Geißel einer ideologischen, totalitären und weltweiten Gleichschaltung aller Religionen befreien.

hape – zu seiner Freude in Kürze eine Speise der Würmer.


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 hape 5. Mai 2020 

Ordo Corona: Versuch einer Einordnung 2

Dabei kommt der Hl. Eucharistie eine zentrale Bedeutung zu, ist sie doch gebunden an das Sakrament der Priesterweihe und damit das entscheidende Ökumenehindernis. Vor diesem Hintergrund wirkt die Entscheidung des Würzburger Bischofs als weit vorausschauende Weichenstellung.

Denn der Bf. extrahiert das Wort Gottes aus seinem liturgischen Kontext und reißt es aus dem Herzstück der Hl. Messe heraus. Das Zentrum der Hl. Messe ist dreiteilig und besteht aus Opferung, Wandlung und Kommunion. Die Hl. Messe ist in erster Linie der Dienst Gottes an seinem Volk. Und zwar an seinem ganzen Volk. Also nicht nur an den Anwesenden, sondern auch an den Abweseneden, sowie an den Engeln, den Heiligen und alle jenen Armen Seelen, die uns vorausgegangen sind. Das Selbstopfer des Herrn, sein Tod am Kreuz und die österliche Wandlung seines Opfer sind die zwingende Voraussetzung für die anschließende Hl. Kommunion, die ohne Opferung und Wandlung gar keinen Sinn ergäbe.

–––
Forts.


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 hape 5. Mai 2020 

Ordo Corona: Versuch einer Einordnung 1

Der liturgische Flickenteppich läuft letzten Endes auf einen theologischen Pluralismus hinaus, der den synodalen Kräften, die in den meisten Ordinariaten und Gremien die Schalthebel der Macht fest im Griff haben, durchaus in die Karten spielt. Dort setzt man auf das ganz und gar protestantische Ökumenemodell von der „Einheit in Verschiedenheit“, das sich sogar auf die Phantasmagorie einer Welteinheitsreligion übertragen ließe (Stichwort: Abu Dhabi). Dieses Modell unterstellt die Gleichstellung von kirchl. Gemeinschaften jeder Couleur mit der rk-Kirche, unter Preisgabe jeden Anspruchs auf inhaltliche Kongruenz und Wahrheit. Differenzen, die nach den Gesetzen der Logik, zum gegenseitigen Ausschluss führen müssten, werden kategorisch stigmatisiert, geleugnet oder sachlich falsch dargestellt.

–––
Forts.


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 priska 5. Mai 2020 
 

Ich weiß nicht ob ich bei diesem Masken-Messe mit tue ,das muss ich mir sehr überlegen !Was würde Jesus Christus dazu sagen? "Wieso versteckst Du Dich, hast Du kein vertrauen zu mir? Wie kleingläubig seit ihr ,habt ihr nicht immer zu mir gesagt ich bin Euer Heiland, und jetzt soll ich Euch durch meinen Leib und Blut die Krankheit bringen?"Mich selbst macht das alles sehr traurig ,und ich werde mir sehr gut überlegen wo ich die Heilige Messe feiere .


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 KatzeLisa 4. Mai 2020 
 

Übertriebene Maßnahmen


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 Der Gärtner 4. Mai 2020 

Alles geduldig ertragen II.

Mit einer Länge von 4,33 inch (ca.11cm) keine große Sache.
Da haben wir es doch echt noch einfach. Ich frage mich schon einige Zeit, wie es wohl mit der Liturgie im byzantinischen Ritus weiter gehen soll. Dort empfängt man die Kommunion vom Priester unter beiderlei Gestalt mittels eines kleinen goldenen Löffels (einer für alle) in den Mund. Ohnehin ein Kunststück für alle Beteiligten, den Löffel nicht zu berühren. Das kann ich mir derzeit wirklich nicht mehr vorstellen, weiß aber nicht, wie dort verfahren werden soll und welche staatlichen Auflagen es gibt.
Ich bin immer etwas hin und her gerissen bzgl. dieses Virus. Im deutschsprachigen Raum war er bisher nicht in der Lage die Sterbestatistik irgenwie zu beeiflussen.
Zustände wie im Staat New York oder auch im kleinen Staat New Jersey schrecken aber schon auf.
https://www.worldometers.info/coronavirus/country/us/


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 Der Gärtner 4. Mai 2020 

Alles geduldig ertragen I.

@ Cejaqzar
Wenn man überlegt, wie lange der alte Ritus gefeiert wurde, kann man echt sagen, dass er Seuchenerprobt ist. Allerdings kann auch niemand sagen ob, und wie viele Leute da evtl. infiziert wurden. Dieses Denken hat ja selbst zur Zeit der spanischen Grippe noch keine Verbreitung gehabt.

@ Herbstlicht
Bisher habe ich noch keine Kommunionzange in Aktion gesehen, weiß nicht, was da verwendet werden soll. Meine erste Idee wie dies aussehen könnte war hier:

https://www.amazon.de/dp/B085WNJ7T2/ref=sspa_dk_detail_4?psc=1&pd_rd_i=B085WNJ7T2&pd_rd_w=umLXd&pf_rd_p=d3e24f85-c2f2-4959-bef4-3acc5e4e81dc&pd_rd_wg=ohwj0&pf_rd_r=BX0G65ZKR9RRJ3BXNEXF&pd_rd_r=b32fc973-2004-4172-8212-ae9d9b403451&spLa=ZW5jcnlwdGVkUXVhbGlmaWVyPUEyU09IVUY0TEZTQkpMJmVuY3J5cHRlZElkPUEwNjM2ODg0MUVSOVAyV1hGTzRYRCZlbmNyeXB0ZWRBZElkPUEwNjAzNDUwMkk4R0tEMTQyN1o4OSZ3aWRnZXROYW1lPXNwX2RldGFpbCZhY3Rpb249Y2xpY2tSZWRpcmVjdCZkb05vdExvZ0NsaWNrPXRydWU=

(ein Link) Nichts großartiges, eine kleine Zuckerzange.


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 Lämmchen 4. Mai 2020 
 

Kommunionhelfer in DRS

aus der Verordnung der Diözese:
"Es sollen mehrere Kommunionspender (auch Kommunionhelfer/innen) die Kommunion austeilen. Dies gilt auch dann, wenn es nur eine kleine Zahl von Kommunionempfängern gibt.
Der Priester und ggf. der Diakon sowie die Kommunionhelfer/innen desinfizieren vor der Gabenbereitung und vor der Kommunionausteilung mit Handdesinfektionsmittel die Hände.
Infektionsketten müssen möglichst verhindert werden. Daher ist es notwendig, dass Priester, Diakone und Wort-Gottes-Feier-Leiter/innen nur mit einer begrenzten Zahl von Personen Kontakt haben. Deshalb ist es sinnvoll und erlaubt, dass die Kommunion allein durch Kommunionhelfer/innen gespendet wird, wenn Gottesdienstvorsteher mehreren Gottesdiensten am gleichen Wochenende vorstehen oder einer Risikogruppe angehören."


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 SalvatoreMio 4. Mai 2020 
 

ecclesia militans, der kämpfenden Kirche -

lieber Marianus - sie scheint abgeschafft. Was könnten wir Christen alle miteinander bewirken, wenn wir noch erkennen würden, was vor Gott recht ist! Aber unsere Bischöfe wissen es offenbar selber nicht und somit rufen Sie uns auch nicht auf zum Widerstand. Die offenbar gewordenen Sünden vieler Diener Christi haben vielleicht dazu geführt. Es sind jetzt Laien-Organisationen,die sich bemühen mit Petitionen: dass z. B. die LGBT-Ideologie sich nicht noch mehr verbreitet; dass lästerliche und blasphemische Filme nicht in Kinos erscheinen usw. Aber wo bleibt unser aller Verantwortung?


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 Marianus 4. Mai 2020 

Der Montagskick von Peter Winnemöller, einmal mehr ein Segen!

Der gegenwärtig in der Kirche sichtbare vorauseilende Gehorsam vieler, allzu vieler Hirten gegenüber den weltlichen Autoritäten ist ein weiterer dramatischer Beleg dafür, wie tief der (Un)Geist der Welt in die Kirche Christi eingedrungen ist. Um nicht zu sagen, die Kirche in großen Teilen tief durchdrungen hat, ja, sie geradezu prägt!!
Da scheinen oftmals Ironie & Sarkasmus, wie hier Peter Winnemöller sie nutzt, für uns, das Kirchenvolk, das Letzte, "was geht" ..... .
Was ist nur aus der ecclesia militans, der kämpfenden Kirche auf Erden geworden!!


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 Henning 4. Mai 2020 
 

Der Bischof von Erfurt äußerte neulich, dass

wir zu echaristisch fixiert sind. Ich finde das ungeheuerlich. Das ist doch nicht mehr katholisch? Meine Enkel haben bald Firmung bei ihm. Nicht nur, dass die Firmung wegen zu vieler Leute in eine evangelische Kirche verlegt wird, das ist nicht gut. Jetzt habe ich echte Probleme mit diesem Bischof, wenn er zur Firmung kommt. Wie verhält man sich? Bespreche ich das in der Familie? Es wird ja immer schlimmer mit solchen Bischöfen. Natürlich werde ich ihm auch schreiben, aber wer macht das schon und ich glaube noch nicht einmal, dass er die Briefe liest. Was machen wir bei solchen Bischöfen, die ganz offen immer mehr evangelisch sein wollen?


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 lesa 4. Mai 2020 

Es wird schön sein

Sehr geehrte (r?)girsberg 74:
"Spaßig" fand ich die notwendigen, treffsicheren Analysen von Herrn Winnemöller, die er sicher nicht zur Erheiterung schreibt, noch nie. Dieser Text hier ist zwar köstlich ins Wort gebracht. Dennoch ist die Lage ernst. Zum Ernst des Glaubens gehört allerdings die Anweisung des Hl. Paulus: "Freut euch in jeder Lage" (vgl Phil 4). Begründung: "Der Herr ist nahe" (ebd.)
"Wenn all das geschieht, erhebt euer Haupt, denn eure Erlösung ist nahe." (Lk) "Das Haupt erheben" ist in der Sprache der Bibel eine zärtliche Geste gegenüber Kindern.


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 SalvatoreMio 4. Mai 2020 
 

Lösung aller Probleme: die Burka!

Man verstehe diese Worte als Spott - und nicht anders: Wir sind doch alle Kinder des lieben Gottes! Wir sollen miteinander beten, egal welche Religion in unserem Herzen und Verstand lebt. Also: übernehmen wir doch alle die BURKA - den Niqab - der nur die Augen frei lässt - für Mann und Frau, Priester und Laie: dann sind wir zu jeder Zeit bestens ausgestattet und geschützt - draußen, in Betrieben, in der Kirche! Und die darniederliegende Tuchindustrie hat etwas zu nähen.


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 Herbstlicht 4. Mai 2020 
 

prima Montagskick!

Ungeachtet des ernsten Inhalts des Beitrags von Peter Winnemöller musste ich doch des öfteren schmunzeln.
Es hat das wunderbar auf den Punkt gebracht.

Sein Eintreten für die ausserordentliche Feier der hl. Messe am Schluss seines Textes hat mich sehr gefreut und mich in meinem Entschluss bestärkt, die konsekrierte und heilige Hostie keinesfalls mit der Zange entgegenzunehmen. Alles in mir wehrt sich dagegen.
Da warte ich doch lieber auf den Beginn der Wiederaufnahme der Heiligen Messe im sog. alten Ritus. Dort wird der verwandelte Christus jedenfalls nicht als Fremdkörper angesehen und entsprechend unsensibel behandelt.


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 girsberg74 4. Mai 2020 
 

"Virtuos" - in Nachgedanken

Sehr geehrte @lesa,
Die Kommentare von Peter Winnemöller haben es immer in sich - und ich stimme Ihrem Urteil zu.

Mein Problem: Ich finde ihres Inhaltes wegen die Kommentare (Prognosen) von Peter Winnemöller nicht mehr so zum Lachen wie schon früher.


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 lesa 4. Mai 2020 

Virtuos

Virtuoser Artikel!
Die Engel (die heiligen!) werden die Liturgie in Ordnung bringen - und zwar virtuos!


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 Chris2 4. Mai 2020 
 

Meine Liturgiereform

fand in den letzten Wochen statt: So viele überaus würdige Messfeiern mit kräftigem Gesang, guten Predigten und weitgehend vollem Haus wie dieser Tage in Zaitzkofen habe ich schon lange nicht mehr erleben dürfen.
Jetzt erzittert man geradezu vor "Vorfreude" angesichts der Vorstellung, Beucherkärtchen ziehen und dann an einem Türsteher vorbeizumüssen, um dann maskiert wie die (ZDF-Journalisten krankenhausreif schlagende) Antifa in einer mathematisch leergemessenen Kirche schnaufen zu müssen,. Wärend der Bundesgesundheitsminister mit einer OP-Maske in einen vollen Krankenhausaufzug steigt und seine Kollegin AKK ganz ohne Maske zwischen Soldaten und Journalisten steht.
Aber in einem Land, in allen Ernstes wegen einer angeblich "staatsschutzrelevanten Islamfeindlichkeit" (kein Witz: Münchener Polizeibericht!) gegen einen Islamkritiker ermittelt wird, der gerade von einem Moslem verprügelt wurde, wundert einen gar nichts mehr...


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 Cejazar 4. Mai 2020 
 

Der Tridentinische Ritus war unter Infektionsgesichtspunkten gar nicht mal so schlecht

Viele Dinge des alten Tridentinischen Ritus (bzw. der in den letzten Jahren stillschweigend vorgenommenen Änderungen) tauchen aber auch wieder in den liturgischen Bestimmungen auf:

- Kein Friedensgruß
- Wiedereinführung der Patene und des Ziboriums für die „Laienkommunion“ sowie der Palla
- Der Kelch darf nicht mehr von den Ministranten zum Altar gebracht werden
- Die Domschweizer feiern Wiederauferstehung
- Die Stille Messe kommt durch die Hintertür.

Früh scheint ja nicht alles schlecht gewesen zu sein


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