Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  4. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  5. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  6. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  7. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  8. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  9. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  10. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  11. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  12. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  13. Entbehrliches Christentum?
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Der Glaube ist „verdunstet, verdampft, verflüchtigt“, auch an den katholischen Schulen

Absolute Mehrheit in Deutschland keine gläubigen Christen mehr

17. April 2020 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


INSA-Studie fragte: „Sind Sie gläubiger Christ?“ – 30 Prozent antworten noch mit „Ja“, aber 57 Prozent mit „Nein“


Berlin (kath.net) In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA-CONSULERE (Erfurt) bejahen 30 Prozent der Befragten die Frage: „Sind Sie gläubiger Christ“, eine absolute Mehrheit von 57 Prozent verneint die Frage. Sieben Prozent machen keine näheren Angaben. Befragte aus dem Westen Deutschlands geben mit 34 Prozent an, dass sie „gläubige Christen“ sind, Befragte aus Ostdeutschland mit 14 Prozent. Entsprechend verneinen im Westen 52 Prozent die Frage ausdrücklich, im Osten sogar 74 Prozent. Auch die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind auffallend, so liefert Rheinland-Pfalz mit 46,2 Prozent die meisten Zustimmungen zur Frage, während sich in Mecklenburg-Vorpommern nur noch 6,9 Prozent sich zum Ja durchringen können.

Besonders häufig verstehen sich Katholiken (57 Prozent) und Freikirchler (58 Prozent) als gläubig. Bei landeskirchlich-evangelischen Christen sind es noch 45 Prozent.

Je älter die Befragten waren, desto wahrscheinlicher war eine Zustimmung zur Frage. Bei den 18-29-Jährigen bekannten sich noch 23 Prozent als gläubige Christen, bei den Ü-60-Jährigen 36 Prozent.

Geschlechtsspezifische Unterschiede sind nur marginal, aber die Unterschiede im Verhältnis zum persönlichen Wahlverhalten fallen auf. So haben CDU/CSU weiterhin eine knappe relative Mehrheit von Wählern, die sich als gläubige Christen verstehen (Ja: 45 Prozent gegen Nein: 43 Prozent). Bei allen anderen Parteien überwiegt der Anteil der nichtgläubigen Wähler markant. So finden sich bei den Wählern der Linken 75 Prozent Menschen, die sich nicht als gläubige Christen verstehen, bei den Grünen 65 Prozent, bei AfD 62 Prozent, bei der FDP 59 Prozent und bei der SPD 56 Prozent.

Die Studie wurde von INSA der Grundlage einer Telefonumfrage erstellt, 3.086 Personen aus Deutschland im Alter von 18 Jahren nahmen daran teil.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Lilia 18. April 2020 
 

Laut Umfrage hält 7% der Deutschen momentan eine Öffnung der Gottesdienste für notwendig.

Darunter natürlich nicht nur Christen, sondern auch Juden, Muslime und Andersgläubige.
Nur 15% der deutschen Katholiken sprechen sich für eine Zulassung zur Hl. Messe aus.
Diese Zahlen zeigen mehr als deutlich wie es um den Glauben hierzulande bestellt ist.


10

0
 
 Einsiedlerin 17. April 2020 
 

Befragung

Es geht aus der Studie - zumindest aus diesem Bericht über die Studie - nicht hervor, dass nur Christen befragt wurden. Wenn einem Muslim oder Hindu die Frage gestellt wurde, ist die Antwort natürlich nein.
Unter "gläubiger Christ" verstehen viele ihren eigenen selbst gebastelten Glauben.


5

0
 
 athanasius1957 17. April 2020 
 

Wundert sich irgendwer über diese Umfrageergebnisse?

Seit Ende des 2.WK und durch die Ereignisse nach dem 1.WK kam es zu einer Entfremdung der Geistlichkeit und Gläubigen.
Dies führte schließlich durch die "un"heilige Beliebigkeit des VK2 -Königssteiner und Mariatroster Erklärung sowie holländischer Kathechismus - zu einer Arrosion des tw. nur mehr spärlich vorhandenen Wissens um die Glaubenswahrheiten.
Außerdem wurden jene, die eine entsprechende Bildung im Religionsunterricht aber auch in den Predigten einforderten, desavouiert, lächerlich gemacht und kalt gestellt.
Diese Situation gab's schon einmal in Europa nämlich nach der Reformation, wo ganze Landstriche über 50 Jahre keinen Geistlichen gesehen haben. Das Konzil von Trient führte einerseits eine geregelte Ausbildung der Priester ein aber auch andererseits durch die Erstellung des Kathechismus jene der gläubigen Laien.
Solches müßte heute wieder passieren. Dann kann der Mensch sich auch von seiner Anbetung des Steins (Pfarrer von Ars) lösen.


8

0
 
 Montfort 17. April 2020 

Ob der Schlußsatz nicht unvollständig ist?

"Die Studie wurde von INSA der Grundlage einer Telefonumfrage erstellt, 3.086 Personen aus Deutschland im Alter von 18 Jahren nahmen daran teil."

Nachedem im Artikel auch von den Ü-60-Jährigen gesprochen wird, muss es wohl heissen: "...im Alter von 18 Jahren bis XX Jahren..." - sonst kann man das Höchstalter nur schätzen.


5

0
 
 Geroni 17. April 2020 
 

@ SpatzinderHand

Ihre Aussage über diejenigen Katholiken, die zur Hl.Messe UND zur Beichte gehen, aber NICHT nach katholischer Ethik leben, hat mich auch gewundert.
Weil: Man kann ja gar nicht gültig beichten ohne den Willen nach der Lehre der Kirche auch leben zu wollen.
Katholiken, die NICHT beichten und auch nicht nach der Lehre leben, aber sehr wohl zum Sonntagsgottesdienst gehen und sich ansonsten ihre eigene Religion basteln, kenne ich leider auch.
Aber tatsächlich habe ich nie gehört noch gesehen, dass jemand regelmäßig beichtet und nicht einigermaßen entsprechend danach zu leben versucht.
Okay, ich kenne welche, die sich richtig daneben benehmen, was die Nächstenliebe oder auch die Achtung vor dem Gegenüber angeht, ein paar schwarze Schafe vielleicht, die evtl. bestimmten Gruppen angehören und vielleicht könnte Ihre Aussage auf die zutreffen.
Aber auf die meisten Katholiken, die es ernst meinen wohl nicht.


9

0
 
 Chris2 17. April 2020 
 

Leider sterben vernünftige Atheisten wie Helmut Schmidt aus,

mit denen man auf rationaler Basis einen freien, sicheren und sozialen Staat mit verlässlichen Rahmenbedingungen bauen konnte. Stattdessen haben die Propheten der neuen Ersatzreligionen all das übernommen, was sie noch vor vielleicht 15 Jahren scharf kritisiert hatten: Absolute Wahrheiten (Quasi-Dogmen statt Diakurs), Gesinnungsethik (Gutmenschentum ohne jede Rücksicht auf die Sicherheit und Zukunft des Volkes oder der Wirtschaft, deren wichtigste Zweige systematisch zerstört werden), Hexenverfolgungen Andersdenkender, Ketzerverbrennungen (bislang meist noch virtuell bzw. 'nur' deren Autos), Kriminalisierung anderer Meinungen als "Hass und Hetze", aggressiv betriebene Spaltung der Gesellschaft, Rechts- und sogar Verfassungsbrüche (z.B. Art. 16a Abs. 2 GG), Ausschalten der größten Oppositionspartei durch systematisches Ausgrenzung und Ablehnen sämtlicher Anträge (bei Orban würde man Zeter und Mordio schreien)...
Und die Wähler finden all das offenbar auch noch Klasse...


15

0
 
 Hilfsbuchhalter 17. April 2020 

Ihr seid das Salz der Erde (Mt 5,13)

hat Jesus gesagt. Er hat nicht gesagt: "Ihr seid die Hauptspeise." Salz kann man alleine gar nicht essen. Es ist ungenießbar. Als Salz der Erde sind wir demnach eine Zugabe, die für den besonderen Geschmack sorgt. Wenn wir das leben, dann haben wir das Potential, auch "Licht auf dem Berg" zu sein.


7

0
 
 priska 17. April 2020 
 

SpatzInderHand

Was Sie geschrienen haben schockiert mich, ich kenne genügen Katholische Christen die mich sehr beeindrucken ,die Pfingstler und Freikirche sind genauso Menschen wie die Katholiken und sind auch Sünder ,muss man immer auf uns Katholiken herumgetrampelt werden ,und das wahrscheinlich von den eigenen Leuten..Ich kann nicht mit den Freikirchlichen und anderen Evangelischen Splitterungen vergleichen zu weit weg sind wir,Sie verehren nicht die Mutter Gottes und Sie haben auch fast keine Sakramente ..Aber wenn Sie von denen so Beeindruckt sind können Sie zu ihnen überwechseln!


7

0
 
 gloria:olivae 17. April 2020 
 

Das wundert mich nicht, erschreckt mich aber auch nicht!


1

0
 
 SpatzInDerHand 17. April 2020 

@proelio: ich teile Ihre Einschätzung nicht.

Ich kenne genug evangelische und freikirchliche Christen, deren Glauben und Glaubensmut mich tief beeindruckt.

Umgekehrt kenne ich genug katholische Christen, deren Glauben mich nicht beeindruckt. Darunter auch solche, die regelmäßig zu Kirche und Beichte gehen, an deren gelebte Ethik ich aber beispielsweise Grundsatzanfragen habe...

So sorry to say...


7

0
 
 proelio 17. April 2020 
 

@SpatzInDerHand Na und?

Mir ist klar, dass es sich hierbei um eine sog. repräsentative Umfrage handelt. Doch wir Christen sind ja gehalten, alles von der Wahrheit her zu beurteilen. Und die sieht leider ganz anders aus, als das was eine Umfrage so hergibt.


3

0
 
 Uwe Lay 17. April 2020 
 

Bittere Wahrheit

Wären 100 Prozent aller Deutschen gläubige Christen, zahlten aber keine Kirchensteuer, dann wäre das die größt vorstellbare Katastrophe für die Kirchen, wenn aber wenige so viel Kirchensteuer wie jetzt zahlen, ist alles in bester Ordnung!
Uwe C. Lay Pro Theol Blogspot


9

0
 
 SpatzInDerHand 17. April 2020 

@proelio: Es wurden auch evangelische und freikirchliche

Christen befragt, wie ich oben lese.


4

0
 
 proelio 17. April 2020 
 

Zahlenkosmetik

Wenn ich die Bedingung der katholischen Kirche voraussetze, dass jeder Christ seine Sonntagspflicht durch den Besuch der Hl. Messe erfüllen muss und wenigstens einmal im Jahr zur österlichen Zeit zur Hl. Beichte gehen muss, dann stelle ich hier einfach mal die Behauptung auf, die Anzahl der gläubigen Christen in Deutschland befindet sich im Promillebereich.


13

0
 
 priska 17. April 2020 
 

Kein Wunder das .da einmal etwas kommt wo Menschen wieder zu denken anfangen.


2

0
 
 Stephaninus 17. April 2020 
 

Mal zwei Gedanken

1. Auf solche Umfragen gebe ich grundsätzlich nicht sehr viel.

2. Wenn tatsächlich 30% der Deutschen gläubige Christen sind, dann wäre das eigentlich eine erfreulich hohe Zahl!


7

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. CNN-Moderator Chris Cuomo: Amerikaner "brauchen keine Hilfe von oben"
  2. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“
  3. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  4. Menschenwürde und Menschenrechte haben frühere Anhänger verloren
  5. Berlin: Portal des Senats wirbt für Austritt aus der Kirche
  6. Der letzte Feind
  7. „Polizisten sind aus taz-Sicht offensichtlich keine Menschen“
  8. taz-Leser: „taz sollte sich schämen, so ein Hate-Speech abzudrucken“
  9. „Da müsste das Christentum eigentlich Widerstand leisten“
  10. „Hier werden Frauenrechte auf dem Trans-Altar geopfert“








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  4. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  5. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  6. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  7. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  8. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  9. Entbehrliches Christentum?
  10. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  11. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  12. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  13. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  14. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia
  15. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz