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Vatikan veranlasst weitere Razzia wegen dubioser Finanzströme

18. Februar 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Dokumente und Computer des ehemaligen Verwaltungsleiters der Ersten Abteilung im Staatssekretariat beschlagnahmt


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan weitet seine Ermittlungen wegen dubioser Finanztransaktionen in den eigenen Reihen aus. Am Dienstag ließ die vatikanische Staatsanwaltschaft die Büro- und Privaträume von Alberto Perlasca durchsuchen. Dabei seien Dokumente und Computer des ehemaligen Verwaltungsleiters der Ersten Abteilung im Staatssekretariat beschlagnahmt worden, hieß es in einer Mitteilung.

Der 59-jährige Perlasca hatte jahrelang unter anderem die eigenen Kassen des Staatssekretariats verwaltet. Die erneute Razzia sei Teil früherer Untersuchungen von Finanzinvestitionen und im Immobiliensektor der Behörde, hieß es. Es gelte zunächst die Unschuldsvermutung.


So hatten vatikanische Gendarmen Anfang Oktober mehrere Büros der ersten Sektion des Staatssekretariats und Räume der Finanzaufsicht AIF durchsucht. Fünf Personen wurden vom Dienst suspendiert. Hintergrund sind Nachrichten über eine verunglückte Immobilieninvestition des Vatikan in London, die 2014 begann.

Unter Angelo Becciu, seinerzeit Chef des Innenressorts und inzwischen zum Kardinal befördert, vertraute das Staatssekretariat dem italienischen Finanzjongleur Raffaele Mincione eine hohe Geldsumme an; als sich zeigte, dass der Handel keinen Erfolg bringt, versuchte Beccius Nachfolger Egdar Pena Parra den Einsatz zu retten; schließlich schaltete die Vatikanbank IOR die Justiz ein.

Zum Skandal wurde der Vorgang nicht zuletzt deshalb, weil in erheblichem Umfang Spendengelder betroffen sein sollen. Schätzungen zufolge dürfte es insgesamt um einen dreistelligen Millionenbetrag gehen.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Adamo 19. Februar 2020 
 

Veruntreute Spendengelder im Vatikan

In meinem Briefkasten finde ich jeden Tag 4-5 Spendenbitten von diversen katholischen Organisationen für ihre Nothilfen vor.

Meine liebe Frau würde gerne jede Bitte erfüllen. Wenn ich nicht bremsen würde, wäre unser Rentner-Konto bald im Minus.

Am liebsten möchte ich all diesen Organisationen mitteilen, dass sie sich doch bitte mit ihren permanente Spendenbitten an den Vatikan wenden sollen.

So langsam langt es mir mit diesen nervenden Spendenbitten angesichts der veruntreuten Millionen im Vatikan!


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 Chris2 19. Februar 2020 
 

Tja, "money for nothing"

und ohne jedes Risiko gibt es eben fast nirgends - außer in Deutschland für v.a. geringqualifizierte junge muslimische Männer (alle anderen werden auch weiterhin erfolgreich vom buerocratius teutonicus ferngehalten). Wer, wie diese Prälaten, glaubt, dass Aktien oder Immobilien immer nur nach oben gehen, ist bestenfalls naiv. Das praktisch einzige (weitgehend) sichere und jederzeit verlustfrei verfügbare Investment waren spekulationsfreie verzinste Anlagen wie das Sparbuch. Das hat uns die EU genommen. Jetzt lässt sie unsere Guthaben durch die Inflation auffressen und produziert so Aktien- und Immobilienblasen. Und Merkel hat mal wieder nichts für 'ihren' Souverän getan, sie hat wie immer geschwiegen (nichts kann sie besser), zugestimmt oder es gar selbst durchgedrückt...


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