Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  3. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  11. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  14. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Die Krankheit der Gesellschaft

21. März 2020 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vielleicht ist der Corona-Virus für uns eine Gelegenheit mal eine Pause einzulegen - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Victoria Samp


Linz (kath.net)
Im letzten Monat habe ich von der Unordnung in der Gesellschaft [Link: http://kath.net/news/70731] geschrieben, die – gemäß den Worten der hl. Angela Merici – von der Unordnung in der Familie kommt. Was haben wir jetzt für eine perfekte Gelegenheit, die Lehre aus diesem Zitat umzusetzen! Wir haben nun die Möglichkeit, einige Dinge in unserem Leben zu ordnen. Wir hatten diese Möglichkeit eigentlich schon immer, aber bis uns das Schicksal nicht praktisch dazu gezwungen hat, haben wir sie gerne übersehen, auf unserer „To Do“-Liste, die heute unser Leben dominiert, ganz nach hinten verschoben oder sind uns gar nicht bewusst gewesen, dass sich dieser Punkt auf irgendeiner „To Do“-Liste überhaupt befinden sollte.

Und auf einmal sitzen wir zu Hause, begegnen Bruder und Schwester, Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Großeltern, vielleicht Tanten, Onkels und Cousinen. Oder wir begegnen diesen allen eben nicht und spüren auf einmal, wie weit weg diese sind und wie schön es wäre, sie jetzt um uns zu haben. Wir greifen, sei es auch aus Langeweile, weil alles andere in diesen Tagen ausfällt, den Hörer, rufen an, fragen, was es neues gibt.

Vielleicht ist der Corona-Virus für uns eine Gelegenheit mal eine Pause einzulegen. Er zwingt uns, etwas mehr Zeit für die Menschen in unseren nächsten Umgebung zu haben, die uns vielleicht im Alltag zu den entferntesten geworden sind: unsere Familienmitglieder, aber auch wir selber.

Wir stellen fest, dass viele Aktivitäten in unserem Alltag nicht lebensnotwendig sind, dass wir auch ohne übertriebenem Konsum ganz gut auskommen können, dass es mit meiner nächsten Familie viel zu besprechen gibt und dass wir auch gerne die Zeit, die wir mit uns und unseren eigenen Gedanken verbringen, gar nicht gefunden haben. Vielleicht ist der Corona-Virus auch eine Chance, andere Prioritäten in unserem Leben zu erkennen.

Die aktuelle Situation zeigt uns, dass vieles, was wir für selbstverständlich halten, nicht selbstverständlich sein muss. Wer hätte gedacht, dass eine Zeit kommt, in der wir nicht die Möglichkeit haben würden, leiblich an einer Eucharistiefeier teilzunehmen? Wie oft fällt es uns schwer, uns in „normalen“ Zeiten dazu zu motivieren, häufiger als einmal die Woche die hl. Messe zu besuchen und wie oft betrachten wir die SonntagsPFLICHT als eine solche? Oder wie selten schätzen wir die Menschen, die uns am nächsten stehen und wie wenig sind wir jeden Tag aufs Neue dankbar, dass wir diese um uns haben? Wie viel wertvolle Zeit verschwenden wir auf Jagd hinter Geld und Konsum?

Als Mutter Teresa den Friedensnobelpreis erhielt, fragte sie jemand, was man als normaler Bürger für den Frieden in der Welt tun könne. Ihre Antwort lautete: „Geh‘ nach Hause und liebe Deine Familie“. Der Virus ist nichts Gutes, er schwächt viele Menschen, einige müssen sogar an ihm sterben. Diese Krankheit kann uns aber auch zeigen, was in unserer Gesellschaft krank ist.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  2. Brennt dein Herz noch für Gott?
  3. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  4. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  5. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  6. Gnade in jedem Augenblick
  7. Die Sehnsucht Christi nach dir
  8. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  9. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten
  10. Berufen zur Blume im Garten Gottes






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz