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Geht durch das enge Tor!

14. März 2020 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Die Jugendkolumne von kath.net von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)
Geht durch das enge Tor!“. (Mt 7,13) Was bedeutet das? Ich verstehe die Metapher, aber was heißt das konkret für mich? Im Angesicht einer Entscheidung - woran erkenne ich den schmalen Weg?

Ich habe Gott um Rat gebeten für eine große Lebensentscheidung. In meiner Bibelzeit bin ich dann bei dieser Stelle hängen geblieben. „Geht durch das enge Tor!“. (Mt 7,13)

Das ist eine ziemlich klare Antwort. Sogar mit Ausrufezeichen. Trotzdem steh ich jetzt ratlos da.
„Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und es sind wenige, die ihn finden.“ (Mt 7,14) Das kann ich mir vorstellen.

Zum Glück sagt Jesus ein paar Sätze vorher: „Wer sucht, der findet.“ (Mt 7,8). Beruhigend. Aber wie?
Wahrscheinlich nicht, indem ich mich hinsetze und auf eine Eingebung oder ein großes Zeichen warte. Wie ich Gott kenne, zeigt sich der Weg, indem ich ihn gehe. Aber ich finde es furchtbar riskant, einfach los zu spazieren, ohne zu wissen, ob ich zu 100 Prozent richtig bin. Was ist, wenn ich nicht mehr umkehren kann? Was, wenn ich mich verirre? Was, wenn ich den entscheidenden Wegweiser übersehe oder falsch deute? Wird Gott eingreifen bevor alles den Bach runter geht? Ist es im letzten nicht doch davon abhängig, dass ich alles richtig mache?


Heute fällt mir auf, dass an dieser Stelle in der Bibel nirgends steht: „Bleibt stehen! Kein falscher Schritt! Prüfe, bis du dir absolut sicher sein kannst!“. Nein, da steht: „Geht!“ und „Sucht!“. Das hört sich nach „Trau dich!“ und „Handle!“ an.

„Ich kenne deine Taten. Du bist weder kalt noch heiß.“ (Offb 3,15) Diese Stelle hat mich sehr getroffen, weil ich merke, dass es in gewissen Bereichen meines Lebens die Wahrheit ist.
Ich glaube, noch schlimmer als den breiten Weg zu gehen, ist es, überhaupt nicht zu gehen.

Wo will ich mich lieber nicht festlegen, damit ich die Verantwortung für meine Entscheidung nicht übernehmen muss? Wo will ich es mir leicht machen? Wo will ich die notwendige Entbehrung nicht in Kauf nehmen? Wo hindert mich die Angst daran, aktiv zu sein? Wo stehe ich in meinem Leben seit Jahren an der selben Stelle, aus Angst, der nächste Schritt könnte der falsche sein?

Vor dir und vor mir liegt auf einer Seite die Autobahn und auf der anderen Seite der Trampelpfad hinein in den Dschungel.
Die Autobahn ist verlockend. Den Weg geben andere und die Umstände vor. Es geht schnell. Es ist unkompliziert. Nicht denken. Nicht suchen. Nicht hinterfragen. Nicht anstrengen. Es ist sicher. Einfach fahren. Weiter und weiter, Jahr für Jahr. Aber komme ich ans Ziel?

Es gibt ein enges Tor. Es führt uns auf einen schmalen Pfad hinein ins Ungewisse. Der Weg ist ungewiss, aber das Ziel ist klar. Und ich habe heute meine Entscheidung getroffen. Ich gehe das Risiko ein. Das Leben in Fülle ist mir Entbehrung, Mühe und Leid wert.
Ich gehe mutig, ohne zu wissen, wohin mein nächster Schritt mich führt.

„Der Herr ist für mich, ich fürchte mich nicht.“ Ps 118,6


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Lesermeinungen

 lesa 14. März 2020 

Füchte dich nicht! Ich selber werde dir helfen. Ich fasse dich an der Hand, ich stärke dich.

Liebe Lucia, welch en kraftvoller Artikel, vielen Dank! Hoffentlich machen sich noch viele junge Menschen rechtzeitig Gedanken über den rechten Weg und über ihre eigene Verantwortung, den richtigen Weg einzuschlagen, der zu innerem Frieden und Leben in Fülle führt und nicht in Scherben, Frust und großen Problemen endet!
"Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in das Reich Gottes." Erschrocken fragten die Jünger: "Wer kann dann noch gerettet werden?" Aber Jesus erklärt daraufhin das Eigentliche: "Für Menschen ist das unmöglich (durch das Nadelöhr kommt nun einmal kein Kamel!) Für Gott aber ist alles ist möglich!" ER selber gibt durch den Heiligen Geist die nötige Kraft für den schmalen Weg und durch das Nadelöhr - denen, die guten Willens sind und beten. @Diadochus: Ja, gerade durch die Fürbitte der Mutter Gottes und unser aller mutter kommt die Führung und Kraft des Heiligen Geistes, wächst die innere Kraft!


4
 
 gebsy 14. März 2020 

Entscheidungen

brauchen Alternativen.
Eine Entscheidung braucht Gebet.
Unser Leben braucht bis zum letzten Atemzug UMKEHR.
Der Super-GAU für Getaufte ist die Umkehrunfähigkeit ...


2
 
 Diadochus 14. März 2020 
 

Kompass

Liebe Lucia, danke für Deine ehrlichen Worte. Schön, wenn Du bei Deinen Lebensentscheidungen die Bibel mit einbeziehst, und Dich fragst, was die Bibelworte für Dich persönlich bedeuten könnten. Dennoch sind wir nicht vor Fehlern und Fehlentscheidungen gefeit. Viele Entscheidungen entpuppen sich erst hinterher als Fehler. Ja, das Leben ist riskant. Vor Jahren sagte ich mir mal: "Wenn ich auch einmal meinen Glauben verliere, Maria darf ich niemals verlieren. Durch Sie finde ich immer wieder zurück." Leider ist es dann auch so gekommen. Mit Maria an der Hand kannst Du losmarschieren. Da hast Du einen guten Kompass. Fürchte Dich nicht.


3
 

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