Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Deutsche Bischöfe erhalten brüderliche Zurechtweisung aus der Ukraine

13. Februar 2020 in Weltkirche, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Kommission für Familie der ukrainisch-katholischen Kirche hat die deutschen Bischöfe in einem Brief aufgefordert, die Sexualmoral entsprechend der Heiligen Schrift und der Lehre der Kirche zu verkünden.


Lemberg (kath.net/lifesitenews/jg)
Bischöfe der römisch-katholischen Kirche der Ukraine haben ihre deutschen Mitbrüder im Bischofsamt aufgefordert, die katholische Sexualmoral, wie sie in der Bibel und der Lehre der Kirche festgelegt ist, zu verkünden. Die Sexualmoral ist einer der Themenbereiche, der beim „synodalen Weg“ der deutschen Bischöfe behandelt wird.

Wie das polnische Nachrichtenmagazin wPolityce.pl berichtet, hat die Kommission für Familie der ukrainischen Bischöfe am 6. Februar einen Brief an die Kommission für Ehe und Familie der deutschen Bischofskonferenz (DBK) geschrieben. wPolityce.pl hat Teile des Briefes übersetzt und veröffentlicht.

In den veröffentlichten Passagen werfen die ukrainischen Bischöfe den Deutschen unter anderem vor, sich der LGBT-Ideologie unterworfen zu haben. Sie beziehen sich auf Vorschläge, welche die deutsche Kommission für Ehe und Familie bei einem Vorbereitungstreffen für den „synodalen Weg“ im Dezember 2019 gemacht hat. Die Kommission hat unter anderem praktizierte Homosexualität im Gegensatz zum Katechismus der Katholischen Kirche als „normal“ bezeichnet und sexuelle Beziehungen nach einer zivilrechtlichen Scheidung und Wiederverheiratung als nicht schwer sündhaft eingestuft.


Diese Stellungnahme der Kommission wirke über Deutschland hinaus und trage zu Verwirrung und Zweifel bei. Gläubige in der Ukraine, die selbst mit homosexuellen Neigungen zu tun hätten, seien dadurch entmutigt worden, ein keusches Leben zu führen. Ehepaare, welche die Verhütungsmentalität ablehnen, seien verunsichert, nachdem sie die Ansichten der deutschen Kommission gelesen hätten.

Es sei für sie „schmerzhaft“, mit ansehen zu müssen wie die LGBT-Bewegung ihre Aktivitäten und Ansichten unter anderem mit der „neuen Sichtweise“ der deutschen Bischöfe rechtfertigen würde. Die LGBT-Bewegung verwende deren Stellungnahme, um gegen das Christentum und gegen alle zu kämpfen, die von der wahren Anthropologie auf Grundlage der heiligen Schrift und des Naturrechts ausgehen, schreiben die ukrainischen Bischöfe.

Sie hätten mit Vorwürfen protestantischer Gemeinschaften zu kämpfen, die ihnen Verstöße gegen die heilige Schrift vorwerfen. Die Orthodoxen würden sie wegen Untreue gegenüber der Tradition kritisieren, heißt es in dem Brief weiter.

In einem Interview mit dem ukrainischen Portal Rodyna sagte Weihbischof Radoslaw Zmitrowicz, einer der Vorsitzenden der ukrainischen Familienkommission, die Auseinandersetzung sei in erster Linie spiritueller Natur. Er befürchte, dass manche Katholiken in Deutschland und anderen Ländern zu stark von der Säkularisierung beeinflusst seien, die in ihren Ländern vorherrsche. Die christlichen Antworten erschienen ihnen unrealistisch und in unserer Welt nicht umsetzbar. Deshalb würden sie sich an die Gesellschaft anpassen wollen, in der sie lebten.

In der Ukraine gebe es ähnliche Entwicklungen und die Gläubigen des Landes seien denselben Versuchungen ausgesetzt. Als Bischöfe wollten sie treu zur göttlichen Offenbarung sein, die man nicht verändern, vereinfachen oder verharmlosen dürfe. Die katholische Kirche habe die menschliche Geschlechtlichkeit sehr gut verstanden, sagte Zmitrowicz und führte die Theologie des Leibes von Papst Johannes Paul II. an.

Er hoffe, dass die Bischofskonferenzen anderer Länder sich der brüderlichen Zurechtweisung anschließen würden. Viele Bischöfe anderer Länder hätten die Vorgänge in Deutschland kritisiert, allerdings nur in privaten Kreisen, hätten sich aber noch nicht öffentlich geäußert, bedauerte Zmitrowicz.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Deutsche Bischofskon

  1. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  2. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  3. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  4. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  5. „Garant der Einheit in der Liebe ist der Hirte der Universalkirche, derzeit der Hl. Vater Leo XIV.“
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  8. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  9. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  10. Auch Bischof em. Hanke/Eichstätt erhebt Einwände gegen DBK-Papier zur sexuellen Vielfalt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  3. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  4. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  5. 'Tatsächlich Gott'
  6. Wir können NICHT schweigen!
  7. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  8. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  9. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  10. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  11. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  12. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  13. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  14. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  15. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz