Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  2. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  3. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  4. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  5. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  6. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  7. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  8. Medienbericht: Papst Franziskus hat Dokument für die Kurienreform unterzeichnet
  9. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  10. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  11. Entbehrliches Christentum?
  12. Kretschmann: Abtreibungspflicht für Ärzte wird es nicht geben
  13. Apostolischer Vikar: Umwidmung der Hagia Sophia nachvollziehbar
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia

Vom ‚Wenn’ zum ‚Ja’: der Weg von unten nach oben

26. April 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: der Wendepunkt. Drei wesentliche Schritte. Der Weg Gottes, der Weg des Ja, der Weg mit Jesus. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Jauchzt vor Gott, alle Menschen der Erde! Spielt zum Ruhm seines Namens! Verherrlicht ihn mit Lobpreis! Halleluja“ (Ps 66,1–2): dritter Sonntag der Osterzeit.

In seiner Ansprache aus der Bibliothek der ehemaligen Papstwohnung im Apostolischen Palast vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Tagesevangelium von den Jüngern von Emmaus (Lk 24,13-35).

Es sei dies eine Geschichte, die „unterwegs“ beginne und endet. Da sei die Hinreise der traurigen und enttäuschten Jünger, wobei sie etwa elf Kilometer zu Fuß zurücklegten. Es sei ein Weg, der tagsüber zurückgelegt werde und bei dem ein Großteil der Strecke bergab führe. Und dann sei da noch die Rückkehr: weitere elf Kilometer, aber bei Einbruch der Nacht, mit einem Teil der Strecke bergauf nach der Müdigkeit des Hinwegs.

Zwei Wege: ein einfacher am Tag und eine ermüdender in der Nacht. Doch der erste finde in der Trauer statt, der zweite in der Freude. Auf dem ersten seien sie entmutigt und hoffnungslos. Auf dem zweiten rennten sie los, um den anderen die gute Nachricht von der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus zu bringen.


Die zwei verschiedenen Wege dieser ersten Jünger sagten uns, den Jüngern Jesu von heute, dass wir im Leben „zwei entgegengesetzte Richtungen vor uns haben“. Da sei der Weg derer, die sich, wie diese beiden am Anfang, von den Enttäuschungen des Lebens lähmen ließen und traurig weitergingen. Dann sei da der Weg derer, die nicht sich selbst und ihre Probleme an die erste Stelle setzten, sondern Jesus, der uns besuche, und die Brüder und Schwestern, die auf seinen Besuch warteten.

Hier sei der Wendepunkt: aufzuhören, um das eigene Ich, die Enttäuschungen der Vergangenheit, die nicht realisierten Ideale zu kreisen, und weiter die größte und wahrhaftigste Realität des Lebens zu betrachten: „Jesus lebt und liebt mich“. Der Wendepunkt sei folgender: der Übergang von Gedanken über mein Ego zur Realität meines Gottes; der Übergang vom „Wenn“ zum „Ja“.

Von: „Wenn er uns befreit hätte, wenn Gott auf mich gehört hätte, wenn das Leben so verlaufen wäre, wie ich es wollte, wenn ich dieses und jenes hätte...“. Hier sind unsere „Wenn“, ähnlich wie bei den beiden Jüngern. Aber sie gehen zum „Ja“ über: „Ja, der Herr lebt, er geht mit uns. Ja, jetzt, nicht morgen, wir sind auf dem Weg, es zu verkünden“.

Dieser Schrittwechsel, vom Ich zu Gott, vom „Wenn“ zum „Ja“, „wie ist es dazu hgekommen, fragte sich der Papst. Durch die Begegnung mit Jesus. Die beiden aus Emmaus öffneten ihm zuerst ihr Herz. Dann hörten sie ihm zu, wie er die Heilige Schrift erkläre. Dann ladeten sie ihn nach Hause ein. Dies seien drei Schritte, die auch wir in unseren Häusern tun können:
erstens, unser Herz Jesus öffnen, ihm die Lasten, die Nöte, die Enttäuschungen des Lebens anvertrauen. Zweitens, Jesus zuhören, das Evangelium in die Hand nehmen, diesen Abschnitt heute, im Kapitel 24 des Lukasevangeliums, lesen. Drittens, zu Jesus beten, mit den gleichen Worten wie die Jünger: Herr, bleib bei uns, denn wir brauchen dich, um den Weg zu finden“.

Im Leben seien wir immer unterwegs. Und: „wir werden zu dem, worauf wir zugehen. Wir wählen den Weg Gottes, nicht den Weg des Ichs. Den Weg des ‚Ja’, nicht den Weg der ‚Wenn’. Wir werden entdecken, dass es nichts Unerwartetes gibt, keinen Aufstieg, keine Nacht, die nicht mit Jesus konfrontiert werden könnten“.

Nach dem „Regina Caeli“ erinnerte der Papst an seine Gebetsinitiative für den Monat Mai:

„In wenigen Tagen beginnt der Monat Mai, der in besonderer Weise der Jungfrau Maria gewidmet ist. Mit einem kurzen, gestern veröffentlichten Brief habe ich alle Gläubigen eingeladen, in diesem Monat den Heiligen Rosenkranz zu beten, zusammen mit zwei Gebeten, die ich allen zur Verfügung gestellt habe. Unsere Mutter wird uns helfen, der Zeit der Prüfung, die wir durchmachen, mit mehr Glauben und Hoffnung zu begegnen“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 27. April 2020 
 

Worauf es wirklich ankommt ...

@Lieber Diadochus! Vielen Dank für Ihre Gedanken! Seit Wochen überlege ich, ob man dem Papst nicht schreiben und ihn erinnern müsste: "Zeig uns wieder den Weg hin zu Christus, der uns gewarnt hat, vor unseren irdischen Sorgen nicht das ewige Leben zu verlieren". Ob Papst, Bischöfe oder andere Priester, alle sind mit dem Virus beschäftigt. Nötig hätten wir Bekehrung, eine Hinwendung zu Gott. Den Gruß "Frohe Ostern" z. B.habe ich in meiner Umgebung nirgendwo gehört, immer nur: "Bleib' gesund!". Die Freude über Christi Rettungstat für uns müsste doch alles überstrahlen!


4

0
 
 Diadochus 27. April 2020 
 

Wendepunkt

Das ist eine sehr schöne Predigt des Hl. Vaters. Wir sind alle auf dem Weg. Wir begegnen Jesus. Viele erkennen Ihn nicht. Selbst die enttäuschten Emmaus-Jünger erkannten Ihn erst am Brotbrechen. Der Rosenkranz hilft uns, Jesus in unserem eigenen Leben zu erkennen. Der Rosenkranz ist der Wendepunkt hin zu einem erfüllten Leben mit Jesus. Er öffnet uns die Augen für Jesus. Maria hilft. Eines macht mich allerdings immer traurig, wenn ich lesen muss: "in seiner Ansprache aus der Bibliothek der ehemaligen Papstwohnung im Apostolischen Palast". Ich bin enttäuscht. Lieber Hl. Vater, ich flehe Dich an, kehre zurück in Deine Wohnung, sei Papst. Sei der Stellvertreter Jesu Christi, damit die Menschen Jesus in der Zeit erkennen können, wie die Emmaus-Jünger Jesus erkennen durften. Das wäre ein Wendepunkt. Ja, die Pandemie ist schlimm. Die Menschen haben Jesus verloren. Das ist viel schlimmer. Das ist die Krise der Zeit.


4

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  2. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  3. Petrus – der auf Christus errichtete Fels
  4. Das Reich Gottes: das Reich der unentgeltlichen und dankbaren Liebe
  5. Drei Prüfungen
  6. Die mystische Wirkung und die gemeinschaftliche Wirkung
  7. Der einzige Plan der Liebe
  8. Der Heilige Geist und die Mission
  9. Der in den Himmel Aufgefahrene ist immer unter uns
  10. Der Heilige Geist, der Beistand, der begreifen lässt








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  3. Medienbericht: Papst Franziskus hat Dokument für die Kurienreform unterzeichnet
  4. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  5. Entbehrliches Christentum?
  6. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  7. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  8. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  9. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  10. Papst nahm Rücktritt von Medjugorje-Gegner Bischof Peric an
  11. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia
  12. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  13. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  14. Gott hab ihn selig!
  15. Überraschende Wende: Macron will identischen Nachbau des Notre-Dame-Vierungsturms

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz