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"Deshalb brauchen wir alle Christus"

4. März 2020 in Interview, keine Lesermeinung
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kath.net-Interview mit Juan Manuel über den neuen Kinofilm "Der letzte Gipfel" - Von Linda Noé


Wien (kath.net/ln)
kath.net: Hr. Cotelo, Sie sind der Filmdirektor der bekannten katholischen Kinofilme wie "Mary‘s Land“ oder "Das größte Geschenk". Was ist die spezielle Chance, die es mit sich bringt, wenn man Filme zur Verfügung stellt, die den Glauben an Jesus teilen?

Cotelo: Jede Art und Weise die frohe Botschaft von der Liebe Gottes zu uns Menschen zu verkünden, die sich in Jesus Christus geoffenbart hat, ist gut. Der beste Weg ist das persönliche Gebet zu Gott in der Stille des Herzens. So kann jeder den konkreten Willen Gottes für sich ganz persönlich entdecken. Daraus entspringt alle Effizienz, so erhalten wir die Gnade, die wir brauchen, um ihn anderen Menschen zu verkünden. Manche bittet Gott die gute Nachricht des Evangeliums durch Bücher zu verkündigen, andere durch Musik, wieder andere durch die Malerei oder Bildhauerei. Uns alle bittet er, seine Botschaft durch Taten der Liebe in unserer Familie und unserer engsten Umgebung zu verkündigen. Mich ganz konkret bittet er durch das Kino zu evangelisieren, in der Sprache, die heute am meisten verbreitet ist auf der ganzen Welt und die größte Reichweite hat: der Film. Unsere Filme liefen bereits in 34 Ländern im Kino und durch NETFLIX kann man sie in 198 Ländern sehen. Wir können unmöglich wissen wie viele Menschen unsere Filme bereits gesehen haben oder sie noch sehen werden. Darüber hinaus kann man sie auf der ganzen Welt über unsere Homepage www.fundacioninfinito.org streamen. Zweifellos ist das Kino ein perfektes Medium, um das Evangelium zu verkünden, aber ich möchte noch einmal betonen, dass wir ohne das Gebet nur Lärm machen würden, ohne geistliche Früchte zu bringen, weder für uns noch für die Zuschauer. Alle Effektivität kommt von Gott. Sie ist nicht unseren Kräften zu verdanken. Daran müssen wir uns immer erinnern, um nicht in herzlosen Aktivismus zu verfallen.

kath.net: Sie haben sicherlich zahlreiche Zeugnisse außer alle Welt bekommen. Welche Antwort hat Sie am meisten berührt?

Cotelo: Seit zehn Jahren erhalten wir fortwährend Zeugnisse von unseren Zuschauern und es ist unmöglich zu sagen, welche schöner und welche weniger schön sind, denn jeder Zuschauer ist anders. Jedes dieser Zeugnisse ist ein Grund dankbar zu sein und Gott zu loben. Ich habe mehr als fünfzig junge Männer kennengelernt, die ins Seminar eingetreten sind, um Priester zu werden nachdem sie unseren Film DER LETZTE GIPFEL gesehen hatten. Es gibt viele Frauen, die sich nach einer Abtreibung mit der Bitte um Hilfe an uns gewandt haben, nachdem sie MARY’S LAND gesehen hatten. Andere wollten abtreiben und haben ihre Meinung geändert nachdem sie den Film gesehen hatten. Nun senden sie uns Fotos von ihren neugeborenen Kindern. Es gibt Ehepaare, die sich nach einer Scheidung wieder versöhnt haben nachdem sie DAS GRÖSSTE GESCHENK gesehen hatten.


Zahllose Menschen haben das Sakrament der Versöhnung und die Eucharistie wieder empfangen nachdem sie FOOTPRINTS gesehen hatten. Mir fallen so viele Geschichten ein und es erreichen uns immer noch neue, denn der Heilige Geist macht nie Urlaub und bewegt jeden Tag aufs Neue die Herzen der Menschen. Wir haben ausschließlich Grund zur Freude und zur Dankbarkeit und es bleibt uns – Gott sei Dank – nichts anderes übrig, als weiter an dieser wunderschönen Mission zu arbeiten.

kath.net: Ihr neuster Film heißt "Der letzte Gipfel", in dem es um das Leben des katholischen Priesters Pablo Domínguez geht. Der Film ist in Spanien bereits ein Kinohit. Können Sie uns erzählen, warum Sie den Film auch in die deutschsprachigen Kinosäle bringen möchten?

Cotelo: DER LETZTE GIPFEL war unserer erster Film und lief bereits in 18 Ländern. Seine Botschaft ist zeitlos und bringt stets geistliche Früchte, wo auch immer er gezeigt wird. Für mich ist es erstaunlich zu sehen, wie Gott sich noch immer des Lebens von Pablo Dominguez bedient, um den es im Film geht, um Bekehrungen zu bewirken. Pablo war ein fröhlicher, einfacher und hilfsbereiter Priester. Er war ein Mann, der in Gott verliebt war und allen Menschen, denen er begegnete, diese Liebe zeigte. Er war einfach der Inbegriff eines großzügigen Priesters. Vom Himmel aus wirkt er noch immer weiter, um den Menschen zu helfen und zu dienen. Ich bin mir sicher, dass DER LETZTE GIPFEL weiter Frucht bringen wird, nicht nur in den deutschsprachigen Ländern, wo er jetzt in die Kinos kommt, sondern auf der ganzen Welt.

kath.net: Was ist für Sie das wichtigste, wenn Sie and ie Priester denken und wie können Katholiken Priester in dieser schwierigen Zeit unterstützen, in der Priester in den Medien schlecht dargestellt werden?

Cotelo: Das erste worüber wir Christen uns klar sein müssen ist, dass die Priester Christusträger sind und zwar nicht auf Grund ihrer eigenen Verdienste, sondern auf Grund einer Gabe, die Gott direkt in ihre Seele legt. Diese Gabe ist nicht nur für sie selbst, sondern auch für die anderen bestimmt. Jeder Priester ist Jesus Christus, der sich der Welt hingibt. Das zweite was wir bedenken müssen ist, dass Gott nicht die Perfekten aussucht sondern er wählt, wen auch immer er will und er hat dabei eine besondere Vorliebe für die Sünder, die Allerschwächsten. Deshalb darf es uns nicht wundern, wenn wir immer wieder erkennen, dass ein Priester ein ganz normaler Mann ist, d.h. ein Sünder, der durch Gottes Gnade erlöst und erhoben wurde. Manchmal erstaunt es uns, dass Gott sich mit den Sündern vermählt, statt nur mit den Perfekten ein Bündnis einzugehen.

Aber das ist die Kirche: Gottes Bund mit uns allen, gerade weil wir Sünder sind. Nicht die Gesunden brauchen den Arzt. Nur die, die keine Sünder sind, brauchen keinen Erlöser für ihre Seelen. Deshalb brauchen wir alle Christus. Wer hofft, in den Priestern Supermenschen zu finden, wird eine große Enttäuschung erleben. Jeder Priester spiegelt die Liebe Gottes zu uns wider: ganz und gar, bedingungslos, treu, menschlich und göttlich zugleich. Jesus Christus wäscht unsere verschmutzten Füße durch die Priester und es macht nichts, dass ihre Füße ebenso schmutzig sind, denn die Wirksamkeit ihres Priestertums hängt nicht von ihren menschlichen Fähigkeiten ab, sondern von Jesus der in ihnen wohnt und sich durch sie hingibt. Der heilige Paulus sagt ganz klar: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ Die Gnade Gottes zwingt und versklavt uns niemals. Deshalb haben die Priester dieselbe Freiheit wie jeder andere Mensch, diese Gabe anzunehmen und fruchtbar werden zu lassen oder sie in ihrem Inneren verfaulen zu lassen und so zu zerstören. Was können wir für unsere Priester tun? Zuallererst sollen wir sie lieben so wie jeden anderen Menschen: wahrhaftig, bedingungslos, menschlich und göttlich zugleich. Wir sollen auch für sie beten, um ihre Seelen zu unterstützen und zu schützen. Der Feind Gottes hasst und attackiert besonders die Seelen der Priester, denn er weiß, wie wichtig jeder einzelne von ihnen für die Rettung so vieler Seelen ist. Das Gebet für die Priester ist nicht bloß eine Zierde, sondern wirklich wirksam. Und drittens können wir alle das ausüben, was die Kirche das „gemeinsame Priestertum der Gläubigen“ nennt. Das bedeutet, dass jeder einzelne von uns die Gabe Gottes annimmt und sie mit den anderen teilt. Wir alle können Botschafter der Gnade sein. Wir alle können treue Träger Jesu sein oder aber ihn verbergen und seine Gaben vergraben.

kath.net: Was für eine Film von Ihnen bedeutet Ihnen persönlich am meisten?

Cotelo: Der Film der mir am meisten bedeutet ist immer der, an dem ich gerade arbeite. Wenn ich einen Film fertiggestellt habe, widme ich ihm nicht länger meine Zeit, weil ich mich voll und ganz auf den nächsten konzentrieren muss, sodass dann das nächste Projekt das Wichtigste wird. Diesmal wird es ein Film über die Familie sein. Wir wollen erzählen wie Gott einer Familie in der Krise hilft, um zu zeigen, dass er nicht als Zuschauer neben unserem Leben steht sondern immer bereit ist uns in schwierigen Situationen zu helfen und zu dienen.

kath.net: Welche Art von Filmen lieben Sie ganz persönlich? Welche würden Sie unseren Lesern empfehlen?

Cotelo: Es gibt unzählige wunderschönen Filme, die man gesehen haben sollte. Ich empfehle Filme zu suchen, die über momentane Trends hinausgehen, denn der Mainstream bietet meist weniger Wertvolles. Wenn man die Filme, die in Mode sind, genauer unter die Lupe nimmt, bemerkt man, dass sie wie geklont, beinahe identisch sind, mit immer den gleichen Zutaten, die mehr nach „Fast Food” aussehen als nach guter Küche. Der Zeitgeist bringt wenig wirklich interessante Produktionen hervor. Die Gags wiederholen sich, auch der Musikstil und die Heldenfiguren, die für gewöhnlich gewalttätig und rachsüchtig sind, ähneln sich. Allerdings gibt es außerhalb des Mainstreams Filme, die wirklich bewegend, wertvoll, unterhaltsam und interessant sind. Die Suche nach ihnen verlangt vom Zuschauer, dass er die Initiative ergreift und nicht so bequem ist, einfach das Erstbeste anzusehen, was ihm geboten wird. Dank der Video-Streaming-Dienste und des Internets ist es heutzutage nicht schwierig alternative Filme zu finden, die wirklich gut sind. Mein Rat an die Zuschauer ist also folgender: sie sollten sich selbst eine Meinung darüber bilden, was sich lohnt anzusehen und was nicht.

Möchten Sie den Film in Ihrem Kino sehen? Helfen Sie mit, den Film bei uns in den kinos zu bringen! https://www.derletztegipfel.com/


VIMEO kath.net - Trailer "Der letzte Gipfel"


TRAILER - Der letzte Gipfel from kath.net on Vimeo.



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