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In die Wüste eintreten

26. Februar 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus: Gebet, Fasten, Werke der Barmherzigkeit: das ist der Weg in der Wüste der Fastenzeit. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Erfüllt vom Heiligen Geist, kehrte Jesus vom Jordan zurück. Er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt, 2 vierzig Tage lang, und er wurde vom Teufel versucht. In jenen Tagen aß er nichts“ (Lk 4,1-2).

In der heutigen Katechese zur achten Generalaudienz des Jahres 2020 führte Papst Franziskus in die Fastenzeit ein: „In die Wüste eintreten“. Der Papst unterstrich, dass wir dabei dem Weg Jesu folgten, der sich vor dem Beginn seines öffentlichen Wirkens vierzig Tage in die Wüste zurückgezogen habe, um zu beten und zu fasten.

Die Wüste habe eine besondere spirituelle Bedeutung: in ihr verstumme der Lärm, so dass sie zum Ort des Wortes Gottes werde, das wie ein sanftes leises Säuseln sei (vgl. 1 Kön 19,12).


Gerade in der Fastenzeit „wollen wir dem Wort Gottes in der inneren Vertrautheit mit dem Herrn Raum geben. Verzichten wir dazu auf unnützes Gerede, Fernsehen, Handy und stellen wir eine Verbindung mit dem Evangelium her. Pflegen wir eine Ökologie des Herzens, die uns vor der geistigen Verschmutzung durch verbale Gewalt, leere Worte und unterschwellige Botschaften bewahrt und uns hilft, auf die Stimme des Herrn zu hören, ohne die wir nicht leben können“.

So könnten wir auf das Wesentliche schauen, auf diejenigen, die uns anvertraut seien, aber auch auf die, die einsam seien und unserer Unterstützung bedürften. In der Wüste eröffne uns Gott den Weg, der uns vom Tod zum Leben führe: „wenn wir wie Jesus in sie eintreten, werden wir die Macht der Liebe Gottes erfahren, die das Leben erneuert und die Wüste in einen blühenden Garten verwandelt“.

„Gebet, Fasten, Werke der Barmherzigkeit: das ist der Weg in der Wüste der Fastenzeit“, so Franziskus abschließend:

„Liebe Brüder und Schwestern, mit der Stimme des Propheten Jesaja hat Gott diese Verheißung gegeben: ‚Siehe, nun mache ich etwas Neues. Schon sprießt es, merkt ihr es nicht. Ja, ich lege einen Weg an durch die Wüste und Flüsse durchs Ödland’ (Jes 43,19). In der Wüste wird der Weg eröffnet, der uns vom Tod zum Leben führt. Wir gehen mit Jesus in die Wüste, wir werden aus ihr herauskommen und Ostern verkosten, die Kraft der Liebe Gottes, die das Leben erneuert. Es wird uns geschehen wie jene Wüsten, die im Frühling blühen und Knospen und Pflanzen plötzlich aus dem Nichts spießen lassen. Nur Mut, folgen wir Jesus in die Wüste: Mit ihm werden unsere Wüsten blühen!“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache. Beten, fasten und üben wir die Werke der Barmherzigkeit in dieser Zeit der Gnade, damit der Herr unsere Herzen vorbereitet finde, um sie mit dem Sieg seiner Liebe zu erfüllen.


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