Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Sei ein Lichtstrahl, sei ein Heiliger!

5. Februar 2020 in Jugend, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Lege denen, die Gott noch nicht kennen, ihn vielleicht suchen, ohne es selbst zu wissen, die Schrift aus, indem du heilig lebst - Die Jugendkolumne von kath.net von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)
An diesem Morgen stand ich auf unserem Balkon, ganz fasziniert von der Schönheit der Welt, die in das gleißende Licht der Sonne gehüllt war. Ihr goldener Schein legte sich über die Kahlheit der Flora, die noch nicht die Pracht ihrer Farben wiedererlangt hat, die Fauna, die selbst vor der Schönheit des Moments in andächtiger Stille zu schwelgen schien und diese Stadt, die noch in Ruhe und Schlaf versunken war.

Diese Sonne, ich sah sie an und wenig später kam mir ein Gedanke: Gott selbst ist wie die Sonne, die Heiligen wie ihre Strahlen, die es ermöglichen ihre Pracht und ihr Licht in die Welt zu tragen.

Die Heiligen zeigen die Herrlichkeit Gottes, indem sie diese Welt, die manches Mal so farblos wirkt und immer mehr dem Einheitsbrei zu verfallen scheint, erleuchten. Das neue Jerusalem erstrahlt der Offenbarung zufolge im Licht der Herrlichkeit Gottes.


Es ist von einem Licht erfüllt, dass wie ein kristallklarer Jaspis erstrahlt. (vgl. Offb 21,10) Die Heiligen, sie fangen dieses Licht auf, um es in ihren Herzen all ihren Mitmenschen darzubieten, es weiterzureichen, Gefäße des ewigen Lichts zu sein.

Genau dazu bist du berufen. Ein Gefäß für das Licht Gottes zu sein. Ein Strahl seines Lichtes zu sein, um aufzuhellen, wo Dunkelheit gefangen hält. Um aufzuhellen, wo der Blick auf Gott getrübt ist. Um die Klarheit des biblischen Jaspis weiterzureichen, wo gleichsam nach Gott geangelt wird, in Gewässern die nicht die Wahrheit seines Seins enthalten.

Ich weiß, das ist eine große Berufung, die viel abverlangt. Aber weißt du, Papst Franziskus spricht in Gaudete et Exsultate nicht grundlos von den Heiligen von Nebenan. Heiligkeit bedeutet den Anspruch des Abbilds Gottes in dieser Welt zu erfüllen. Es bedeutet, das Vaterherz nachzuahmen. Wie ist dieses Herz? Es ist treu, es ist gerecht, es ist vergebend, es ist liebend, es ist barmherzig, es ist sich erbarmend, es ist aufrichtig, … .

Das alles sind Eigenschaften, die jeder an seinen Mitmenschen schätzt, oder etwa nicht? Das alles sind Eigenschaften nach denen du streben kannst. Das alles sind Eigenschaften, die du in deinem Alltag leben und so zu einem Heiligen von Nebenan werden kannst.

Dass das fordernd wird, ist klar. Im Katechismus lesen wir: „Der Weg zur Vollkommenheit führt über das Kreuz. Es gibt keine Heiligkeit ohne Entsagung und geistigen Kampf. Der geistliche Fortschritt verlangt Askese und Abtötung, die stufenweise dazu führen, im Frieden und in der Freude der Seligpreisung zu leben.“ (KKK 2015) Des Weiteren führt er ein Zitat des Kirchenlehrers Gregors von Nyssa an: „Wer aufsteigt, hört nie auf, durch endlose Anfänge von Anfang zu Anfang zu schreiten. Wer aufsteigt, hört nie auf, zu ersehnen, was er schon kennt.“

Also sei nicht entmutigt, wenn du meinst dich immer wieder am Anfang vorzufinden. Du gehst von Anfang zu Anfang, aber stufenweise steigst du selbst zum ewigen Licht auf, dem du auf diesem Weg immer ähnlicher wirst.

Trau dich gemäß dieser Berufung zu leben. Benedikt XVI. schreibt, dass die Heiligkeit in der Kirche eine Hermeneutik der Schrift darstellt und jeder Heilige wie ein Lichtstrahl ist, der vom Wort Gottes ausgeht. (Verbum Domini, Nr. 48f)

Lege denen, die Gott noch nicht kennen, ihn vielleicht suchen, ohne es selbst zu wissen, die Schrift aus, indem du heilig lebst. Sei ein Lichtstrahl, sei ein Heiliger.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  2. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  3. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  4. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  5. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  6. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  7. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  8. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  11. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  12. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  13. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  14. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  15. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz