Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Tantum ergo Sacramentum
  3. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  10. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Es dürstet nach Dir meine Seele

26. Februar 2020 in Jugend, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In einigen Städten in Norditalien werden leider viele Christen die Fastenzeit beginnen ohne die Heilige Messe - Wegen des Koronaviruses wurden alle großen Messen abgesagt - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Dubravka Križić


Linz (kath.net)
Wie sich am Morgen die Erde erhebt, wie die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken dringen und der Tau auf dem Gras die Natur erstrahlen lässt, so erwacht auch unsere Seele aus ihrem Schlaf und singt ein Lied:

„Gott, mein Gott bist du, dich suche ich, es dürstet nach dir meine Seele. Nach Dir schmachtet mein Fleisch wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.“ (Ps 63,2)

Es ist ein Lied, das aus den Tiefen unseres Seins entspringt, gegeben von Gott, der es in uns gelegt hat bevor wir im Leib unserer Mutter geformt wurden. Dieser Durst nach Gott ist ein Urverlangen wie eben das dürre Land nach Wasser lechzt. Die hl. Theresa von Avila schreibt: „Der Durst äußert den Wunsch nach etwas, einen so dringenden Wunsch, dass wir sterben, wenn er nicht erfüllt wird“ (vgl. Weg der Vollkommenheit, Kap. XIX). Es ist wahrlich ein Verlangen, dass uns Leben gibt, denn ohne Gott kann unsere Seele nicht aufatmen. Das Bild des dürren, lechzenden Landes ist auch was wir Christen in der Fastenzeit kontemplieren. Es ist ein Symbol der Seele, die sich dürstend und hungernd nach seinem König sehnt - nach Seiner Auferstehung und ihrer Erlösung. Oft durchleben wir die Fastenzeit wie eine dunkle traurige und leblose Zeit bevor wir endlich Ostern feiern können. Jedoch steckt gerade in dieser Zeit, wo Seine vollkommene Gegenwart für einen Augenblick verschleiert wird, so viel Leben und Kraft. Denn in diesem Entzug spürt die Seele erst wie sehr sie Gott braucht. Erst wenn das Land kein Wasser mehr bekommt, lechzt und dürstet es. Von Natur aus hungert die Seele nach ihrem Herrn, ihrem Gott.


In einigen Städten in Norditalien werden leider viele Christen die Fastenzeit beginnen ohne die Heilige Messe feiern zu können. Wegen des Koronaviruses wurden alle großen Messen abgesagt und darunter auch die Aschermittwochsmesse.
Einem Christen die Heilige Messe zu verwehren ist als würde man ein Neugeborenes von der Brust seiner Mutter reißen. Christus ist unsere einzige wahre Nahrung. Die Heilige Messe ist das gelobte Land, in dem unsere Seele nicht mehr lechzt und dürstet denn sie nimmt Christus, die Quelle des lebendigen Wassers, in sich auf. Entzogen zu sein von dieser Quelle verursacht einen Schmerz in unserer Seele.

In schwierigen Momenten wie diese lässt uns Gott also mit Leib und Seele erfahren was es bedeutet von Ihm entzogen zu sein. Und doch zugleich ist diese Zeit eine Zeit der Prüfung. Glauben wir wirklich an die Gegenwart Christi in der Eucharistie? Glauben wir wirklich, dass Er das Brot des Lebens ist und dass wir in Seinem Blut und in seinem Leib ewiges Leben haben? Müssten wir dann nicht noch mehr Heilige Messe feiern anstatt weniger... Jesus selbst fragt uns, ob Er, wenn Er kommt, Glauben finden wird auf der Erde (vgl. Lk 18,8).

Der Mensch hungert und dürstet nach Vielem und meint Erfüllung in weltlichen Dingen zu finden. Wenn wir uns jedoch auf ein weltliches Denken stützen, dann wird unser Hunger nie gestillt und unser Durst nie gelöscht werden. Es ist dieses Urverlangen nach Gott, von dem unsere Seele am Morgen singt, welches uns in die richtige Richtung lenkt. Es führt uns zu Ihm. So singt unsere Seele weiter:

„Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum, zu sehen Deine Macht und Herrlichkeit.“ (Ps 63,3)

Unsere Seele hält Ausschau nach Ihm. Die Fastenzeit ist eine Zeit des Ausschauhaltens und der Besinnung wo das Dürsten und Hungern unserer Seele uns Antwort gibt auf die Frage in Wem allein wir wirklich ewig leben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  4. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  5. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  6. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  7. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  8. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  9. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  10. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  13. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  14. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz