Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  9. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  12. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  13. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  14. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  15. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»

‚Arche’-Gründer Vanier für assistierten Suizid, unklar zu Abtreibung

4. März 2020 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jean Vanier: Ja zu Legalisierung des assistierten Selbstmords, aber mit ‚Schutzmechanismen’. Die Abtreibungsfrage sei ‚viel komplexer’ als ‚Pro-Life’ oder ‚Pro-Choice’.


Paris (kath.net/lifesitenews/jg)
Jean Vanier, der 2019 verstorbene Gründer der Gemeinschaft „Die Arche“, die geistig behinderte Menschen betreut, war für die Legalisierung von assistiertem Selbstmord und wich einer klaren Stellungnahme zur Abtreibung aus.

Assistierter Suizid

Im Jahr 2016 gab Vanier dem kanadischen Sender CBC ein Interview, in dem er hauptsächlich über die Begleitung Sterbender sprach. Auf eine erste Frage der Reporterin zum assistierten Selbstmord gab er eine ausweichende Antwort. Etwas später kam die Reporterin wieder auf das Thema zurück. Vanier antwortete: „Sollten wir nicht Gesetze habe, die das erlauben? Ich sage ja, aber wir sollten Schutzmechanismen vorsehen.“ Wie diese Schutzmechanismen aussehen sollten, sagte Vanier nicht.


Vanier war nach seinem Tod mehreren Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Frauen ausgesetzt gewesen, die "Arche" hat sich inzwischen von ihrem Gründer distanziert.


LifeSiteNews fragte nach Veröffentlichung des Interviews bei Jean Vanier an, ob er bei seiner Aussage zum assistierten Suizid bleibe. „Ich stehe zu allem, was ich gesagt habe“, schrieb Vanier zurück.

Abtreibung

Im Jahr 2008 fragte die kanadische Zeitung Globe and Mail bei Vanier an, warum er den Orden „Order of Canada“, Kanadas höchsten zivilen Orden nicht zurückgegeben habe. Andere katholische Kanadier hatten dies getan, nachdem ein Abtreibungsarzt damit ausgezeichnet worden war.

Vanier antwortete in einem ausführlichen Brief. Zunächst äußerte er Verständnis für Frauen, die „noch nicht bereit sind, eine Mutter zu werden“. Ihr Leiden, ihre Qual würden sie dazu drängen, eine Abtreibung durchführen zu lassen.

Deshalb wolle er das Problem nicht auf eine klare Entscheidung für oder gegen Abtreibung reduzieren. Wörtlich schrieb er: „Wir haben nicht etwas vor uns, das entweder ‚Abtreibung’ oder ‚Nicht-Abtreibung’, ‚Pro-Life’ oder ‚Pro-Choice’ ist. Wir haben es mit etwas so viel Komplexerem zu tun.“

Vanier kam letztlich zu keiner klaren Antwort. „Wer kann entscheiden, dass ein Fötus ein Baby oder wann ein Fötus ein Beby wird? Die meisten Menschen glauben dass Infantizid ein Verbrechen ist. Aber wer entscheidet darüber, wann Abtreibung legal ist oder nicht und bis zu welchem Monat? Die Frage ist nicht leicht und insbesondere nicht leicht für diejenigen, die keine festen Prinzipien in diesen Angelegenheiten haben“, schrieb er wörtlich.

Die Führung der „Arche“ hat sich von Jean Vanier distanziert, nachdem eine von ihr in Auftrag gegebene Untersuchung festgestellt hat, dass der Gründer über Jahrzehnte erwachsene Frauen sexuell missbraucht hat.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  2. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  3. Die US-Bischofskonferenz lädt zur 14. Pro-Life-Novene ein
  4. Vorweihnachtliches Lichtermeer
  5. "Die Christen und Lebensschützer trauern um Martin Lohmann"
  6. „Die Tragödie von 73 Millionen Abtreibungen jährlich weltweit ist zur Normalität geworden“
  7. "Jugend für das Leben" stellt klar: Es gab keinerlei Belästigung vor Abtreibungsklinken
  8. "Social Egg Freezing": Ethikerin kritisiert VfGH-Entscheidung
  9. 40 Jahre CDL: Festredner Prof. Christian Hillgruber warnt vor reduziertem Lebensschutz
  10. Bombendrohung bei Hl. Messe in Wien - ÖVP und FPÖ üben Kritik - Schweigen bei 'Katholischer Aktion'







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  13. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  14. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz