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Marx 2.0 - "Bätzing steht für die Marxsche Kontinuität"

3. März 2020 in Kommentar, 24 Lesermeinungen
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Der neue DBK-Vorsitzende sprach "theologisch falsch, aber wohl faktisch nicht ganz aus der Luft gegriffen, gleich zu Beginn von der 'deutschen' Kirche." Gastkommentar von Martin Lohmann


Mainz (kath.net) Georg Bätzing folgt Reinhard Marx. Der Limburger Bischof übernimmt das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz vom Münchner Kardinal. Der "Neue" ist ein Vertrauter von Kardinal Marx, den er aus der Zusammenarbeit in Trierer Zeiten bestens kennt. Er weiß, was er will. Er kann verbindlich reden. Und er steht für die Marxsche Kontinuität. Das machte seine erste Pressekonferenz als soeben Erwählter deutlich. Angeblich war er ganz überrascht, hatte mit seiner Wahl nicht gerechnet - obwohl man bereits gestern im Vorfeld der Bischofskonferenz das Gerücht hören konnte, dass vor allem die Bischöfe aus dem Süden Deutschlands genau ihn favorisierten.

Es ist zu wünschen, dass es sich als eine gute Wahl erweisen wird. Der Marx-Vertraute Bätzing setzt auf das Miteinander. Er wolle, so sagt er unter anderem, mit allen reden, jeden ernst nehmen, denn jeder sei es wert, gehört zu werden. Ein guter Ansatz. Die Praxis wird zeigen, wie sehr aus dieser grundsätzlichen Theorie eine gelebte Wirklichkeit in der Kirche erwachsen kann. Denn diese, so darf man doch hoffen, ist eigentlich prädestiniert, einer vielfach abgrenzenden und ausgrenzenden Gesellschaft, die mehr mit pauschalen Verurteilungen zu hantieren weiß als mit versuchter Diskursfähigkeit,einmal vorzumachen, wie Dialog geht und was eine wirkliche Streitkultur ermöglicht.


Was Bätzing meint, wenn er davon spricht, dass sich im Bischofskollegium die Bandbreite der gesellschaftlichen Überzeugungen spiegele - wer kann das heute schon sagen?! Der Limburger Bischof wird sicher wissen, dass es nicht die erste Aufgabe von Bischöfen ist, gesellschaftliche Meinungen zu spiegeln. Maßstab für diejenigen, die als Hirten Lehrer in Glaubens- und Sittenfragen sind, ist nun einmal nicht die veröffentlichte Meinung, sondern der Gottessohn Jesus Christus. Dieser kam übrigens im ersten Statement des neuen Vorsitzenden nicht vor. Leider. Dafür sprach der Vorsitzende - theologisch falsch, aber wohl faktisch nicht ganz aus der Luft gegriffen - gleich zu Beginn von der "deutschen" Kirche. Die gibt es freilich aus katholischer Sicht gar nicht - sondern "nur" die eine katholische Weltkirche als die Kirche in Deutschland.

Keinen Hehl macht Bätzing aus seiner Begeisterung für den sogenannten Synodalen Weg. Ihn erwähnt er mehrfach. Immer wieder. Und er ist überzeugt, dass dort alle Akzente richtig gesetzt seien. Die Missbrauchsstudie habe diesen Weg vorgegeben. Seltsam, dass keiner der anwesenden Journalisten einmal fragt, ob es nicht vielleicht vor allem eine Neu-Evangelisierung geben müsse, wie es der neue Vorsitzende mit der Missionierung der Kirche in (!) Deutschland halte. Diese Dimension fehlte - wenigstens beim ersten Auftritt des Konferenzvorsitzenden - völlig.

In der Tagespost lesen wir derweil: "Bätzing übernahm als Nachfolger von Karl Kardinal Lehmann den Vorsitz des ÖAK (Ökumenischer Arbeitskreis) und war an der Endredaktion der jüngst veröffentlichten Studie zum Abendmahl beteiligt. Er sehe darin einen wichtigen und gangbaren Schritt auf dem Weg hin zu einer sichtbaren Einheit unserer beiden Kirchen, betonte Bätzing bei Veröffentlichung des Dokumentes. Der Bischof gab ferner an, es gebe kein Hindernis für ein gemeinsames Abendmahl zwischen Protestanten und Katholiken mehr. Die Diskussion müsse nun ins Lehramt getragen werden." - Auch das könnte für die Kirche in Deutschland spannend und nicht ganz unproblematisch werden. Denn bisher galt ja immer noch, dass es für die gültige Wandlung aus Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi der sakramenten Weihe zum Priester bedarf.

Am Tag der Wahl von Georg Bätzing zum Sprecher und Moderator des Bischofskollegiums stellen sich also einige Fragen. Vor allem aber gilt es, einen kräftigen Glück- und Segenswunsch auszusprechen, auf dass für die Kirche Jesu Christi, der allein der gültige und wahre Maßstab für die Kirche - auch und gerade in Deutschland - ist und bleiben muss, viel Segen und Klarheit möglich werde durch das Wirken eines Bischofs, der es sicher gut meint und nach eigenem Bekunden niemanden ausgrenzen möchte.

Pressegespräch zur Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz


Archivfoto Martin Lohmann (c) Lohmann Media


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Lesermeinungen

 Stanley 4. März 2020 
 

@einsucher

Christus hat eine katholische (d.h. universelle) Kirche auf dem Felsen Petri gegründet und keine "deutsche Kirche".
Der "Synodale Weg" hat sich als deutsches Partikularkonzil aufgeführt. Der Antrag von 5 Diözesanbischöfen, keine Beschlüsse zu fassen, bei denen ein Widerspruch zwischen der Textvorlage und der Lehre der Kirche vorliege, wurde mit 87% der Stimmen abgelehnt.
Fazit: Für die "deutsche" bzw. "deutsch-nationale Kirche" wird die Lehre der katholischen Kirche nicht als Maßstab akzeptiert.
„Wir sind keine Filiale von Rom", so Kardinal Reinhard Marx 2015.
Die katholischen Gläubigen unterstehen in dieser Ausnahme-Notsituation ausschließlich der nächsthöheren Jurisdiktion, d.h. der päpstlichen, und nicht mehr derjenigen der deutschen Bischöfe!
Die päpstliche Jurisdiktion wiederum erschöpft sich nicht an der Person eines einzelnen päpstliche Amtsinhabers, sondern orientiert sich an der beständigen Lehre aller Päpste, die das Amt des Stellvertreters Jesu Christi ausgeübt haben.


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 Salvian 4. März 2020 

Euphemismus oder Understatement?

Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hat sich als Befürworter der Interkommunion mit evangelischen Christen profiliert. Bisher habe ich geglaubt, dass die Priesterweihe die unabdingbare Voraussetzung für die gültige Feier der Eucharistie ist, was ja auch Papst Franziskus jüngst in "Querida Amazonia" noch einmal bekräftigt hat. Nach Bischof Bätzing müsste ich nun umlernen. Ein Abendmahl mit einem evangelischen Pastor tut's seiner Meinung nach auch. Das katholische Priestertum ist dann künftig allenfalls noch als folkloristische Variante der Welteinheitskirche zu dulden. Die Früchte dieses Denkens werden nicht lange auf sich warten lassen.

Lieber Herr Lohmann, wenn Sie diese Auffassung von Bischof Bätzing als "spannend und nicht ganz unproblematisch" bezeichnen, ist das eigentlich ein Euphemismus oder Understatement?


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 ottokar 4. März 2020 
 

..der liebe Gott spielt halt auch eine Rolle bei meiner Wahl..

Damit rechtfertigt Bätzing gleich nach seiner Wahl den bereits beschrittenen synodalen Weg , denn offensichtlich wollte Gott ja - so meint er - , dass er gewählt wurde.Tatsächlich aber standen hinter seiner Wahl synodale Seilschaften, von Marx dirigiert. Es ist nun eine extrem schwierige Frage, die wohl auch bei der lezten Papstwahl eine entscheidende Rolle spielte, nämlich kommt eine solche menschlich gesteuerte Wahl dennoch unter dem Einfluss des Heiligen Geistes zustande oder hat der Widersacher über den Heiligen Geist gesiegt.Wenn wir beten "Dein Wille geschehe", so bedeutet das, dass wir gefordert sind Gottes Willen zu befolgen. Dieser Wille ist uns klar durch die 10 Gebote und durch die hlg.Schrift vorgegeben.Auch wenn uns dieser Wille oft nicht behagt, so ist es sündige Hybris den Willen Gottes unseren irdischen Wünschen zu unterwerfen: Und dieses ist das offensichtliche Ziel des synodalen Weges. Demnach hat wiedereinmal das Böse gesiegt.Beten wir weiter für unsere Kirche!


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 Tisserant 4. März 2020 

Die linke Abrißbirne aus dem linken Trier, wird den Laden zusammen mit dem ZdK, vollkommen gegen die zeitgeistigen Wand fahren!
Der Herr war schon als Regens eine totale Katastrophe.


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 Chris2 4. März 2020 
 

Es ist ein Missbrauch mit dem Missbrauch,

diese vor allem zeitgeistbedingten Verbrecheb an zumeist Buben (!) als Begründung für eine noch weitergehende Zerschlagung der kirchlichen Sexualmoral und einen Umbau der Kirche zu benutzen. Ich weiß noch genau, dass wir es waren, denen man in den 1980ern vorwarf (v.a. aus der "Grünen" Richtung), Kindern "einvernehmlichen Sex" mit Erwachsenen zu verweigern. So lange die Kirche nicht konsequent gegen diese Päderastennetzwerke vorgeht, wird das Leiden weitergehen...


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 Eselchen 4. März 2020 
 

Wir haben einen neuen Herren

H.H. Bischof Bätzing stand schon in Trier und steht auch in Limburg für einen synodalen Aufbruch. Völlig richtig also, wenn er als die Fortsetzung von H.H. Kardinal Marx gelten kann. Der von der Trierer Synode postulierte "Blick auf den Menschen", wendet den Blick von Gott ab und erkennt eben nicht, dass Jesus eben Gott und Mensch ist. Insofern haben die Herren die Aufklärung in die Struktur der Kirche gebracht und ihren Horckheimer/Adorno gelesen und konsequent umgesetzt:
Zitat:
„Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die (GOTTES)Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils. Das Programm der Aufklärung war die Entzauberung der Welt (des Glaubens). Der Weg ist klar, das Ziel ist sichtbar. Gesprächspartner in der Bischofssynode mit dem ZdK sind ja auch ihre weltlichen Pendants einer verbrauchten Politikerkaste.


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 Montfort 4. März 2020 

Bischof Bätzing wortlich im Video:

"...der liebe Gott spielt halt einfach auch eine Rolle. Es ist nicht nur eine demokratische Wahl..."

"...einfach auch eine Rolle..." - das heißt, "den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen" und ihn in seiner "Nebenrolle" mit nichtssagenden Worten "abzuspeisen"!

Herr, unser Gott, erbarme Dich!


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 Nellymaus 4. März 2020 
 

Text: "Die Missbrauchsstudie habe diesen Weg vorgegeben".?

Wie darf ich die Textstelle verstehen?

Aufgrund der Missbrauchsvorfälle
will man von außen kommend,
die Kirche zwingen - sich zu ändern,
einen sog. synodalen Weg gehen...

Eine beständige Gebets-Beziehung
hätte die Mißbräuche evtl. verhindert.
Das ist es vielleicht, was fehlte:
Eine lebendige Gottesbeziehung.

Der synodale Weg - als Ausweg,
kann nur ein Hilfsweg sein,
der mit all seinen Vorstellungen
falsch ist + in die Irre führt,
fernab von Hl. Vater,
im Ungehorsam.


4

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 einsucher 3. März 2020 
 

@Stanley

»Eine "deutsche Kirche" mit "deutsch-nationalen" Bischöfen besitzt keine Jurisdiktion über die katholischen Gläubigen mehr.
Das wird häufig vergessen.
Gläubige wie ich wissen das und unterstellen sich diesen National-Bischöfen ohne rechtmäßige Amtsgewalt nicht.«
Ich bitte um mehr Infos, da mir es derzeit unbekannt ist, warum die Bischöfe keine Jurisdiktion haben sollen.


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 lesa 3. März 2020 

Christus ist der Herr der Kirche und ER führt und schützt sie!

Danke, Herr Lohmann. Somit weiß man, was zu erwarten ist. Wie gesagt, das wird zu einer Klärung kommen. So oder so. Kard. Marx war vermutlich ein ganzes Stück moderater.
Es kommt, wie es kommen muss. Gleich wieder intensiv beten, wie vor dem Papstschreiben. Die Kirche wird so erneuert, es braucht vor allem diese Gebete und Opfer, damit das Geheimnis der Kirche wieder von innen erkannt wird.


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 Herbstlicht 3. März 2020 
 

@Bernhard Joseph

Sie stellen die Frage:
"Wozu dann aber überhaupt noch Kirche, wenn Glaubensinhalte selbst völlig überflüssig ist?"

Die bisher gültigen Glaubensinhalte finden Sie bei der Petrusbruderschaft und völlig unangetastet auch bei der Piusbruderschaft.
Zukünftig werde ich die Hl. Messe bei letzterer noch lieber besuchen als bisher und dies ganz ohne schlechtes Gewissen.


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 Bernhard Joseph 3. März 2020 
 

Man könnte auch sagen, dass Projekt "Luther 2.0" nimmt bei der DBK deutliche Gestalt an

"Er sehe darin einen wichtigen und gangbaren Schritt auf dem Weg hin zu einer sichtbaren Einheit unserer beiden Kirchen, betonte Bätzing bei Veröffentlichung des Dokumentes."

Auf Glaubensinhalte kommt es den synodal Wandelnden eher nicht an, da ist man höchst flexibel.

Letztlich läuft der synodale "Weg" auf eine radikale Protestantisierung der katholischen Kirche hinaus.

Diese Selbstaufgabe des katholischen Glaubens seitens der DBK ist, das muss man wohl nüchtern konstatieren, letztlich nichts anderes als eine Bankrotterklärung, denn die Aufgabe eines Bischofs sollte ja nicht darin bestehen, Katholizität zugunsten eines verwässerten Glaubens aufzugeben, sondern den katholischen Glauben zu bewahren und kraftvoll zu verkünden.

Davon kann aber beim Großteil der DBK Bischöfe längst nicht mehr die Rede sein. Eher hat das Ganze Klubcharakter mit fleißig ausgedachten neuen Statuten.

Wozu dann aber überhaupt noch Kirche, wenn Glaubensinhalte selbst völlig überflüssig ist?


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 SalvatoreMio 3. März 2020 
 

Hat Jesus nie jemanden ausgegrenzt?

@Winrod
Jesus ist noch immer unser Hirte und somit DAS Vorbild für seine Diener - unsere Bischöfe. Er ist nie der "Kuschel-Christus" gewesen, wie er seit Jahrzehnten einseitig verkündet wird - mit den deutlich sichtbaren Folgen! Und was macht ein realer Schafhirte auch heutzutage: er schert die Wolle, schneidet Klauen und reinigt sie, entfernt Ungeziefer. Die Schafe lassen es sich gefallen, weil sie wissen, wie nötig das ist! - Unsere bischöfl. Hirten und die Herde heute bei uns - da erkenne ich das Gegenteil, eher Chaos. - Wenn Bischof Bätzing bei Kath. Net an anderer Stelle von einigen Personen als nett und umgänglich beschrieben wird, so langen solche Eigenschaften bei weitem nicht! Es geht um Führung im Sinne Christi, der Leute auch enttäuschte, weil er nicht "Wunder aus dem Hut zauberte", um zu gefallen und der seinen Zwölfen sagte: "Wollt nicht auch Ihr gehen?"


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 Lilia 3. März 2020 
 

Und wieder mal wurde ein Bock zum Gärtner gemacht.

Wie das Video beweist, versteht sich Bätzing auf die berühmte Rotarier-Raute genauso gut wie Marx. Mit graut vor solchen Mogelpackung-Bischöfen, die in Wirklichkeit keine sind, weil sie sich einer antikirchlichen Agenda verschrieben haben.


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 Aschermittwoch 3. März 2020 
 

Prioritäten

Wenigstens das Auto stimmt. Alles andere ist Nebensache......


7

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 Stefan Fleischer 3. März 2020 

@ FNO

Zu meiner Jugendzeit war die Rede vom «lieben Gott» noch gang und gäbe. Heute hört und liest man diesen Begriff nur noch höchst selten. Und wenn, dann liegt ein ganz anderes Gottesverständnis dahinter. Es geht heute nur noch um die «grenzenlose und bedingungslose» Liebe Gottes. Es geht um jenen Gott, «welchem es nicht so wichtig, ob wir uns um ihn kümmern oder nicht. Wenn wir es wollen, hilft er uns, aber sonst dürfen wir tun und lassen, was sich gut anfühlt». (Glaubenssatz 4 des moralistisch-therapeutischen Deismus) In unserer Jugend war der liebe Gott immer zuerst einmal Gott. Und weil er Gott war, war uns auch seine Liebe so wichtig und wertvoll. Und weil er als Gott auch gerecht sein musste – sonst wäre er nicht Gott im christlichen Sinn – wussten wir uns auch von seiner Barmherzigkeit abhängig. So war Gott dann jener, von welchem wir ganz bewusst sagen konnten: «An Gottes Segen ist alles gelegen!» und "Herr ich bin nicht würdig".


18

0
 
 Stanley 3. März 2020 
 

"Deutsche Kirche" besitzt keine Jurisdiktion!

Eine "deutsche Kirche" mit "deutsch-nationalen" Bischöfen besitzt keine Jurisdiktion über die katholischen Gläubigen mehr.
Das wird häufig vergessen.
Gläubige wie ich wissen das und unterstellen sich diesen National-Bischöfen ohne rechtmäßige Amtsgewalt nicht.


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 Herbstlicht 3. März 2020 
 

Aufbruch oder Bewahrung des Schatzes

Mein Wille ist -
eine Zeitlang abzuwarten, ob und wie Bischof Bätzing die sich immer mehr entfremdenden Gruppierungen innerhalb der Kirche zusammenführen will.

Mein Gefühl ist -
es geht weiter wie gehabt und nichts wird sich ändern!

Fühlt sich die "deutsche Kirche" eigentlich als etwas Besonderes, als etwas, das sie über die Weltkirche erhebt?
Wenn ja, mit welchem Recht?
Sind Maria 2.0-Frauen und ihre Forderungen auch wichtiger als die Frauen, die in der Kirchenbank knieen und beten?

Kardinal Marx sprach von "Aufbruch" und davon, "die Vergangenheit hinter sich zu lassen."
Aufbruch - wohin?


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 Sureno 3. März 2020 

Herr erbarme Dich!


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 FNO 3. März 2020 

@Winrod

Mit Nichtausgrenzen ist im Episkopaldeutsch nicht etwa "nicht ausgrenzen" gemeint, sondern öffentlicher Lobpreis für die Theorie-der-Toleranz. Bejubelt wird, wer sie stützt! Das bedeutet dann im Zweifel, dass abweichende Meinungen nicht nur ausgegrenzt, sondern regelrecht verfolgt werden. Bei der DBK: speziell die lästig frommen Meinungen ...


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  3. März 2020 
 

Jesus ? Jesus hilf!

"...der Gottessohn Jesus Christus. Dieser kam übrigens im ersten Statement des neuen Vorsitzenden nicht vor. Leider..."

Jesus kommt in der "deutschen katholischen Kirche" sowieso nicht mehr vor, sondern nur Gott - welcher bleibt offen. Unseren kirchenführenden Hirten ist ja jeder Recht ob Allahh, Rah, Isis, Wotan oder... es gibt ja nur einen. Und Christ ist wer die Umwelt schütz bzw. das Wetter macht. Es wird immer trauriger in der Deutschen sog. katholischen Kirche.


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 Adamo 3. März 2020 
 

Beim Pressegespräch sieht man beim Bischof Bätzing

keine gefaltende Hände, sondern die Merkel´sche Freimaurer-Händegeste. Das besagt doch alles!


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 Winrod 3. März 2020 
 

"Niemanden ausgrenzen möchte....."

Ich frage mich, ob man nicht manchmal auch "ausgrenzen" muss, wenn es um die Wahrheit geht. Niemanden ausgrenzen heißt doch, jedem sein Stück Wahrheit zuteilen. Nichts kann mehr ganz falsch sein. Wo aber allen Recht gegeben wird, da setzt sich immer der durch, der den größten Druck erzeugen kann, also die meiste Macht hat. Die Stilleren und weniger rhetorisch Begabten werden an den Rand gedrängt und übersehen. Die Intellektuellen bekommen die Begriffshoheit.
Offensichtlich passiert auf dem "Synodalen Weg" genau dies. Die Lauten und Machtgierigen bekommen die Oberhand.
Auch weil diejenigen, die immer nur ausgleichend agieren wollen, das manchmal nötige klare Nein scheuen.
In diesem Sinne bin ich, nach dem was ich über Bischof Bätzing höre, etwas skeptisch.
Hat Jesus nie jemanden ausgegrenzt? Er hat niemandem, dem es ernst mit der Umkehr war, den Rückweg versperrt, aber er hat immer klar gemacht, wer auf dem Holzweg ist. Und er hat nie den "Zeitgeist" zum Maßstab seiner Worte gemacht.


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 FNO 3. März 2020 

Richtig, Martin, eine Chance

hat Bätzing verdient. Allerdings hatte Murx ihn bereits als Anti-TvE nach Limburg lanciert. Dem Großen Vorgänger (besser: Vorkoster) wird B-Hörnchen nicht widersprechen. Auch machte sein erstes Statement schon klar, dass er den falschen Grundsatz billigt, die "deutsche Kirche" habe Rom zu belehren! Anscheinend will B. den Murx als seinen "Botschafter" am Vatikan unbehelligt Strippen ziehen lassen, so gut noch möglich. Wirkliche Fügsamkeit ggü. dem Heiligen Geist erwarte ich vom 'Neuen Chef' nicht, auch wenn er in seiner Wahl das Wirken des "lieben Gottes" sah. (Einzige religiöse Manifestation in seiner Rede.)


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