Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  5. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. „Das Ende von Maria 2.0“
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  11. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  14. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  15. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“

Schmerzlich, schmerzlich, schmerzlich

30. April 2020 in Kommentar, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Immerhin haben wir schon eine neue Heimat für das schmückende Füllwort ‚schmerzlich‘, das wie eine Tau-Perle von den Lippen unserer Oberhirten träufelte, sobald sie das Wort ‚Gottesdienstverbot‘ in den Mund nahmen.“ Gastkommentar von Ernst Bertoldo


Bonn (kath.net) Das Gottesdienstverbot wird fallen. Immerhin haben wir schon eine neue Heimat für das Epitheton ornans (schmückendes Füllwort) „schmerzlich“, das wie eine Tau-Perle von den Lippen unserer Oberhirten träufelte, sobald sie das Wort „Gottesdienstverbot“ in den Mund nahmen. So prägten sie das unausweichlich „schmerzliche Gottesdienstverbot“. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hatte die rettende Idee und formulierte am 28. April 2020: „Der Ständige Rat (der Deutschen Bischofskonferenz) hat sich auch mit der Frage des zu erwartenden Rückgangs der Kirchensteuer befasst. Dieser wird – das zeigt die wirtschaftliche Situation in der Pandemie – kommen. Seriöse Zahlen lassen sich heute noch nicht nennen, aber es wird ein schmerzlicher Prozess werden.“

Das wird zugleich ein erster Probelauf der von Finanzminister Scholz verkündeten „neuen Normalität“!

Hierzu bietet sich als Sofortmaßnahme an, dass die Bischöfe eine zunächst bis zum 31. Mai 2020 befristete kirchliche Ausgabensperre verhängen. Wir müssen den Refinanzierungsfaktor auf 1,0 oder besser bringen, das heißt, die getätigten Ausgaben müssen gleich den Einnahmen oder niedriger sein.


Bischof Bätzing kündigte entsprechend an: „Die Corona-Pandemie zwingt uns, in einen Prozess einzutreten, bei dem wir abwägen müssen, was wir als Kirche finanziell künftig noch leisten können und wovon wir uns verabschieden müssen.“ Wer hätte gedacht, dass die Corona-Krise auch Gutes mit sich bringt.

Man ist geneigt, mit dem Magdeburger Bischof Feige zu fragen: „Sind gegenüber den Nöten und Leiden derer, (...) die kaum noch eine wirtschaftliche Perspektive für sich sehen“ die Steuerausfälle der Kirche „nicht fast Luxusprobleme?“

Unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie wurden alle öffentlichen Gottesdienste absagt. So wurde das, was ursprünglich für Kranke und Gebrechliche entwickelt wurde, nämlich die Mitfeier eines Gottesdienstes, der über die Medien übertragen wird, auch „zu einer Chance für alle“, wie uns zum Beispiel das Erzbistum Köln wissen ließ: Wer einen live gefeierten Gottesdienst über die Medien mitverfolgt, habe nämlich die Gelegenheit, das nicht nur äußerlich zu tun, sondern die Feier vor Ort auch innerlich mitzuvollziehen. Obwohl man nicht in der Feiergemeinde stehe, könne man doch der Intention nach an diesem Gottesdienst teilnehmen. Das Erzbistum schlägt vor: „Machen Sie für sich selbst erlebbar, dass Sie nicht einfach Fernsehen oder ein Stream im Internet schauen, sondern an einem Gottesdienst teilnehmen wollen. … Eine Idee ist, eine Kerze anzuzünden. Und nutzen Sie nach Möglichkeit Ihr Gotteslob, wenn Lieder angezeigt werden. Auch entsprechende Körperhaltungen, die man einnimmt, können helfen. Setzen Sie sich nicht zu gemütlich, sondern nehmen Sie eine Position ein, die die innere Aufmerksamkeit steigert. Wenn es Ihnen bei den gottesdienstlichen Vollzügen hilft, nehmen Sie die Körperhaltung ein, die sie von der gemeinsamen Feier der Messe kennen.“ Diese Vorschläge lassen sich ausweiten: So haben viele Katholiken vor den Bildschirmen sogar den leeren Brotkorb vom soeben beendeten Frühstück auf dem Tisch stehen lassen, um ihn während des Fernsehgottesdienstes als Kollektenkorb zu nutzen, etwas Bargeld hineinzugeben und sinnbildlich ihre Gaben vor den Altar auf dem Bildschirm zu stellen.

Daran kann man sich gewöhnen, titelte doch am 28. April 2020 katholisch.de unter Bezugnahme auf den argentinischen Erzbischof „Papstvertrauter Fernández: Sonntagspflicht könnte abgeschafft werden“.

Wer Schwierigkeiten empfindet, das zu Hause „kollektierte“ Geld nach dem Fernsehgottesdienst wieder einzustecken, setzt kurzerhand die interkonfessionelle Zusammenarbeit der Kirche und der anderen Religionsgemeinschaften fort, wie sie zu Zeiten des allseitigen Gottesdienstverbotes funktioniert hat. Er macht es wie der Rabbi in dem bekannten Witz: Er wirft das Geld hoch. Was Gott behält, ist seines, was er wieder runterwirft, darf der Rabbi behalten.

So kann jeder auf seine Weise mithelfen, den aufgeblähten kirchlichen Apparat zu verschlanken.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“







Top-15

meist-gelesen

  1. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  2. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  3. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  4. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  5. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  6. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  7. Über das Dämonische
  8. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  9. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  10. 'Ich habe mich geirrt'
  11. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  14. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  15. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz