Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  4. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  5. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  6. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  7. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  8. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  9. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  10. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  11. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  12. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  13. Entbehrliches Christentum?
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Der Glaube ist „verdunstet, verdampft, verflüchtigt“, auch an den katholischen Schulen

'Karlsruhe würdigt freie Religionsausübung'

14. April 2020 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutsches Bundesverfassunggericht: Antrag zum Verbot von öffentlichen Gottesdiensten abgelehnt. Verbot stellt aber einen schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit dar. Liturgische Feiern nicht durch Internetangebote ersetzbar


Berlin (kath.net)
Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat am Karfreitag einen Eilantrag des Freundeskreises St. Philipp Neri in Berlin zum Verbot von öffentlichen Gottesdiensten abgelehnt, gleichzeitig aber durchaus interessante Erkenntnisse in der Begründung gebracht. Die Entscheidung im Hauptverfahren ist aber nocht ausständig. Begründet wurde dies mit dem Schutz von Leib und Leben der Bevölkerung. Gleichzeitig machten die Karlsruher Richter jedoch deutlich, dass das besagte Verbot einen schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit darstelle und dass die liturgischen Feiern, gerade auch an Ostern, essentiell seien und nicht einfach durch persönliches Gebet oder Internetangebote ersetzt werden könnten.

Der Vorsteher des Instituts St. Philipp Neri in Berlin, Propst Gerald Goesche, hat die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Verbot öffentlicher Gottesdienste in Corona-Zeiten mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. "Ich bedauere die Entscheidung und hätte mir selbstverständlich ein anderes Ergebnis gewünscht. Dennoch sehe ich in dem Karlsruher Beschluß eine Bestätigung unserer Position, denn die Richter haben die Wichtigkeit der heiligen Messe, noch dazu an Ostern, für die Gläubigen hervorgehoben. Darin unterscheiden sie sich von den Begründungen der Richter des Verwaltungsgerichts Berlin und des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg. Auch wenn das Ergebnis aus unserer Sicht nicht positiv ist, war es richtig, den Rechtsweg zu beschreiten, zumal die Entscheidung im Hauptsacheverfahren noch aussteht. Schon jetzt ist durch den Karlsruher Beschluß die Religionsfreiheit bekräftigt worden."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 wurmel73 16. April 2020 
 

Pilatus

...spontan fiel mir beim Lesem Pilatus ein: auch er hat die Unschuld Jesu erkannt und ihn dann trotzdem - aus Angst - verurteilt.
Keiner ist vor Fehleinschätzung gefeit, aber sich wider besseren Wissens nicht gegen Falsches zu stellen, ist eine ganz andere Nummer...


0

0
 
 leibniz 15. April 2020 
 

@ alle
Schaut Euch bitte die schwedische Infektionskurve an und vergleicht diese mit denen anderer Länder. Schweden hat keinen shutdown gemacht und die Grundrechte aufgehoben.
Das Vorgehen der Bundesregierung ist eben nicht "alternativlos".


4

0
 
 Alpenglühen 14. April 2020 

Herzlichen Dank, Hr. Kardinal Marx! Ironie aus - 2

Glaubensfreiheit’ Vorschub leistete? Oder ging es evtl. um die Genugtuung, daß diesmal alle Bfe. indirekt „auf sein Kommando“ zu hören hatten? Was er als Vorsitzender der DBK nicht fordern konnte? Für welche Verletzungen der Grundrechte wird er beim nächsten Mal den Vorreiter spielen u. diese dann erneut als „gut begründeten Rahmen“ unterstützen?
Die Bfe., die nicht vorpreschten: PA, BA, S, AC, B, OS, LM, WÜ u. R. s. Art. 70970


5

0
 
 Alpenglühen 14. April 2020 

Herzlichen Dank, Hr. Kardinal Marx! Ironie aus - 1

Der VGH Bayern bezog sich bei seiner Ablehnung u. a. ausdrückl. auf die Anordnung des Erzbistums München u. Freising. Daß dt. aufgrund einer eigenen, autonomen Entscheidung u. damit unabhängig von der angegriffenen Bestimmung des Antragsgegners die Durchführung öffentlicher Gd. bis zum 19. April 2020 abgesagt wurden.
U. was behauptet Kard. Marx im Interview mit ‚katholisch.de’? Zitat: „Uns ist ein sehr gut begründeter Rahmen gesetzt, da haben wir als Bischöfe keine Veranlassung gesehen, diesen Anordnungen nicht zu folgen", erklärt der frühere Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz (DBK) Zitat Ende.
Hatte Kard. Marx etwa eine Kristallkugel od. hat er sich viell. stattdessen mit „Bundesmutti“ abgesprochen, daß er schon vor dem Staat alle GD verbot? U. dieser dann ‚einfach’ 3 Tage später „nachzog“? Hat Kard. Marx jemals das GG gelesen, auf das er vor seiner Amtseinführung sogar vereidigt wurde? Ist er sich klar, daß er durch sein Verbot dem ‚schwerwiegenden Eingriff in die


6

0
 
 girsberg74 14. April 2020 
 

@myschkin wegen @girsberg74

Sehr geehrter Myschkin,
ich bemühe mich, bei aller Kritik an Fehlhaltungen, die Sachverhalte korrekt darzustellen, wobei ich aus praktischen Gründen nicht immer auf Vollständigkeit sehen kann; ich habe aber auch nicht alle Bischöfe eines voreilenden Gehorsams bezichtigt.

Im konkreten Fall sind mir Kardinal Marx und der Bischof der Diözese, in der ich wohne, insofern aufgefallen, dass sie noch vor der Politik die Kirchen zugemacht haben. (Sie hatten entweder den besseren Vorausblick als die Politik oder ein anderes Konto.)

Dass eine je angemessene Hygiene zu beachten sein würde, war nie das Problem.

Mit freundlichem Gruß
@girsberg74


5

0
 
 FredStiller 14. April 2020 
 

Wenn die deutschen Bischöfe "vernünftige, vorausschauende und eigenständige Überlegungen" angestellt hätten, so hätten sich diese besser darauf gerichtet, wie man Hl. Messen unter Einhaltung der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen durchführen kann. Stattdessen hat erst ihre nachgiebige (die Höflichkeit verbietet ein stärkeres Vokabular) Haltung dazu geführt, dass die Gerichte gegen die verschiedenen Antragsteller entschieden haben; nach dem Motto: Wenn die schon selber verzichten, können ihnen die Messen ja nicht so wichtig sein. Stattdessen hilfloses Glockenläuten am Ostersonntag.
Dem Institut St. Philipp Neri Dank und Hochachtung für sein entschiedenes Eintreten für die katholischen Interessen.


12

0
 
 encense 14. April 2020 

@myschkin

Glauben Sie bloß nicht, dass wir in einem Jahr Ostern wieder in unseren Kirchen feiern werden. Covid-20 steht schon in den Startlöchern! da wird die "vernünftige, vorausschauende und eigenständige Überlegungen" nichts nützen. Ohne das Heilige Messopfer wird alles nur noch schlimmer! ich beglückwünsche jene Katholiken, die im Untergrund mit ihrem Priester das Heilige Messopfer feiern. So viel Glück habe ich nicht.


5

0
 
 hemi 14. April 2020 
 

Kampf für Gottesdienste mit Gläubigen

Das Institut St. Philipp Neri hat konkrete Vorschläge gemacht, wie die Feier der Heiligen Messe unter Sicherheitsauflagen aussehen könnte. In öffentlichen Verkehrsmitteln in Dtl. darf man immer noch ohne Gesichtsmaske herumfahren. Das ist unbegreiflich. Ich hoffe das noch mehr Kirchenvertreter sich einsetzen für Gottesdienste mit Gläubigen. Immerhin durften wir Ostersonntag die Osterkerzen in der Kirche abholen und mit Abstand auch den Pfarrer begrüßen und kurz mit ihm sprechen. Das ist mal ein Anfang.
Meiner Schwägerin brachte ich das Osterlicht, sie rief:"Katholik muss man sein, die Protestanten sperren die Kirchen zu".


9

0
 
 myschkin 14. April 2020 
 

@girsberg74

Ich hingegen sehe keinen vorauseilenden Gehorsam, dafür vernünftige, vorausschauende und eigenständige Überlegungen der deutschen Bistümer, die in Würdigung der Coronakrise und in Kenntnis der aus den Wissenschaften stammenden Informationen zu den schmerzlichen Regelungen geführt haben, die bekannt sind.


4

0
 
 girsberg74 14. April 2020 
 

Ja, es war richtig, den Weg zum Bundesverfassungsgericht zu gehen!

Das unterscheidet die Anstrengungen des Inistituts "St. Philipp Neri" von dem vorauseilenden Gehorsam vieler deutscher Hierarchen.


17

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Religionsfreiheit

  1. USA: Zwei Urteile des Obersten Gerichtshof zugunsten der Religionsfreiheit
  2. US-Justizministerium schreibt Brief an New Yorks Bürgermeister de Blasio
  3. Kritik nach Aus für EU-Sondergesandten zu Religionsfreiheit
  4. New Yorker Bürgermeister droht Freikirche mit dauerhafter Schließung
  5. Trump: „Die Religionsfreiheit ist in Gefahr“
  6. Trump betont Bedeutung der Religionsfreiheit
  7. Katholischer Apotheker durfte Pille danach verweigern
  8. Trump bei UN: Täglich werden elf Christen wegen ihres Glaubens getötet
  9. Gutachten: Berliner Neutralitätsgesetz ist verfassungskonform
  10. Texas: Gesetz gegen religiöse Diskriminierung von Unternehmen








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  4. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  5. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  6. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  7. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  8. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  9. Entbehrliches Christentum?
  10. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  11. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  12. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  13. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  14. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia
  15. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz