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Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden

12. Februar 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: die unendliche Liebe Gottes, die Kraft, die aus den Tränen kommt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich einen Geist des Mitleids und des flehentlichen Bittens ausgießen. Und sie werden auf mich blicken, auf ihn, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie bei der Klage um den Einzigen; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint“ (Zac 12,10).

In der heutigen Katechese zur sechste Generalaudienz des Jahres 2020 setzte Papst Franziskus seine am letzten Mittwoch begonnene Reihe zu den Seligpreisungen fort und stellte die heutige Betrachtung unter das Thema: „Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“ (Mt 5,4).


Die Trauer, so der Papst, habe in der Heiligen Schrift eine doppelte Bedeutung. Man trauere, weil einem das Leid und der Tod eines lieben Menschen nahegingen oder man beweine die eigenen Sünden, durch die man Gott und dem Nächsten wehgetan habe.

Beiden Aspekten sei gemeinsam, dass die Tränen ein Ausdruck der Liebe seien. Solche Trauer „hilft uns dabei, den unersetzlichen Wert und die heilige Würde eines jeden Menschen zu erkennen“ .

Auch die Trauer angesichts der eigenen Sünde, darüber, dass man Böses getan und Gutes unterlassen habe, dass man seine Beziehung zu Gott verraten und zu wenig geliebt habe, sei ein Geschenk Gottes, „und die Erkenntnis der eigenen Sünden ist ein Werk des Heiligen Geistes“: „Denken wir an den heiligen Petrus, wie er weinte, als er erkannte, dass er den Herrn verraten hatte. Aufgrund eben dieser Tränen durfte er in der Liebe reifen“.

Ephrem der Syrer „schrieb einmal, dass ein von Tränen gereinigtes Gesicht unsagbar schön sei. Ja, weise und seligzupreisen ist derjenige, der aus Liebe trauert, denn er wird den Beistand des Heiligen Geistes erfahren, jene Zärtlichkeit Gottes, die vergibt und alles zum Guten führt“.

Wenn wir uns immer vor Augen hielten, dass Gott „uns nicht nach unseren Sünden behandelt und uns nicht nach unseren Fehlern vergütet“, lebten wir in Barmherzigkeit und Mitleid, „und die Liebe scheint in uns auf. Möge der Herr uns die Liebe in Fülle schenken“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache, insbesondere die Seminaristen des Bischöflichen Priesterseminars Fulda. Lasst uns den Trauernden beistehen mit der tröstlichen Botschaft des Glaubens. Bitten wir auch um die schmerzhafte aber heilsame Erkenntnis unserer Sünden und um den Trost und die Freude der Vergebung!


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