Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Die große Täuschung
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Mutiger Einsatz in den Kernländern des Islam

18. April 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zum Tod von Bischof Camillo Ballin, Apostolischer Vikar für Nordarabien


Wien-München (KIN)
Das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ trauert um seinen langjährigen Projektpartner Bischof Camillo Ballin. Der Comboni-Missionar verstarb am Ostersonntag nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren. Er war als Priester viele Jahre im Nahen Osten tätig, ehe er 2005 zum ersten Apostolischen Vikar für das nördliche Arabien ernannt wurde. Das Vikariat umfasst die Länder Bahrain, Katar, Kuwait und Saudi-Arabien.
 
„In den Kernländern des Islam entfaltete Bischof Ballin einen mutigen und dynamischen Einsatz“, würdigte der Nahost-Referent von „Kirche in Not“, Dr. Andrzej Halemba, den Verstorbenen. „Kirche in Not“ hat über zehn Jahre eng mit Ballin zusammengearbeitet und in dieser Zeit über 50 Projekte von ihm unterstützt. Während im Nahen Osten die Zahl der Christen abnehme, seien im Apostolischen Vikariat Nördliches Arabien die Gemeinden gewachsen, sagte Halemba. Ihnen habe die ganze Aufmerksamkeit Ballins gegolten.
 
Der Bischof habe „sein Christsein nie verleugnet, zugleich aber durch seine guten Kenntnisse der arabischen Sprache und Kultur viel Respekt erworben“, erklärte Halemba. Er erinnerte daran, dass der Bischof seinen Talar und das Kreuz auch in Teilen der Golfregion offen getragen haben, „in denen Symbole des christlichen Glaubens nicht gerne gesehen oder sogar verboten sind“.
 
Herausragendstes Projekt: Bau der Kathedrale von Bahrain
 
Bei den unter Ballins Ägide realisierten Projekten sticht der Bau der Kathedrale „Unsere Liebe Frau von Arabien“ in Bahrain besonders hervor. „Kirche in Not“ gehörte zu den wichtigsten Unterstützern dieses Bauprojekts, bei dem neben dem Gotteshaus mit 2500 Sitzplätzen auch ein Komplex mit Sälen und Gemeinderäumen entsteht. Den Verhandlungen von Bischof Ballin mit dem König von Bahrain war es zu verdanken, dass dieser das Grundstück für den Bau der Kathedrale zur Verfügung stellte. Ihre Fertigstellung ist weit fortgeschritten. Die neue Kathedrale gilt als Durchbruch in den Beziehungen zwischen Kirche und Staat und unterstreicht das Wachstum der christlichen Gemeinden im Apostolischen Vikariat Nördliches Arabien. Diese bestehen überwiegend aus Gastarbeitern aus den Philippinen, Indien, Pakistan, Bangladesch und Südkorea. „Bischof Ballin begegnete mit großer Entschlossenheit den pastoralen Herausforderungen für eine solch multinationale Gemeinde“, sagte Halemba.
 
„Christen Respekt verschafft“
 
In einigen Ländern rund um den Persischen Golf ist die Religionsausübung für Christen stark eingeschränkt. Muslimen ist es verboten, zum Christentum zu konvertieren.
 
„Das Erbe, das Bischof Ballin hinterlässt, ist sein Mut, der Menschen dazu befähigt hat, ihren Glauben unter erschwerten Umständen zu leben, und sein Einsatz, den Christen in der Kernregion des Islam Respekt zu verschaffen“, sagte Halemba. „Ich erinnere mich, dass er häufig sagte: ,Überall, wo sich Christen befinden, müssen sie Zeugnis von der Liebe Gottes ablegen.ʼ“
 
Foto: Bischof Ballin mit Gläubigen einer Gemeinde, die mehrheitlich aus Gastarbeitern besteht. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche in Not

  1. Kardinal Kurt Koch zum Präsidenten von "Kirche in Not“ ernannt
  2. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  3. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  4. Tragisches Schicksal der verfolgten Christen
  5. «Ich komme nicht, um zu weinen!»
  6. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“
  7. Weltweite Aktion lädt Kinder zum Rosenkranzgebet für den Frieden
  8. "Kirche in Not": Mord an Priestern auch in "katholischen Ländern"
  9. Kirchliche Schule in Karakosch (Nordirak) wiedereröffnet
  10. Größte katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel wird geweiht






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz