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Rekordquoten für Gebet gegen Virus

22. März 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Kirche in Italien stellt Einrichtungen für Ärzte bereit - Italienische Bischofskonferenz veröffentlichte entsprechende Liste – massive Beteiligung am Gebet.


Rom (kath.net/ KAP/red)
Das landesweite Rosenkranzgebet gegen das Coronavirus hat Italiens katholischem Sender TV2000 einen Zuschauerrekord beschert. Medienberichten vom Samstag zufolge landete die Übertragung am Donnerstagabend um 21 Uhr auf Platz zwei der Primetime nach der beliebten Krimiserie "Don Matteo" mit Terence Hill in der Titelrolle. Nach Aussage des Leiters von TV2000, Paolo Rodari, entsprachen die gut vier Millionen Zuschauer einem Marktanteil von 12,8 Prozent.

Zu dem von Italiens Bischofskonferenz initiierten Gebet hatte auch Papst Franziskus eingeladen. Geleitet wurde das aus einer Kirche in Rom übertragene Gebet vom Generalsekretär der Bischofskonferenz, Stefano Russo. Senderchef Rodari wertete die Einschaltquote als Indiz eines "spirituellen Notstands". Zu den Frühmessen des Papstes aus dem Vatikan um 7.00 Uhr, die TV2000 ebenfalls überträgt, schalten der Zeitung "Repubblica" zufolge neun Prozent der Zuschauer ein.

In Italien stellen immer mehr katholische Diözesen Einrichtungen für die Unterbringung von Ärzten und Helfern im Kampf gegen das Coronavirus zur Verfügung. Die Bischofskonferenz veröffentlichte am Samstag eine entsprechende Liste. Demnach hat etwa die von der aktuellen Notlage besonders betroffene Diözese Bergamo 50 Ärzte und Krankenschwestern in Einzelzimmern eines Seminars untergebracht.

Die Diözese Cremona stellt 25 Plätze für Gesundheitspersonal bereit, das zum Schutz der eigenen Familien nicht zu Hause übernachten kann. Die norditalienische Diözese Crema wird den Angaben zufolge 35 chinesische Mediziner aufnehmen, die das städtische Krankenhaus im Kampf gegen das Virus unterstützen sollen.

Andere Diözesen öffnen ihre Einrichtungen für Personen in Quarantäne oder für Obdachlose. "Auf diese Weise können die örtlichen Kirchen weiter für ein starkes Zeichen der Nächstenliebe sorgen", so der Direktor der Caritas Italiana, Francesco Soddu.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten




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