Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  11. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  12. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  13. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  14. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

Die Karte, die wir unbedingt ausspielen sollten

21. Februar 2020 in Kommentar, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gott gibt uns manchmal weder Antworten noch Heilung. Aber mitten in unseren Lebensprozessen schenkt er uns Heimat. BeneDicta von Petra Knapp-Biermeier.


Linz (kath.net) „So wie Pommes ohne Ketchup, wie ein Schlauchboot ohne Luft, so wie Sommer ohne Sonne, so wie Joghurt ohne Frucht... So bin ich Jesus ohne dich, so bin ich Jesus ohne dich!“ Vier Buben sind heuer in meiner Erstkommunionsgruppe, und dieses Lied lieben sie. Da wird getrommelt, getanzt, geklatscht, gebrüllt. Da singen wir miteinander eine Wahrheit über unser Leben, die ganz simpel ist: Ohne Gott sind wir nicht vollständig.

Wenn ich vor die Tür gehe, erlebe ich ganz andere Geschichten. Da dulden wir Gott an bestimmten Kreuzungen unseres Lebens, bei Erstkommunionsfeiern, Hochzeiten und Begräbnissen, beim Abendgebet, Tischgebet, vielleicht noch bei der Christmette, am Ostersonntag oder sogar bei der gelegentlichen Sonntagsmesse. Zutritt kurz mal erlaubt. Ja, Gott liefert sich vollkommen unserer Willkür aus, und so benutzen wir ihn gerne für Momente, wo er ganz gut hineinpasst.


Die ganze Story ist das aber längst nicht. Denn Gott ließ sich zwar von Menschen berühren, indem er sich als kleines Baby dieser Welt anvertraute. Aber er ist von seinem Wesen her unantastbar in seiner Souveränität, einer, vor dem Berge schmelzen, der Ursprung allen Seins. Gott ist niemandem Rechenschaft schuldig und trotzdem interessiert er sich für jeden Bereich unseres Lebens, gerade für alles nicht gelungene.

„Ich habe begriffen, dass ich vielleicht keine Antwort darauf bekommen werde, warum bestimmte Dinge in meinem Leben so gelaufen sind“, sagte mir T. gestern. Sie ist bei unserer Gruppe „Lifestyle Jüngerschaft“, und an einem der ersten Abende geht es um das Thema „Identität und Selbstannahme“. Jeder einzelne von uns erzählt von Krisen, Brüchen und Traumata in seinem Leben. Das ernüchtert. Macht auch mal sprachlos.

Und doch. Verkünden wir nicht einen Gott, der auf krummen Zeilen gerade schreibt? Der das zerknickte Rohr nicht einfach abbricht, sondern aufrichtet? Ist das nicht unser Gott, von dem die Bibel erzählt? Einer, der uns rausholt aus allen Determinierungen, die uns unausweichlich scheinen durch eine traumatische Kindheit oder massive Brüche in unserem Leben? Ist Gott nicht einer, der sich nicht eingrenzen lässt? Nicht einmal durch unsere Gebrochenheit?

Er ist definitiv unser Joker. Er ist die Karte, die wir unbedingt ausspielen sollten. Wenn Gott nämlich mit uns ist, dann ändert sich das Spiel. Dann kriegen wir vielleicht keine Erklärung, und heil wird auch nicht alles in unserem Leben. Aber kennst du das Gefühl vom Heimkommen? Du öffnest die Tür, machst Licht, bist endlich daheim, vielleicht verschwitzt vom Laufen, gestresst, angespannt, aber dann lässt du los, regenerierst dich langsam an einem vertrauten und sicheren Ort.

So will Gott für dich da sein: Er ist dein letzter Halt, dein Sicherheitsnetz, dein Versorger, der vertraute Platz, wo dein Herz zur Ruhe kommt und wo du ganz du selber sein darfst. „Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in dir“, betet der heilige Augustinus. Nimm dir heute eine ruhige Minute, wo du Gott dein verwundetes Herz hinhältst und sag nur: „Jesus, du bist meine Sicherheit, ich vertraue mich dir an!“

Gott zögert nicht. Er steht schon hinter dir. Er erspart dir nicht deine Lebensprozesse, aber er wird deine Vision sein, wo du letztlich hingehörst. Du wirst ab und zu schlittern und stolpern, aber du wirst wissen, dass dich im Letzten und in Ewigkeit einer hält. Ja, Gott macht aus deinem Minus ein wunderbares Plus. Alles, was dir fehlt, findest du in ihm.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Beschließen ohne zu entscheiden?
  2. Die große Täuschung
  3. Hoffnung schlägt Optimismus
  4. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  5. Freu dich, Gott liebt dich
  6. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  7. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  8. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  9. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“
  10. Lächle einen Menschen an, der dich nervt!







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz