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In den Tränen Mariens

25. März 2020 in Jugend, 1 Lesermeinung
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Diese Epidemie ist ein Aufruf den Weg zu finden, den Gott für uns in der Wüste ebnet. Wie schön können wir sein, getränkt in den Tränen Mariens und reingewaschen durch das Blut Christi - Jugendkolumne von kath.net - Von Dubravka Križić


Linz (kath.net)
Als Maria am Fuße des Kreuzes steht und zum Himmel hinaufblickt, sieht sie zwei Dinge: sie sieht ihren Sohn am Kreuze leiden und zur gleichen Zeit sieht sie die Sünde der ganzen Welt in Seinem heiligen Blut weißer werden als der Schnee. Diese reinste aller Seelen, was mag sie nur gespürt haben in ihrem Herzen? Der Schmerz ihren Sohn zu verlieren und doch dieses tiefe Vertrauen in Gott, dass ihr Sohn ihr nicht genommen, sondern der ganzen Welt geschenkt wird. Maria hat schon an uns gedacht in diesem Moment; sie hat daran gedacht wie sehr wir Menschen, Generationen und Jahrhunderte später, den Leib ihres Sohnes brauchen um leben zu können. Ihr Sohn ist das ewige Leben, Er ist der, der Schmerz in Freude verwandelt und der durch Sein Leid alles neu macht. Was tun, wenn uns Sein Leib entrissen wird? Er ist die Quelle unseres Seins, wie können wir atmen ohne das Brot des ewigen Lebens?

Die Eucharistie ist wie ein Antibiotikum gegen jeglichen Virus. Wer kann uns Leben schenken, wenn nicht der Eine, der selbst das Leben ist? Doch ist der wahre Virus unter dem wir leiden nicht in Wirklichkeit die Sünde, von der wir uns selbst nie befreien können? Ist das was uns das Leben nimmt nicht eigentlich das Böse, was uns von innen heraus auffrisst, bevor wir überhaupt Symptome zeigen? Diese Epidemie hat uns von der Eucharistie entfernt und doch sind es eigentlich unsere eigenen Sünden, die uns von Gott wegreißen. Gott entfernt sich nie vom Menschen, es ist der Mensch, der Gott von sich wegschiebt. Wie kann Er uns nah sein, wenn wir uns von Ihm fernhalten?

Diese Epidemie wütet also auch in unseren Herzen und ist ein Aufruf den Weg zurück zu Ihm zu finden. Wie der verloren Sohn erst erkennt, wen er wirklich braucht und wer ihn wirklich liebt, als er alles verloren hat, so nehmen auch wir jetzt erst wahr wie sehr unser ganzes Sein nach dem Leib und Blut Christi dürstet. Christus liebt uns wirklich. Lieben wir Ihn auch? Von Weitem erblickt der Vater seinen Sohn und bereitet ein Fest vor. Gott schaut nicht auf unsere Sünden, auf diesen Virus von dem wir alle befleckt sind. Gott erkennt von Weiten unsere Sehnsucht nach Ihm. Und nur die Eine, die Unbefleckt ist, kann uns wahrlich zeigen wie die Erfüllung dieser Sehnsucht den Menschen schön macht. Sie, die unbefleckt ist, ist vollkommen schön, denn in ihr ist Gott ganz anwesend.

Als Maria am Fuße des Kreuzes steht fallen ihre Tränen wie das Blut Christi auf die Erde und erschüttern die ganze Welt. Ihre Tränen sind reiner und weißer als der Schnee, in ihnen steckt etwas Göttliches, denn sie sind getränkt in der Liebe Christi für Seine Geschöpfe.

„Siehe, nun mache ich etwas Neues. Schon sprießt es, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Wüste und Flüsse durchs Ödland.“ (Js 43,19)


Wir leben inmitten einer Wüste und Gott fragt: „Merkt ihr es nicht? Seid ihr blind in euren Herzen? Ich mache alles neu!“ Diese Epidemie ist ein Aufruf den Weg zu finden und zu folgen, den Gott für uns in der Wüste ebnet. Wie schön können wir sein, getränkt in den Tränen Mariens und reingewaschen durch das Blut Christi? Und doch: glauben wir wirklich an diese Schönheit? Von Weitem, in der Ferne erblickt Er uns schon, Er erkennt unser Herz und weiß: diese Geschöpfe sie gehören zu mir.


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