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Lütz: "Der massenhafte Tod wird auch für Atheisten ein Problem"

3. April 2020 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
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Bekannter Psychiater und Theologe: In einer solchen Krise könne man laut Lütz daher erleben, auf wen man sich wirklich verlassen könne und auf wen nicht, wer menschlich Substanz habe und wer nur oberflächlich überall mitgeschwommen ist.


Köln (kath.net)
"Das Ausmaß dieser Epidemie überschreitet alles, was die Menschheit bisher erlebt hat. Selbst bei der Pest im Mittelalter waren nur bestimmte Gegenden betroffen, jetzt ist es gleichzeitig die ganze Menschheit." Dies meint der bekannte Psychiater und Theologe Manfred Lütz in einem Interview mit der FAZ über das Coronavirus. Er glaube, dass in einem Jahr unsere Welt gewiss eine andere sein werde. Es werde weiterhin auch Spaß und Unterhaltung geben, aber der der grenzenlose Zynismus des 'DieterBohlenHeidiKlumOliverPocher-Kartells", das mit völlig überdrehten Schwachsinnseinfällen auf Kosten schwächerer Menschen hemmungslos Kohle macht, werde es schwerer haben.

Laut Lütz komme man in der Corona-Pandemie mit einem Schön-Wetter-Gott nicht weiter. "Als Christ glaube ich aber an einen mitleidenden Gott, der mir gerade im Leid nahe ist und ich glaube, dass es über den Tod hinaus ein ewiges Leben gibt und einen Sinn des Ganzen." Man konnte jahrzehntelang gut verdrängen, dass das Leben todernst sei, da das Drama des Todes jedes einzelnen Menschen laut Lütz im Schatten unserer Gesellschaft in den diskreten Sterbezimmern der Krankenhäuser und Pflegeheime stattfand. Jetzt dränge sich aber der Tod massenhaft in alle Nachrichten. "Das ist aus meiner Sicht aber auch für Atheisten ein Problem...", betont Lütz.

Der Psychiater erinnert in dem Zusammenhang mit der Epidemie an den Auschwitzüberlebenden Jehuda Bacon, der ihm erzählte, wie dieser in Auschwitz erlebt habe, wie hochgebildete Menschen sich wie moralische Schweine verhalten hätten und ganz einfache Menschen wie Heilige. In einer solchen Krise könne man laut Lütz daher erleben, auf wen man sich wirklich verlassen könne und auf wen nicht, wer menschlich Substanz habe und wer nur oberflächlich überall mitgeschwommen ist.

Corona - Leeres Toilettenpapier-Regal in Supermarkt




Symbolfoto (c) kath.net/Lorleberg

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Lesermeinungen

 Chris2 4. April 2020 
 

@Labrador

Erinnere mich an eine verstörende Sequenz in einem Bericht, in der nackte Männer in offenbar einem Theater zwischen lauter äußerst elegant gekleideten und kaum beeindruckten Gästen buchstäblich herumturnten. Und das waren offensichtlich keine "Flitzer", sondern es gehörte zur Aufführung. Und nein, das muss damals ein öffentlich-rechtliches Programm gewesen sein, denn mehr als nur überflüssige Sender wie RTL II konnte zumindest ich damals noch nicht empfangen.


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 Labrador 3. April 2020 
 

Zustimmung zum von Prof. Lütz gesagte

Was man vielleicht dennoch ergänzen könnte

Das “DieterBohlenHeidiKlumOliverPocher“-Ding gibt es nicht nur auf der Ebene des Pekariat-Fernsehens, das gibt es auch im Theater und Kulturbetrieb oder bei Literaten und Geisteswissenschaftlern.

Mag sein dass dort der Kotz-Würg-Faktor aufgrund der größeren Kultiviertheit nicht so offensichtlich ist, besser verkleidet daherkommt, doch auch da regiert of Zynismus und wird mit “völlig überdrehten Schwachsinnseinfällen auf Kosten schwächerer Menschen hemmungslos Kohle (ge)macht”


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 lesa 3. April 2020 

Mehr

@Schneerose: Stimmt. Barmherzigkeit ist topaktuell. In der Fülle der Bedeutung, die ihr durch Christus gegeben ist. Sie besteht darin, dass wir in der Gemeinschaft mit ihm auch nicht Krankheit und Tod fürchten müssen, weil sie in Seiner Gemeinschaft zu neuem Leben führen. Darum geht es in dem aufrüttelnden Artikel von Prof. Lütz.
[email protected]: Sie haben recht - jene, die diese Dimension abschneiden, handeln unbarmherzig - wenn auch aus Verblendung bzw. einer seltsamen Verstockung.
"Wer an mich glaubt, wird ewig leben, auch wenn er stirbt." sagt Jesus (Joh 11) Wie sehr er möchte, dass wir dieses Vertrauen haben, beweist seine Frage: "Martha, glaubst du das?"


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 Stephaninus 3. April 2020 
 

Lütz zu lesen

ist stets ein Gewinn. So auch das Originalinterview in der FAZ. Was ich so mag: Manfred Lütz besitzt echt katholischen Humor. Gerade in schwierigen Zeiten eine grosse Hilfe!


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 Diadochus 3. April 2020 
 

Die Not des Atheisten

Während der Corona-Krise wirken viele Prominente, z. B. Heidi Klum und Oliver Pocher, nur noch lächerlich und überflüssig. Sollte dennoch einer zur Besinnung kommen, wer wird ihnen antworten können auf die existentiellen Fragen? Das ist die Not des Atheisten. Er wird keinen mehr finden, der diese beantworten könnte. Der Synodale Weg wird die Antworten nicht liefern. Wer denn dann? Bleiben wir nicht blind für die geistige Not des Anderen. Das Christentum kann antworten. Wir können antworten. Bleiben wir im Gebet, denn ohne Ihn, Jesus Christus, können wir nichts tun. Mit Ihm können wir antworten. Mit Ihm können wir dem geistig Notleidenden dieser Tage wieder aufhelfen.


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 Winrod 3. April 2020 
 

Während die einen aus Solidarität

zuhause bleiben, kaufen die anderen die Regale leer. Herr Lütz hat recht jetzt ist die Zeit der Egoisten, aber auch der Heiligen.
Im Übrigen glaube ich, dass viele Atheisten resistent sind, weil sie verblendet sind. Sie sehen und sehen doch nicht, sie hören und hören doch nicht.


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 hape 3. April 2020 

Wo ist dein Gott? 3

Ohne sein Gesicht zu verlieren, kann Marx aber nicht mehr auf die kath. Apotheke zurückgreifen, die seine Vorzeigetheologin Julia Knop zuvor als Magie, Regression und Retrokatholizismus dekonstruiert hat. Herz-Jesu-Verehrung, Marienweihen oder Eucharistische Anbetung z.B. wollen nicht so recht zum modernen Schön-Wetter-Gott passen. Deshalb ist Marx gezwungen, horizontal zu denken und das Heil von einem nebulösen gemeinschaftlichen Lernen aus der Krise zu erwarten.

Aber nicht der in Not nach Gott Suchende, sondern der Kardinal selbst ist der Unfreie, der Versklavte, der in Angst Verkrümmte. Denn er gibt nicht die Antwort, die von Gott kommt. Stattdessen sagt er: helft euch selber. Eine Aussage wie: „Wir müssen jetzt deutlich machen, dass wir eine Hoffnung haben“, ist hohle Phrase, da sie den christlichen Grund der Hoffnung nicht nennt. Das ist zu wenig, Herr Kardinal.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2020-03/kardinal-marx-muenchen-corona-predigt-krise-gesellschaft-


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 hape 3. April 2020 

Wo ist dein Gott? 2

Jetzt rächt sich, dass der dekonstruierte und entmythologisierte Gott auf Barmherzigkeit reduziert wurde, während man seine Gerechtigkeit als das Folterinstrument einer machtbesessenen, klerikalen Herrschaftsstruktur alter weißer Männer verhöhnt hat.

Entspr. zeigt die Frage von Kard. Marx, „Wie können wir die Macht der Verzweiflung, des Egoismus, das Kreisen um sich selbst durchbrechen, wie schaffen wir das in unserer Gesellschaft?“ seine ganze Ratlosigkeit.

Marx spricht mahnend von der Sünde, in sich selbst zu verkrampfen. Er spricht von den Sünden der Hoffnungslosigkeit und Angst. Er tut dies aber, ohne jene katholischen Antworten und Medikamente zu geben, die er geben sollte. Und diese Antworten finden sich nämlich nicht beim Synodalen Weg, sondern in der apostolischen Tradition, der Hl. Schrift und im KKK, die eben vom Synodalen Weg als Abfallprodukt der Kirchengeschichte entsorgt werden sollen.

–––
Forts.


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 girsberg74 3. April 2020 
 

Die Pestepidemien des Mittelalters

dürften zum Teil wohl deshalb nicht als Pandemie dahergekommen sein, weil es keinen Fernreisetourismus gab; eine andere Begrenzung bildete die sich ständig erneuernde Herdenimmunität.

Wenn ich noch gestern im Fernsehen erfahre, dass 12tausend Deutsche in Neuseeland festsitzen, die jetzt ausgeflogen werden können, so ist das für mich ein Zeichen.

Neuseeland ist ja nicht gerade Hamburg oder München, wo man als Deutscher regelmäßig hinfliegt, um sich dort standesgemäß einzukleiden, weil es zuhause nicht mehr langt.


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 hape 3. April 2020 

Wo ist dein Gott? 1

Das sich der Tod massenhaft in alle Nachrichten drängt, ist nicht nur für Atheisten ein Problem, sondern v.a. auch für die Synodalen aus DBK und ZdK. Sie sind es doch, die selbst im Angesicht des Todes stur den Schön-Wetter-Gott verkünden. Als ob es keinen gerechten Gott gäbe. Als ob es Strafe als permissiven Willen Gottes nicht gäbe. Dabei ist die Gerechtigkeit Gottes durch Corona geradezu mit Händen zu greifen.

Es stimmt schon, dass Gott den Tod nicht gemacht und keine Freude am Untergang der Lebenden hat (Weish. 1,13). Aber der in der Not nach Gott schreiende Mensch findet sich wohl eher in der Klage des Psalmisten wieder, die da lautet: „Meine Tränen sind mir Brot geworden bei Tag und bei Nacht; man sagt zu mir den ganzen Tag: Wo ist dein Gott?“ ( Ps 42,4) Wer gibt dem Notleidenden die richtige Antwort? Wer gibt ihnen geistliche Nahrung? Etwa Kardinal Marx, sein Adlatus Bf. Bätzing oder Herr Sternberg?

–––
Forts.


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 Stefan Fleischer 3. April 2020 

Deutliche Worte, die aufrütteln sollten

Wobei es dann aber nicht bei Symptombekämpfung bleiben darf. Gerade die Kirche ist gefordert, hier endlich wieder die Ursache anzugehen, d.h. die Menschen wieder zu lehren, dass Gott immer noch auch jener ist, welcher uns entgegen tritt mit dem Anspruch: "Ich bin der Herr, Dein Gott!"
Es bringt z.B. kaum etwas zu jammern, wenn uns die Gottesdienste verwehrt werden, wenn wir dabei nicht lernen, dass das Heilige Messopfer mehr ist als ein Freizeitangebot unter vielen, dass die Gebote Gottes mehr sind als eine Anleitung, wie wir - sofern wir dies wünschen - als gute Menschen vor uns selbst und unseren Mitmenschen dastehen können. Wo der Herr das Haus nicht baut, wo Gott nicht mehr wahrhaft Gott ist, schaufeln wir einfach alle Löcher damit zu, dass wir andere graben.
Was unsere Kirche heute braucht, ist einen neuen Aufbruch zu Gott, zu einer Rückbesinnung auf das erste und wichtigste Gebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.“


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 Schneerose 3. April 2020 
 

Deutliche Worte, die aufrütteln sollten

In Krisenzeiten wird es offensichtlich, was in den Menschen steckt. Es wird auch klar, ob der Glaube nur oberflächlich, im Theoretischen, vorhanden ist oder ob er sich dann vermehrt in der Praxis zeigt. Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter ist topaktuell!


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