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McCarrick-Skandal: Konflikt zwischen US-Bischof und Pfarrer

28. Februar 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Der Pfarrer hatte auf seinem Blog Papst Franziskus und die Bischöfe scharf kritisiert und den Papst zum Rücktritt aufgefordert. Bischof Knestout verbot ihm daraufhin jede öffentliche Äußerung auf seinem Blog oder Sozialen Medien.


Richmond (kath.net/lifesitenews/jg)
Barry Knestout, der Bischof von Richmond (US-Bundesstaat Virginia), hat Mark White, einen Priester seiner Diözese, angewiesen, seinen Blog zu löschen und sich nicht mehr öffentlich über soziale Medien zu äußern.

White, Pfarrer von St. Francis of Assisi in Martinsville, hat in seinem Blog Papst Franziskus wegen der Missbrauchsaffäre rund um den ehemaligen Kardinal Theodore McCarrick zum Rücktritt aufgefordert. Zuvor solle er Pfarrer aus der ganzen Welt nach einem Zufallsprinzip auswählen, die seinen Nachfolger wählten sollten. In einem anderen Blogeintrag mit dem Titel „Feiglinge Ad Limina“ bezeichnete er McCarrick – ohne ihn namentlich zu nennen – als „bösen kleinen irisch-amerikanischen Kobold“ und die US-Bischöfe, die zum Ad limina Besuch nach Rom gekommen waren als „verweiblichte Feiglinge mit Mitren“.

In einem Interview mit der Lokalzeitung The Martinsville Bulletin sagte Martin, dass ihn die Nachrichten über die von McCarrick begangenen Missbrauchsfälle schockiert hätten, weil er von McCarrick geweiht worden sei. Die Nachrichten hätten zu einer Glaubenskrise geführt. Für ihn und andere Seminaristen und Priester, die im Einflussbereich von McCarrick gestanden seien, sei eine Welt zusammen gebrochen. „Es war eine dunkle Nacht des Glaubens für uns“, sagte er. Niemand habe versucht, sie über die Wahrheit über den McCarrick-Skandal aufzuklären. Sie seien von der Kirche als Institution belogen und betrogen worden, sagte White.

In seinem Blog hatte er auch Vorwürfe gegen Bischof Knestout erhoben. Er verstehe nicht, warum er Papst Franziskus um Entschuldigung bitten solle. Er habe ihn darauf hingewiesen, dass die Kirche in einer Sackgasse gelandet sei. Wenn die volle Wahrheit über McCarrick nicht bekannt werde, könne niemand der unter dem Einfluss des Ex-Kardinals gewesen sei, Heilung erfahren, schrieb White.

In einem anderen Eintrag auf seinem Blog wehrte sich White gegen den Vorwurf, er habe sich mit Dingen befasst, die den Bischof direkt betreffen würden. Es tue ihm leid, wenn der Bischof deshalb Repressalien vom Heiligen Stuhl erfahren habe, doch könne er schwerlich ihn, White, dafür verantwortlich machen. Der Bösewicht sei jemand anderer, betonte der Priester.

Die Diözese Richmond ermutigte in einer Stellungnahme alle Priester, offen über die Wirkungen und Folgen der Missbrauchskrise zu sprechen. Dies solle in einem Ton der Nächstenliebe und im Geist des Evangeliums geschehen und die Würde aller Personen respektieren. Priester, die selbst unter dem Schmerz der Krise leiden würden, würden bei Bischof Knestout stets eine offene Tür finden.

Whites Eintrag, in welchem er Papst Franziskus zum Rücktritt auffordert, datiert vom 1. September 2018. Im November 2019 forderte Bischof Knestout White auf, seinen Blog zu löschen und sich aus den Sozialen Medien zurück zu ziehen. Andernfalls würde er ihn als Pfarrer absetzen. White gehorchte. Im Februar 2020 gab es ein Gespräch zwischen Bischof Knestout und White. Dabei wurde vereinbart, dass der Pfarrer seine Predigten wieder auf seinem Blog veröffentlichten darf, sich sonst aber weder auf seinem Blog oder über Soziale Medien äußern darf. Am nächsten Tag kamen zwei Vertreter der Diözesanleitung zu White und lasen ihm eine Stellungnahme vor, welche das Ergebnis des Gespräches vom Vortag dokumentierte und forderten ihn auf, es zu unterschreiben. White weigerte sich, weil er nach seinen Angaben keine Gelegenheit gehabt habe, das Schriftstück selbst zu lesen.

Auf der Internetseite der Pfarre St. Francis of Assisi, der White vorsteht, sind allerdings zwei Predigten vom Februar 2020 veröffentlicht. In einer davon nimmt er kurz zu den Ereignissen Stellung.



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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 28. Februar 2020 
 

Ein tapferer Mann

S.E.H. Reverend Mark White ist sehr tapfer.
Der Bischof von Richmond und seine Bistumsverwaltung murksen herum.
SEH Mark White wünsche ich viel Stärke.
Und er soll stur bleiben und nicht nachgeben.
Denn Bischof Barry Knestout ist schlecht informiert:
Die Vorwürfe an das Oberkommando sind nämlich substanziell gerechtfertigt und es " steckt noch viel mehr in der Handtasche".
Für nicht Wenige wird es dann wohl die Stunde Null werden.


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 niko-laios 28. Februar 2020 
 

Der Geist

Das Denken und Handeln des Bischofs ist das Selbe mit der die Täter in der Kirche geschützt wurden und werden: Denk- und Redeverbot. Auch für Priester gibt die Meinungsfreiheit. Der Bischof gehört weg.


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