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Synodaler Weg – Ecclesia semper deformanda?

5. Februar 2020 in Kommentar, 27 Lesermeinungen
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Die Gefahren des Synodalen Irrwegs für die Kirche in Deutschland. Gastkommentar von Martin Lohmann


Frankfurt a.M. (kath.net) Der 30. Januar war kein guter Tag. Da begann die erste Versammlung des sogenannten Synodalen Weges. Man behauptet, es gehe um eine Erneuerung der Kirche. Doch es wurde sehr bald offenbar: Es ging und geht nicht um Reform. Denn diese müsste sich an der göttlichen Ur-Form der Kirche, an Jesus Christus, orientieren. Re-Formatio hieße, das zu respektieren und zu wollen, was der menschgewordene Gott sollte und will. Es hieße, sich an Seiner Wahrheit zu orientieren. Es hieße, sich eben nicht an der Welt zur orientieren, für die, aber nicht von der die Kirche Jesu Christi ist.

Doch: Es geht um Transformation. Und es geht um eine andere Einrichtung als um die Kirche Jesu Christi. Ja, sprechen wir es ruhig aus: Es geht um Macht. Die will man kreieren und ergreifen – mit allen Tricks. Auch mit der Vortäuschung von Toleranz und Vielfalt, die aber in Wahrheit nicht gewollt und zugelassen ist. Und bei allem, das ist für jeden erkennbar, lugt die Fratze der reaktionärsten Ideologieverführung hervor, die es seit langem gibt und von deren Machtergreifung die katholische Kirche bisher weitgehend verschont wurde: die 68er Zerstörung, die sich als „Revolution“ tarnt und längst den Marsch durch die Institutionen erfolgreich absolviert hat – bis eben auf die katholische Kirche.

Diese Erfolglosigkeit soll nun beseitigt werden. Mit der Klaviatur des „Katholischen“. Und dabei schreckt man sogar nicht vor eigenen Verbotsmantras zurück. Während man – etwa als Präsident eines Zentralkomitees, das nach wie vor in altbackenen und unreformierten Strukturen verharrt und faktenwidrig meint, die (!) Katholiken in Deutschland zu vertreten – mit entliehener und aufblasbarer Cathedra unfehlbar zu verkünden können glaubt, Nationalismus, worunter man stillschweigend und fakenews-kompatibel auch jeden gesunden Patriotismus subsummiert, und Christentum könnten nicht zusammengehen, stellt man alle Weichen für eine nationale deutsche Kirche. Die freilich kann es nicht geben, jedenfalls theologisch nicht, weil jede wirklich katholische Teilkirche ein Teil der weltweiten katholischen Kirche ist, somit es eigentlich nur die katholische Kirche in Deutschland geben kann.

Doch faktisch gibt es sie längst: die deutsche (!) Kirche. Das macht nun auch der Synodale Weg, von dem manche in Unkenntnis gar als „gemeinsamem synodalen Weg“ reden, was übersetzt dann soviel heißt wie „gemeinsamer gemeinsamer Weg Weg“, deutlich. Neu ist, dass man sich gar nicht mehr richtig tarnt, vielmehr siegessichertrunken alle Masken fallen lässt. Beispiele:


Wer noch glaubte, dass es bei diesem sogenannten SynWeg um echtes Zuhören, Toleranz oder gar Vielfalt und sachgerechte Diskussionen gehen könnte, der musste schon am ersten Tag in Frankfurt seinen diesbezüglichen Glauben erschüttert sehen! Da trat eine sich selbst immer wieder definierende „Systematikerin“ auf, die kursorisch aus den Fragebögen zum SynWeg „berichtete“, diese angeblich auswertete – vor allem aber dann nur wertete. Vornehmlich aber abwertete. Alles, was nicht in das Meinungsbild der Dame zu passen schien, kanzelte sie ab – in ruhigem Ton.

Bei den Antworten, die ihr nicht gefielen, sprach sie mehrfach von „Polemik“ (die Botschaft lautete: Achtung, nicht ernstnehmen!), von „auf der Haltungsebene angesiedelt“ oder von „Stereotypen“. Das alles gibt es wohl nach Ansicht dieser „Systematikerin“ nur auf der einen Seite, also bei den Kritikern des SynWegs.

Kein Wunder also, dass die Dame an solchen Stellen immer wieder sagen musste, dass „die Systematikerin in mir“ spreche - was man schon mit wenig Psychologiekenntnissen als täuschende Legimitation zur Vertuschung der Instrumentalisierung Andersdenkender erkennen konnte. Wenn das (!) der „demokratische“ Stil bei SynWeg sein soll, dann tarnen sich hier vielleicht doch üble Fakenews als Reform der Kirche und verraten Absichten, eine deutsche Nationalkirche zu kreieren. Die mehrfache Betonung der „Systematikerin in mir“ – oder wollte sie sagen: Die Gesinnung in mir? – sollte wohl signalisieren, dass es hier um Neutralität und Objektivität gehe. Das Gegenteil aber war wahr! Ein grandioses Ablenkungsmanöver und eine mentale Blendgranate, um von Diskreditierung und Dialogverweigerung abzulenken! Das ist mieser Missbrauch von Toleranz!

Noch deutlicher, oder sagen wir korrekterweise offenbarer, wurde es, als fünf Bischöfe auf die Lehre der Kirche – also der Universalkirche, deren Teil man doch ist oder war (?) – hinwiesen und beantragten, dass Vorlagen, die der Lehre der Kirche widersprächen, nicht zugelassen werden sollten. Diese Hirten der Kirche wurden krachend abgestraft. Ihr Antrag fiel durch. Die Botschaft: Was Kirche ist, interessiert uns – im Unterschied zu den wenigen mutigen Bischöfen – nicht wirklich; uns geht es um Macht und Machtergreifung und Basisdemokratie; wir wollen etwas anderes als die Kirche Jesu Christi.

Und wenn dann ein Diözesanratsvorsitzender seinem Kardinal „bescheinigt“, auch er habe ja nur eine einzige Stimme, dann wird augenscheinlich, dass es nun wirklich nicht mehr um die wirklich katholische Kirche geht, sondern um ein pseudodemokratisches Parlament. Also um eine Art Selbstermächtigung. Denn selbstverständlich hat ein Kölner Kardinal viel mehr als nur eine Stimme. Er ist – auch wenn das der auf Zeit gewählte und ohne jedes Lehr- und Hirtenamt ausgestattete Vorsitzende des Diözesanrates nicht begreifen will oder kann – in der hierarchisch verfassten Kirche Gottes voll verantwortlicher Hirte und Lehrer, nicht aber Mitglied einer vom Souverän gewählten Volkskammer.

Der Souverän der Kirche ist eben kein Geringerer als Gott selbst. Ihm und allem, was Sein menschgewordener Sohn als der (!) Weg, die (!) Wahrheit und das (!) Leben geoffenbart hat, sind die Amtsträger in unverbrüchlicher Treue besonders verpflichtet. Wer das nicht (mehr) sehen und wahrhaben will, hat den katholischen Identitätsgrund der Kirche letztlich schon verlassen. Zur DNA der Kirche, um das Wort eines anderen Bischofs zu entlehnen, gehört nun einmal die Stiftung von oben her.

Die Wahrheit ist das Fundament, auch wenn sie in manchen Mainstream nicht passt und dort regelrecht stört. Die Wahrheit ist kein Ergebnis demokratischer oder pseudodemokratischer SynWege, wo ja schon allein das Ausgrenzen andersdenkender Katholiken viel über Falschheit und Toleranz verrät. Die Wahrheit, auf der die Kirche Jesu Christi gebaut ist und der sie sich gestern, heute und morgen verpflichtet wusste und wissen muss, die Wahrheit allein macht frei. Veritas liberabit vos (Joh 8,32). Daran wird auch eine erfolglose Parteivorsitzende nichts ändern können, die sich – welch ein Zufall – in innerkirchliche und offensichtlich von ihr nicht verstandenen Fragen genau in diesen Tagen einmischte, nur weil sie möglicherweise dem Irrtum unterliegt, das längst entkernte und hohle „C“ im Parteinamen legitimiere zu dumpfen und vermeintlich passgenauen Zwischenrufen aus dem volksfernen Kabinett.

Kurzum: Der 30. Januar war kein guter Tag für die Kirche in Deutschland. Oder vielleicht doch? Immerhin hat er den Blick frei gemacht auf antikirchliche Bestrebungen, bei denen es ausschließlich um Macht und Zerstörung geht, aber keineswegs um Erneuerung oder Mission oder gar missionarischen Eifer in einer gottlos und menschenfeindlich gewordenen Welt, die den Gnadenstrahl der Hoffnung, des Respekts, der Würde, der Achtsamkeit, des Miteinanders, der Toleranz und der Wahrheit in Liebe dringend bräuchte. Sich ihr hingegen anpassen zu wollen, wäre nichts als ein billiger und fahrlässiger Offenbarungseid der Mehrheit einer Gruppierung, die sich im sogenannten Synodalen Weg wichtig nimmt und selbst zelebriert und wo viele – offenbar auch Bischöfe – nicht mehr wissen, was die katholische Kirche im Kern und im Wesen und damit auch in ihrem Auftrag für die Welt ausmacht.

Wer reformieren will, darf sich nicht blenden lassen. Wer reformieren will, darf Missbrauchsfälle nicht zur eigenen Ideologiebemächtigung missbrauchen. Wer reformieren will, muss sich an der Form Jesu Christi orientieren. In diesem Sinne ist die Kirche immer wieder reformbedürftig und reformfähig. Sie ist und bleibt eine ecclesia semper reformanda. Das aber haben manche – bewusst oder fahrlässig – missverstanden. Auch wenn sie von einer eccelesia reformanda sprechen, wollen sie letztlich offenbar nichts anderes als eine ecclesia semper deformanda. Jedenfalls für Deutschland. Von deutschen Katholiken betrieben.

Die göttliche Zusage, dass die Kirche nicht untergehen werde und die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen könnten, ist gültig. Aber sie ist keine Territorialgarantie. Allein ein Blick in den Norden Afrikas, wo es einmal rund 300 blühende Bistümer gab, von denen nur noch Sand übrigblieb, macht das deutlich. Der sogenannte Synodale Weg hat die gefährliche Sprengkraft der Totaldeformation. Segen von oben ist jedenfalls kaum erkennbar. Wer die Kirche nur unter dem Rubrum „Macht“ sehen kann, wer etwa seinem Kardinal die Entzauberung der scheinbaren Macht vorwirft, der weiß nicht, was Kirche Jesu Christi ist. Aber alle, die so reden und nur alles ihrem Schmalspurdenken innerweltlicher Machtstrukturen unterordnen und in diese Schubladen pressen wollen, verraten nichts weiter als perfide Machtträume. So gesehen ist das Fazit der ersten Versammlung verheerend. Die Gefahr einer deutsch-nationalen Totaldeformation ist real.

Martin Lohmann ist katholischer Theologe, Historiker und Publizist. Der Journalist ist unter anderem Buchautor und Fernseh-Moderator. Er ist Geschäftsführer der Akademie für das Leben in Bonn www.akademiefuerdasleben.de

Pressefoto Martin Lohmann


Foto oben (c) Lohmann Media


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Lesermeinungen

 Jose Sanchez del Rio 8. Februar 2020 

Vergelt`s Gott Herr Lohmann

für die glasklare Analyse die ins Schwarze trifft. Da kann man nur noch beten und fasten, damit die sogenannten Reformer (besser: Transformer) sich letztlich nicht durchsetzen können. Ansonsten bliebe von der Kirche wie Jesus Christus sie gewollt hat nicht mehr viel übrig.


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 hape 6. Februar 2020 

Werter Hartmut8948: das ist ein großes Geheimnis.

Ich bin zwar kein Konvertit, aber nach 35jährger Abwesenheit ein Wiederbekehrter. Auch ich bin enttäuscht, weil ich zunehmend in der rk Kirche jene gottlose Welt vorfinde, der ich mit meinem Bekenntnis zur rk Kirche eigentlich entfliehen wollte. Heute ist ja fast alles erlaubt, was ich vor 15 Jahren noch in meine Lebensbeichte gepackt hatte, die mir wahrlich nicht leicht gefallen war.

Trotz allem: ich liebe die rk Kirche. Nicht, weil alle Katholiken schon deswegen heilig wären, weil sie Katholiken sind. Ich liebe die rk Kirche, weil sie der mystische Leib Christi ist. Deshalb ist die rk Kirche die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, mit dem Herrn als ihrem Haupt. Deshalb liebe ich auch Papst Franziskus. Gerade deshalb aber meckere ich kräftig an ihm herum, wenn er die Lehre nicht klar genug vertritt.

Einer meiner liebsten Sprüche, die mir in der rk Kirche immer wieder begegnen ist: das ist ein großes Geheimnis. –

In der Tat: die rk Kirche ist ein Geheimnis :-)


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 lesa 6. Februar 2020 

Entgiftung und Befreiung

Danke kath.net für den Kurzfilm mit Bischof Hanke. Welch eine Gratwanderung!Er hat nichts beschönigt u. die Perspektive realistisch beschrieben, wenn auch mit äußerster Zurückhaltung u. Disziplin. Welch ein Ringen um Einheit in der Wahrheit!
Andererseits ist es unabdingbar wichtig, sehr deutlich "die dominierende hermeneutische Ausgangslage", beim Namen zu nennen, wie es andere Bischöfe, Publizisten u. Poster getan haben. "Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß".
Nur wenn das Ideologisch-Abwegige, das Gift, aufgedeckt wird, verliert dieses seine Kraft.
"Vergessen wir nicht, dass Maria der "Ferse" bedarf, das heißt der Menschen, die als lebendige Glieder am geheimnisvollen Leib Chrsti, von Mariens Geist beseelt, von ihrer unüberwindlichen Kraft gestärkt und ihrer Weisheit geleitet, den Drachen u. seine Brut zerstampfen. Maria kann den Sieg nicht ohne uns erringen. Es muss auf Erden eine Mitwirkung stattfinden, wenn Gnade wirksam werden soll." (P. J. Schmid)


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 Hartmut8948 6. Februar 2020 
 

semper reformanda?

Es sind jetzt ca. 25 Jahre her, dass wir - eine evang.-luth. Pfarrfamilie - konvertiert sind. In diesem Vierteljahrhundert habe ich mehrmals aufgestöhnt und gesagt: "Was ich damals auf evangelisch nicht brauchte, das muss ich heute auf katholisch nicht erhalten." Aber nun ist Frankfurt doch gekommen und man muss kein Prophet sein, wenn man sagt, dass Unwissenheit nicht vor Torheit schützen kann. Den Schritt zurück in die Evang. Kirche könnte ich nie und nimmer mehr vollziehen. Aber ich gebe es unumwunden zu: In dieser unserer Röm.-Kath. Kirche zu verbleiben wird mir auch nicht immer leicht gemacht. Und: Das liegt nicht nur an der Verschwendungssucht unserer Kirchensteuer, das liegt auch an Laien und manchen Klerikern!


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 Chris2 6. Februar 2020 
 

Sobald Häresien beschlossen werden,

hat man als katholischer Christ (egal ob Bischof oder einfacher Laie) nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, die sie vertetenden Häretiker buchstäblich links liegen zu lassen und ihnen die rote Karte zu zeigen. In gewisser Weise freue ich mich schon darauf, meine Kirchen(d)steuer endlich "ganz legal" (und für alle von diesem Schritt Betroffenen verträglich) nur noch katholischen Zwecken zukommen lassen zu können. Doch leider werden bei jeder Kirchenspaltung auch viele Unschuldige und Uninformierte mit in das Schisma gerissen...


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 hape 6. Februar 2020 

@maxjosef

Da stimmen einfach die hermeneutischen Voraussetzungen nicht. Es geht um die Deutungshoheit dessen, was katholisch ist und was nicht. Wer bereit ist, die Lehre der Kirche a priori infrage zustellen, verfolgt in einem Gespärch ganz andere Ziele, wie derjenige, der die Lehre der Kirche als von Gott empfangen und als verbindlich vorgegeben anerkennt.

Es ist eine Illusion zu meinen, durch den Terminus "offenes Gespräch" könnte es Kompromisse geben. Denn Kritiker sind ja von vorne herein ausgeschlossen oder haben nur eine Alibi-Funktion. Nein. Aus Sicht der Bewahrer gibt es keine Kompromisse, weil die rk Lehre von Gott stammt und keine Verhandlungsmasse ist, über die man einfach abstimmen könnte.

So läuft es also am Ende darauf hinaus, dass die Modernisierer nicht einfach Bestehendes modernisieren wollen. In Wirklichkeit stellen sie die Grundlage selbst infrage. Sie stellen Gott infrage.


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 maxjosef 5. Februar 2020 
 

Der sesselfurzende Weg

Der Antrag einiger Bischöfe, festzuschreiben, dass eine Textvorlage nicht gültig werden kann, wenn ein Widerspruch zwischen der Vorlage und der Lehre der Kirche besteht, wurde abgelehnt. Eine Versammlung deutscher Kirchenfunktionäre maßt sich also an, gegebenenfalls katholische Glaubensinhalte per Mehrheitsbeschluss über Bord zu werfen! Man sollte sich einmal vor Augen führen und darüber nachdenken, welcher Größenwahn, welche Anmaßung eigentlich aus solch einem Vorgehen spricht.
Spätestens, wenn dieser Fall wirklich eintritt, also wenn elementare Glaubensinhalte per Mehrheitsbeschluss verworfen werden, sollte für die glaubenstreuen deutschen Bischöfe der Zeitpunkt gekommen sein, aus der Veranstaltung auszusteigen.


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 Konrad Georg 5. Februar 2020 
 

Eines sehe ich anders

Ideologen sind nicht reaktionär, sondern "missionarisch". Diejenigen, die sich dem ideologischen Blödsinn widersetzen, dagegen reaktionär.


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 Konrad Georg 5. Februar 2020 
 

Ich habe, mea culpa, den Beitrag

von Herrn Lohmann erst jetzt gelesen.

Also die Irren(den) vom Synodalen Weg wollen eine NAZI-Kirche? National(!) und sozialistisch fürs erste und dann inter-national-sozialistiscch.

Ich bleibe Reaktionär.


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 Konrad Georg 5. Februar 2020 
 

Ich bestehe auf Präzisierung

Alle Kämpfe gegen die Wahrheit sind Revolutionen. Angefangen bei der Reformation, den Abspaltungen davon, den Nationalismen, dem Sozialismus in all seinen Deformationen, dem Antisemitismus, dem Feminismus, dem Genderismus, dem Geist des Konzils, den 68ern.
Warum werden die Sozialdemokraten nicht als extremistisch gesehen? Ist das massenhafte Zwangsgebären nicht extrem. Ein Drittel des dringend benötigten Nachwuchses zur Bestandserhalting wird das Leben genommen. Paßgenaue Bürger, die nicht sofort eine eigene Wohnung brauchen, aber als Verbraucher für unsere leistungsfähige Wirtschaft doch hochwillkommen sein sollten.
8 Millionen.
Sozialistische Familienministerinnen und Justizminister, aber wenn es der AfD gelingt, einen Kommunisten auszubooten, spinnen alle.


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 Smaragdos 5. Februar 2020 
 

Peinlich

Diese Synode ist reine Zeit-, Geld- und Energieverschendung und alle, die diese unterstützen und fördern, leisten sich eine enorme Blösse. Die Blösse, dass sie ganz einfach nicht mehr katholisch sind - und darauf noch stolz sind!


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 lakota 5. Februar 2020 
 

@Herbstlicht

Liebes Herbstlicht, ich habe mir gerade Ihren Link angesehen, danke dafür.
Das einzig Gute daran ist, daß sie die Gemeinden aufzählen, wo diese "Frauenpredigten" stattfinden sollen. So weiß man doch, wo man an diesen Sonntagen ganz bestimmt nicht hingehen darf!


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 AlbMag 5. Februar 2020 
 

Die hl. Schrift exakt zitieren; sie ist äußerst authentisch!

@Veritas liberabit vos (Joh 8,32)
Vielen Dank für den erbaulichen Beitrag. – Es kommt vor, daß die hl. Schrift nicht exakt zitiert wird. Damit will ich keine böse Absicht unterstellen. Aber der Teufel zitiert das Wort Gottes äußerst exakt, z.B. als er Jesus in der Wüste 3x versuchte. Wenn wir die röm.-kath. Lehre oder nicht einmal die Bibel exakt zitieren, noch bevor diese exegetisch ausgelegt wird, dann haben wir den guten Kampf doch schon verloren. Vor allem wenn es um die Wahrheit geht, dann müssten wir wissen, daß Christus selbst «in persona» die Wahrheit ist. Die Wahrheit ist für uns Gläubige also eine Person, die Zweite göttliche Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Das ist unbedingt wichtig! Also:
31 Jesus sagte nun zu den Juden, die zum Glauben an ihn gekommen waren: „Wenn ihr in meinem Worte bleibt, dann werdet ihr wirklich meine Jünger sein; 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh 8,31-32, Jerusalemer Bibel, Herder 1968)


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 SalvatoreMio 5. Februar 2020 
 

kfd spricht nur von "Gottesdiensten"

@katinka
Ihre Worte verwundern mich! Bei uns spricht fast jeder Priester nur noch von "Gottesdienst" - auch wenn er die hl. Messe meint! Das geht einem wie eine Speerspitze durchs Herz. Mein Verdacht ist, dass dieser Begriff uns hinarbeiten soll auf eine andere Kirche.


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 katinka 5. Februar 2020 
 

Ja doch ich habe

Macht-Missbrauch erfahren - hier jetzt beim syn.Weg mit meiner Kirchensteuer.
Warum Frankfurt, das mit die teuersten Hotelpreise hat.
WArum darf ein ZDK, der selbst in keinster Weise demokratisch legitimiert ist, soviel mitreden? Ist das übrigens Demokratie????


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 katinka 5. Februar 2020 
 

Fortsetzung

Z:B.
Forum 2: Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft
Frage 2 Wie kann die Kirche ...das Evangelium von der Liebe Gottes in unserer Zeit überzeugender verkünden?

Jetzt mal ehrlich: Warum steht diese Frage im Unterpunkt Sexualität und Partnerschaft? Umfasst Liebe nicht viel mehr Bereiche? Da war doch schon klar, was man da hinschreiben sollte.

oder:

Forum 3: Priesterliche Existenz heute
Frage 2: Wie kann ein authentischer Priester mitten in der Welt von heute in der Nachfolge Jesu leben, welche Lebensform halten Sie für den Priester heute für angemessen?

Ist heute eine andere Lebensform angemessen als früher? Dann wäre ja die Lebensform vom Zeitgeist abhängig.

oder:
Forum 1: Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag

Frage 1: Welche konkreten Erfahrungen von Macht und Ohnmacht haben Sie in der Kirche gemacht?
Warum schreibt man nicht : Haben Sie Erfahrungen gemacht..?

Diese Fragen waren so was von manipulierend gestellt


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 katinka 5. Februar 2020 
 

@ herbstlicht

zum Glück predigen sie aber nicht an der Stelle der üblichen Predigt zur Auslegung des Evangeliums; das wäre ja auch gegen das Kirchenrecht. Aber man kann sich schon vorstellen, dass es dann am Anfang der Hl. Messe (verräterisch, dass die kfd nur von "Gottesdiensten" spricht)wieder so feministische Statements gibt und man ist genötigt, dem schweigend zuzuhören, um die Messe nicht zu stören.Solche Statements gehören einfach nicht in die Messe; diese ist kein KAmpfplatz!

Was die "Systematikerin" angeht - gibt es da irgendwo Videomaterial von ihrem Vortrag?
Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie konservative (von conservare - bewahren)
Beiträge zerrupft wurden. Aber ehrlich gesagt waren manche Fragestellungen auf dem Online-Fragebogen schon äußerst seltsam gestellt. Fortsetzung folgt


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 lesa 5. Februar 2020 

Die Herde hätte ein Recht auf Schutz vor diesem primitiven, gewalttätigen Machtmissbrauch.

Danke, Herr Lohmann für diesen hervorragenden Beitrag. Es ist dringend nötig, mit unwiderlegbaren Begründungen dieses Unternehmen als das darzustellen, was es ist: Fieser, mieser Machtmissbrauch von Menschen, die nicht mehr glauben und nicht mehr denken können und komplett besessen scheinen vom Durchsetzen ihrer Agenda. Bedauernswerte Opfer eines Aushöhlungsprozesses durch Ideologie und andere Faktoren. Dem räuberischen Treiben gehört ein Ende gesetzt, um alle zu schützen - auch diese Zersötrer vor sich selber.
Inzwischen geben einige Hirten und Publizisten mit Hilfe der Neuevangelisationsmedien Halt. Danke!
Aber die Lawine rollt.


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 Herbstlicht 5. Februar 2020 
 

erst der Anfang: Nur Frauen predigen - am 14. und 15. März

Der Landesverband Oldenburg der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) hat den „1. Norddeutschen Frauen-Predigttag“ angekündigt.

Am dritten Fastensonntag, in den Gottesdiensten am 14. und 15. März, sollen in allen Gottesdiensten des Oldenburger Landes dann nur Frauen predigen.
Das kündigte Petra Focke aus Vechta, stellvertretende Sprecherin im Landes-Leitungsteam der KFD, an.
Bisher wollen sich acht der 40 Gemeinden an diesem Projekt beteiligen.

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/einen-sonntag-lang-predigen-nur-frauen-im-oldenburger-land/

Bisher wollen sich acht von 40 Pfarreien daran beteiligen.
Wieviele werden es bis zum März sein?
Der Umbau der Kirche beginnt - Schritt für Schritt!
Machen wir uns nichts vor:
Ein drohendes Schisma taucht am Horizont auf.


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 ThomasMoore 5. Februar 2020 

Konsequenzen?

Da offenbar niemand dem neureformatorischen Kurs des Synodalen Wanderzirkus Einhalt gebieten will oder kann, stellt sich immer drängender die Frage, wie lange gläubige Katholiken dem zusehen sollen und was die Konsequenzen daraus sein können. Bleibt am Ende nur der Austritt? Ich will nicht Mitglied einer EKD 2.0. sein! Finden sich nicht ein paar tapfere Bischöfe die mal auf den Tisch hauen und sagen: Bei der Zerstörung der Kirche machen wir nicht mit! Gerne bitte mal Kardinal Marx und das ZdK daran erinnern, dass jeder Bischof für sein Bistum selbst verantwortlich ist. Wir brauchen Bischöfe mit dem Mut des Löwen von Münster, die ihren Mund aufmachen, nicht davor zurückschrecken, vom Papst für ihr unangeppasstes Verhalten bestraft zu werden, so wie auch Kardinal Galen nicht vor den Nazis einknickte. Und das letzte was wir in dieser Situation brauchen ist daß der Papst der Bischofskonferenz Lehrautorität zugesteht.


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 Authentisch 5. Februar 2020 

Danke!

Ich kann nur danken!
Ein sehr guter, offen-legender Beitrag.
Danke, Herr Lohmann!
Danke, sg Team kath.net.
___

Es könnte einem wirklich Angst und Bang werden - wenn wir unseren Glauben nicht hätten!
Ich bete für unseren Glauben, um Starkmut, um Beharrlichkeit, um Zuversicht und Vertrauen in Unseren Herrn Jesus Christus! Jesus, ich vertraue auf dich!


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 Winrod 5. Februar 2020 
 

Danke, Herr Lohmann!

Sie haben recht: es ist die Fortsetzung des Marsches durch die Institutionen, und jetzt geht es um die Schleifung des letzten Bollwerks, das noch einigermaßen standhielt.
Beten wir zum Heiligen Geist, dass er diese verwirrten Geister erleuchtet.


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 Rolando 5. Februar 2020 
 

paul_1

Das Umgehen der gültigen, notwendigen, von Gott eindeutig offenbarten Glaubenswahrheiten, genannt Dogmen, kommt von Luthers irrigen Auffassung, „die Schrift allein“, was schon klar gegen die Hl. Schrift spricht. Und das Ganze noch als Reformation getarnt. Die 500Jährige Lobhudelei dieser widergöttlichen Spaltung kann nur weitere Spaltungen bringen, da der Satan mit sich selbst im Streit liegt. Doch es hat keinen Bestand. Beten wir !


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 Rolando 5. Februar 2020 
 

matthieu

Jesus berief Fischer, einfache ungebildete Arbeiter zu seinen 12 Aposteln, zu seinem engsten Kreis, keine Schrift und Gesetzeslehrer.
Würden sich die Bischöfe am betenden einfachen Kirchenvolk orientieren, und dieses dann in ihrer Autorität festigen, dann wäre es sogar für die Bischöfe sehr einfach. Doch da sie sich an den (schon lange meist irregehenden) „Bibelwissenschaftlern“, eigenmächtigen „Schriftexegeten“ und Theologinnen und Theologen, (wozu das eigentlich, wo doch eh alles klar ist?) orientieren, (bis auf einige, NÖTIGE!, Ausnahmen), wird’s kompliziert.
Wenn ich mir die besagte „Systematikerin“ ansehe, begreife ich warum der Satan die Eva und nicht den Adam ansprach.


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 paul_1 5. Februar 2020 
 

Synodaler Weg sakramentale Weihe von Frauen

Das heißt ein Dogma muss nicht unbedingt aus der Bibel begründet werden, sondern kann auch heraus aus Offenbarung und Tradition offenbart werde (Siehe Maria Dogmen). Es darf jedoch nicht gegen das Wort Gottes verstoßen, so etwas wäre gegen die Definition des ersten vatikanischen Konzils.
I. VATIKANISCHES KONZIL
Mit göttlichem und katholischem Glauben (fide divina et catholica) ist all das zu glauben (ea omnia credenda), was im geschriebenen oder überlieferten Wort Gottes enthalten ist (in verbo Dei scripto vel tradito) und von der Kirche im feierlichen Lehrurteil oder durch gewöhnliche und allgemeine Lehrverkündigungen als von Gott geoffenbart zu glauben vorgelegt wird (tamquam divinitus revelata credenda proponuntur).“


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 matthieu 5. Februar 2020 
 

Herzlichen Dank

Herzlichen Dank, Herr Lohmann! Mir will nicht in den Kopf, dass einfache Katholiken das verstehen, ausgebildete Theologen es ander sehen. Normalerweise muss man als Laie dem Fachmann vertrauen (wie dem Elektriker oder Architekten ...). Aber manchmal ist es wohl so.
Was können wir kleinen Seelen tun? Beten, leiden, immer auf Christus (und unsere Heiligen) schauen


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 julifix 5. Februar 2020 

Klare Worte

Danke Hr. Lohmann. Irgendwo hat mal ein Leser geschrieben: der "synodale Weg" ist eine Reformation 2.0.
Gebe Gott dass die Zerstörung nicht zu umfassend sein wird


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