Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Selbst viele Christen rechnen nicht wirklich mit Gott

26. Februar 2020 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die Gegenwart des Herrn zum Leuchten bringen!“ – Bischof Hanke beim Walburgafest in Eichstätt


Eichstätt. (kath.net/pde) - Mehrere Hundert Gläubige sind zum Walburgafest an das Grab der Diözesanpatronin nach Eichstätt gepilgert. In der Abtei- und Wallfahrtskirche St. Walburg feierte der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke einen Gottesdienst zusammen mit dem Abt von Kloster Weltenburg, P. Thomas Freihart, den Pilgern und den Schwestern des Benediktinerinnenklosters. In seiner Predigt ermunterte Hanke die Gläubigen, die Spuren Gottes im eigenen Leben zu entdecken. Das sei eine Herausforderung, da selbst viele Christen nicht wirklich damit rechnen, dass Gott etwas mit dem eigenen Leben zu tun habe. Bischof Hanke lud die Gläubigen daher zu einer „Selbstevangelisierung“ ein. Erst wenn man selbst das Feuer Gottes in sich spüre, könne man das Licht des Glaubens weitergeben. Das sei eine Aufgabe für jeden Christen, nicht nur für Priester, Ordensleute oder Hauptamtliche. „Die frohe Botschaft braucht Gesicht und Hände, hinter denen ein brennendes Herz steht“, sagte der Bischof. Als Vorbild könne dafür die heilige Walburga dienen. Die Abgeschiedenheit ihrer Klausur bedeutete für sie keine Enge, sondern war eine Werkstatt für den Glauben.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 St. Hildegard 28. Februar 2020 
 

@Stefan Fleischer

Ich habe mich gerade etwas "schlau" gemacht bgzl. des moralistisch-therapeutischen Deismus". Meine Meinung: Das ist vielleicht noch nicht mal das Schlimmste, denn dieser Glaube erkennt wenigstens noch Gott als "Therapeuten" - als Heilenden, als "Problemlöser" - an. Wenn ich in solchen Momenten bete, dann bringt mich das - wahrscheinlich - immerhin noch zu Fragen wie: Unter welchen Umständen hilft mir Gott? Was muss ich selbst tun? Bin ich vielleicht von seiner göttlichen Ordnung abgewichen? Was ist überhaupt sein Wille?
Viel schlimmer finde ich einen rein "moralistischen Deismus", den man (so meine Vermutung) hierzulande häufig antrifft: Gott hat ganz konkret mit meinem Leben, meinem Alltag nichts zu tun, aber seine "Liebe" kommt zum Ausdruck, wenn wir "barmherzig" und moralisch richtig (was immer das auch sei) handeln.
Gerade am Aschermittwoch erlebt: Zum Thema "Umkehr" erwähnte der Pfarrer als erstes die "Ressourcenverschwendung", als nächstes kamen gleich "Hass und Hetze".


1
 
 Stefan Fleischer 27. Februar 2020 

@ St. Hildegard

Ja, "Deismus" ist richtige Bezeichnung für den "Glauben" so vieler Menschen, ja sogar so vieler Christen bis hinauf in hohe Chargen der Kirche. Es handelt sich dabei um eine perfekte Tarnung jenes moralistisch-therapeutischen Deismus, welcher immer mehr von den Staaten zu uns hinüber schwappt. Und es ist ein schwerer Fehler unserer Verkündigung, dass wir uns dieser Irrlehre nicht energisch entgegen stellen, dass wir zu feige sind, den ganzen Ernst unseres Glaubens, die ganze Grösse unseres Gottes und das Kreuz unsers Herrn als unsere Erlösung aus Sünde und Schuld zu verkünden, «ob man es hören will oder nicht» wie Paulus sagt.
«Kehrt um zu ihm, Israels Söhne, / zu ihm, von dem ihr euch so weit entfernt habt.» (Jes 31,6) Die Fastenzeit sollte eigentlich die Zeit sein uns zu fragen, on dieses Wort nur allen anderen gilt, oder auch uns, auch mir.


1
 
  26. Februar 2020 
 

Fastenzeit = Zeit zur Selbstevangelisierung!


3
 
 Authentisch 26. Februar 2020 

Danke, lieber Bischof Hanke! Danke liebes "kath.net"-Team. Ich freue mich sehr über diesen Beitrag und die Worte Bischof Hankes. "Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden? (Lk 18,8)". Trifft dies nicht hier "die Einladung Bf Hankes"?
Beten wir um ein "hörendes Herz", dass wir "Gottes Geist Wehen" h8ren, wahrnehmen - IHM glauben, dass er wahrhaftig anwesend ist in MEINEM Hier und Jetzt!
Gesegnete Fastenzeit! Bitten wir Gott um UNSERE Umkehr!


5
 
 St. Hildegard 26. Februar 2020 
 

@Herbstlicht

Ich denke, das sagt vor allem etwas über das Gottesbild vieler Christen aus: Gott hat irgendwann mal die Welt erschaffen, er ist - vielleicht - fürs Ewige Leben "zuständig" (und übrigens: ganz sicher sind sich da noch nicht einmal manche Priester), aber in diesem Leben gelten die Naturgesetze, der technische Fortschritt, der eigene Verstand, die "biologischen Algorithmen".
An Übernatürliches glauben wohl ohnehin die wenigsten - höchstens an "Phänomene", für die die Wissenschaft noch keine Erklärung hat, aber mit Gott hat das doch alles nichts zu tun ...

Ich fürchte, nicht wenige Christen vertreten so eine Art "Deismus der Aufklärung".


5
 
 Herbstlicht 26. Februar 2020 
 

Die Stille ...

Wenn es ständig laut um uns herum ist, wenn wir uns in Aktivitäten verlieren, tritt Gott in den Hintergrund und wird nicht mehr so intensiv wahrgenommen.

"Die Spuren Gottes im eigenen Leben zu entdecken" setzt voraus, dass wir still werden, in uns hineinhorchen, unser Leben überdenken.

Ich finde es sehr traurig, dass "selbst viele Christen nicht wirklich damit rechnen, dass Gott etwas mit dem eigenen Leben zu tun habe", wie Bischof Hanke anmerkt.
Was sagt das über uns aus?


7
 
 Herbstlicht 26. Februar 2020 
 

Die Stille wird zu wenig geschätzt.

Ich glaube, im Leben vieler, auch gläubiger Christen, ist es zu laut.
Die Stille, das Nachdenken über den Sinn unseres Lebens kommt zu kurz.
Gibt es dann einmal tatsächlich Stille, wird gleich das TV-Gerät eingeschaltet oder im Internet gesurft.

Stille wird oft nicht mehr als wohltuend und bereichernd empfunden, sondern als langweilig und deshalb durch Aktivitäten zu füllende Leere.


9
 
 girsberg74 26. Februar 2020 
 

Vermutlich eines der wichtigsten Anliegen,

angesichts der vielen Umtriebe, die unter "katholisch" daherkommen.


9
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christentum

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Christliche Literatur als Schlüssel zu einer verborgenen Welt
  3. Burkina Faso: Christen und Muslime stehen nach Massaker zusammen
  4. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  5. Viel Schatten und einige Lichtblicke: „Kirche in Not“ Bilanz für 2020
  6. „Geburt des Sohnes Gottes begründet Einzigartigkeit des Christentums“
  7. „Die Christen im Libanon sollen auf die Hilfe von ,Kirche in Not’ zählen können“
  8. Libanon: Junge Christen leisten Nothilfe für Überlebende der Explosion von Beirut
  9. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  10. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz