Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  11. Realitätsverlust im Bistum Chur
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  14. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  15. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen

Das Glitzer und Grinsen darf uns nicht täuschen

7. Februar 2020 in Kommentar, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn beim Superbowl Frauen zu Sexsymbolen degradiert und Millionen von Jungs- und Männerherzen dazu ermutigt werden, Frauen zu konsumieren - BeneDicta am Freitag von Inka Hammond


Rom (kath.net)
Der Superbowl. Ich bin eigentlich nicht so sportbegeistert und von Football verstehe ich noch am allerwenigsten, aber wenn man als Familie zu 50% amerikanisch ist, dann kommt man um den Superbowl nicht herum.

Und wenn man um den Superbowl nicht herum kommt, dann kommt man auch nicht um die Halftime Show herum. Und bevor ich jetzt weiter über diese mittlerweile schon berühmt berüchtigte Halftime Show des Jahres 2020 schreibe, sei vorab noch klar gestellt: das musikalische Können stelle ich überhaupt nicht in Frage. Und ich achte die kulturellen Wurzeln von JLo und Shakira, die Stars der Show. Ich mag Latin Pop und ja, ich habe die ganzen Anspielungen auf Trump und illegale Einwanderer und Kinder im Käfig kapiert. Aber darum geht es mir hier gerade gar nicht.

Was mich zutiefst beunruhigt und nachdenklich gestimmt hat, war die sexuelle Botschaft, die diese 2 Frauen wissentlich oder unwissentlich gesendet haben. Frauen in diesem Pop Business leben von ihrer Sinnlichkeit, ihrem schönen Körper, ihrer sexy Ausstrahlung. Und doch hat es mich wieder einmal getroffen, wie leichtfertig Frauen ihren Körper zur Schau stellen. Wie scheinbar ganz unschuldig und ohne Hintergedanken Millionen von Männern mit sexuellen Fantasien gefüttert werden, die dann aber komplett damit überfordert sind und oft nicht wissen wohin mit ihrem Sextrieb. Die dann bei Pornoseiten hängen bleiben, ins Bordell gehen oder sogar missbrauchen und vergewaltigen. Der Menschenhandel floriert übrigens während des Superbowls! In Zeiten von #metoo und neuem Empowerment für Frauen erschließt es sich mir nicht, wie man eine Show hypen kann, die stellenweise zu sehr an pornografisches Material erinnert.


Damit werden Frauen zu Sexsymbolen degradiert und Millionen von Jungs- und Männerherzen werden dazu ermutigt, Frauen zu konsumieren.
Denn wenn das Scheinwerferlicht aus ist, geht das PC Licht in unzähligen Häusern an. Und es wird eine Pornoseite nach der anderen aufgerufen und der Sog der Pornografie wird immer stärker.

Shows wie diese befeuern die Sucht nach Pornografie, davon bin ich überzeugt. Wir sind nicht dafür geschaffen, dass wir ungefiltert sexuelle Bilder gezeigt bekommen. Unser Gehirn kann diese Flut an Eindrücken nicht verarbeiten. Emotionen stumpfen ab, Beziehungsunfähigkeit grassiert.

Das Einstiegsalter für Pornografie sinkt beständig. Jungs haben durchschnittlich mit 11 Jahren das erste Mal Kontakt mit pornografischen Bildern. Sexuelle Darstellungen wie wir sie in der Halftime Show gesehen haben, sind eine typische Einstiegsdroge. Was denkt sich ein Junge, wenn er Frauen wie Shakira halb bekleidet lüstern sich auf dem Boden räkeln sieht? Was macht das mit seinem kleinen Herzen? Welches Frauenbild wird da vermittelt? Wer seine Kinder solche Bilder ansehen lässt und meint, das sei in Ordnung, hat keine Ahnung wie zerstörerisch Pornografie ist und wie gefährlich die scheinbar harmlosen Anfänge.

Egal wie gesellschaftlich akzeptiert dieser Wahnsinn sein mag (‚das machen doch alle Männer…‘), bleibe ich dabei: wir müssen dringend die Seuche Pornografie beim Namen nennen. Denn Pornografie versteckt sich schon längst in der Werbung, in den Kinotrailern und in Halftime Shows. Vielleicht nicht so offensichtlich, aber sie winkt und lächelt und lädt ein. Ganz so wie die Hexe im Märchen, die am Anfang ganz harmlos erscheint, dann aber doch die Kinder verzaubert und tötet. Das Glitzer und Grinsen während der Halftime Shows dieser Welt, darf uns nicht länger täuschen.

In unserer Zeit, wo Frauen sich zurecht nicht länger von Männern ausbeuten lassen wollen, wo sexueller Missbrauch nicht länger ein Tabuthema ist, wo die Grausamkeit des Menschenhandels Schlagzeilen bekommt und wo die Schatten der Pornografie erkannt werden, da sind solche Shows wie die Halftime Show des Superbowls 2020 unzeitgemäß und kontraproduktiv. Denn was wir dort präsentiert bekommen haben, ist der Motor für all das, was wir eigentlich bekämpfen wollen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Beschließen ohne zu entscheiden?
  2. Die große Täuschung
  3. Hoffnung schlägt Optimismus
  4. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  5. Freu dich, Gott liebt dich
  6. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  7. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  8. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  9. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“
  10. Lächle einen Menschen an, der dich nervt!






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Der entschärfte Gott
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz