Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte wies Klage dreier abtreibungsverweigernder Hebammen ab
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  4. „Die deutsche Kritik geht am eigentlichen Anliegen der Instruktion völlig vorbei“
  5. Vatikan bietet deutschen Bischöfen Gespräch zu Reformpapier an
  6. Papst in Buchbeitrag: Corona lässt Leben neu auf Gott ausrichten
  7. Vier ganz konkrete Wege, wie die Menschen, heute, Gott begegnen können!
  8. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  11. Weinhostien für das evangelische Abendmahl in Zeiten von Corona
  12. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  13. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  14. China: Keine Sozialhilfe, so lange christliche Symbole in der Wohnung sind
  15. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an

Wenn sich der Islam radikalisiert

8. Februar 2020 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Angriffe auf Christen in einem ursprünglich friedlichen Land - Ein Beitrag aus der VISION2000


Wien (kath.net/VISION2000)
Zwei Drittel der Bevölkerung von Burkina Faso sind Muslime, die bisher friedlich mit den Christen zusammenlebten und vielfach gute Beziehungen mit ihnen pflegten. In letzter Zeit sind die Christen dort jedoch mit einem noch nie dagewesenen Anstieg des Islamismus und mit Gewalttaten konfrontiert. Im Folgenden ein Gespräch mit Br. Philippe Bai, der seit 40 Jahren in Burkina Faso lebt.

Sie unterrichten als Mitglied der Schulbrüder. Sind die Spannungen in Ihren Schulen spürbar?

Br. Philippe Bai: Irgendetwas verhärtet sich. In meiner Schule in Bobo-Dioulasso gibt es Anzeichen der Radikalisierung unter den Schülern. Eine Schülerin veränderte ihr Verhalten, nachdem sie sich einem radikalen Islam zugewendet hatte – und sie ist nicht die einzige. Einige Burschen geben Mädchen nicht mehr die Hand. Andere Jugendliche verurteilen die Treffen der Führer unterschiedlicher Religionen. Das sei unrein. Das sind bedrohliche Zeichen, umso mehr als die Islamisten vor allem unter Jugendlichen werben. Terroristen rekrutieren vor allem unter Jungen aus schwierigen sozialen Verhältnissen und machen aus ihnen Killer. (…)


Seit kurzem ist Burkina Faso Schauplatz von christenfeindlichen Handlungen. Wie ist das Klima vor Ort?

Philippe Bai: Es gibt keinen Schrecken und keine Hysterie. Allerdings macht sich Angst breit, das ist nicht zu leugnen. Nach dem Sturz von Präsident Blaise Compaoré im Jahr 2015 haben in Burkina Gewalthandlungen zugenommen, ausgehend insbesondere von Mali. Seit damals gibt es einen starken Anstieg der Gewalttätigkeit.
Wie gut auch die Beziehungen zwischen den Gemeinschaften sein mögen, so kann heute doch niemand sagen, er sei wirklich in Sicherheit. Die Angriffe in den letzten zwei Monaten haben eindeutig die Christen im Visier, was früher weniger der Fall war. Heute teilen sie die Leute nach der Religion, um dann die Chris­ten umzubringen. Dort wird gezielt vorgegangen. Ja, es gibt die Angst, aber die Leute setzen ihr Vertrauen auf Gott.

Was ist der Ursprung der Spannungen zwischen Muslimen und Christen?

Philippe Bai: Natürlich gibt es Spannungen. Jetzt aber muss man eine Veränderung im Islam befürchten. Im Süden des Landes vertreten Gruppen, die kürzlich islamisiert wurden, dass sie die wahren Muslime sind. Sie folgten einem reineren Islam, einem authentischeren. Und sie sind für Radikalisierung weitaus anfälliger. Dieses Erwachen des Islam ist nicht spezifisch für Burkina. Solange Präsident Blaise Compaoré im Amt war, blieb das Land vor Gewalthandlungen verschont. Aber heute nehmen die Unordnung, die Gewalt zu.

Auszug aus einem Gespräch, das Raphaël Habrard und Thomas Belleil für Famille Chrétienne v. 23.7.19 geführt haben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  2. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  3. Muslimische Theologen gegen Umwidmung der Hagia Sophia
  4. Baden-Württemberg verbietet Gesichtsschleier in der Schule
  5. „Wäre das Kinderkopftuch eine christliche Tradition, wäre es schon lange verboten“
  6. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben
  7. Sudan ahndet das Verlassen des muslimischen Glaubens künftig nicht mehr mit Todesstrafe
  8. Irak: Christen weiterhin von Auslöschung bedroht
  9. Sex vor Ehe - Islamische Auspeitschung mit Mundschutz in Indonesien
  10. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche








Top-15

meist-gelesen

  1. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. „Die deutsche Kritik geht am eigentlichen Anliegen der Instruktion völlig vorbei“
  4. Vatikan bietet deutschen Bischöfen Gespräch zu Reformpapier an
  5. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte wies Klage dreier abtreibungsverweigernder Hebammen ab
  6. Derzeit ‚führender‘ Corona-Impfstoff stammt aus Zelllinien eines abgetriebenen Kindes 
  7. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  8. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  9. Hochschule Heiligenkreuz: Vatikan weist Wege bei Strukturrefomen
  10. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  11. Neues kath.net-Kult-T-Shirt: Crux Sacra Sit Mihi Lux
  12. „Letztlich geht es um die neue Evangelisierung“
  13. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an
  14. EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“
  15. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz