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„Nicht in Tunnelblick auf Thema Macht und Partizipation fixieren“

1. Februar 2020 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
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Synodaler Weg – Kölner Weihbischof Schwaderlapp: „Es geht um die Wirksamkeit der Kirche und ihrer Glieder, um Ihre und meine. Es geht um die Freude an Christus! Denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke, ist unsere Macht“


Frankfurt a.M. (kath.net/pek) kath.net dokumentiert den vollständigen Text des Statements des Kölner Weihbischofs Dominikus Schwaderlapp bei der ersten Synodalversammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt a.M.:

Erzbistum Köln – Synodaler Weg – Synodalversammlung 30.1.–1.2.2020
31. Januar 2020 WB Schwaderlapp

Seit 27 Jahren bin ich Priester: nach meiner Kaplanszeit war ich 8 Jahre Generalvikar, und nun bin ich seit 8 Jahren Weihbischof. Bis heute bin ich gerne und mit Leidenschaft Priester und auch Bischof.

In meiner Zeit als Generalvikar hatte ich große administrative Macht. Ich konnte zwar keine Priester weihen und Gesetze erlassen, aber sonst hatte ich alle denkbaren Vollmachten. Ich musste aber feststellen: Wenn es um Glauben und kirchliches Leben ging, also um die Erfüllung des Auftrages Christi, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden, nutzte mir diese Machtfülle nichts. Im Gegenteil, manchmal machte sie mein Zeugnis nicht leichter. Mit Amtsblatt-Verordnungen lässt sich eben keine Christusfreundschaft wecken.

Heute habe ich als Weihbischof kaum administrative Vollmacht. Sie geht sogar gegen Null. Jedenfalls gibt es in unserem Generalvikariat Frauen und Männer, die weit mehr Macht haben als ich. Bin ich aber deshalb weniger wirksam? Wie kaum zuvor habe ich als Weihbischof Gelegenheit, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen, Glaubensgespräche zu führen, Zeugnis für Christus zu geben, Seelsorger zu sein. Ich habe gelernt: Wirksamkeit ist etwas anderes als Macht. Die Wirksamkeit hängt nicht von der Macht ab – im Gegenteil.

Hier kommt mir immer das Bild des Apostels Paulus von der Kirche als Leib Christi in den Sinn. Die Kirche ist vielmehr Organismus als Organisation. Und bei einem Organismus kommt es darauf an, dass jede und jeder ihre und seine Berufung mit ganzem Herzen lebt. Aber es geht auch um das Zueinander und Miteinander der verschiedenen Glieder der Kirche. Und hier haben wir einen großen Gesprächs- und Klärungsbedarf. Hier ist Erneuerung möglich und nötig.

Mein Wunsch an den Synodalen Weg in dieser Frage: Verfallen wir nicht der Versuchung, uns in einer Art Tunnelblick auf das Thema Macht und Partizipation zu fixieren. Es geht um die Wirksamkeit der Kirche und ihrer Glieder – um Ihre und meine.

Es geht um die Freude an Christus! Denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke (vgl. Neh 8,10) - ist unsere Macht.

+Dominikus Schwaderlapp

Archivfoto Weihbischof Schwaderlapp (c) kath.net/Leni Kesselstatt


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Lesermeinungen

 Montfort 1. Februar 2020 

Danke, Herr Weihbischof, für Ihr bischöfliches Zeugnis!

"Wirksamkeit ist etwas anderes als Macht."

Die Tragik ist, dass ein Großteil der Laien und leider auch der Priester und viele Bischöfe aufgrund ihres Mangels an Gottvertrauen und Hingabebereitschaft keinerlei Wirksamkeit mehr haben in der Glaubensweitergabe - sonst wären doch unsere Kirchen voll! - und dass sie deshalb nach der absoluten menschlichen Macht streben und folglich jene bekämpfen, die in ihrer nenschlichen Ohnmacht göttliche Vollmacht und Wirksamkeit haben, allein weil sie Gott und um Seinetwillen den Menschen dienen.

Gott, behüte und segne Deine Diener!


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 lesa 1. Februar 2020 

Ein Beispiel habe ich euch gegeben. (Joh 13)

Und wieder ein so aufbauendes, erfrischend gläubiges Statement eines deutschen Bischofs, das direkt in die Mitte des Glaubens führt!
@gisberg 74: Genau! Und was sagt der Psalmist? "Nichts nützen die Rosse zum Sieg. Mit all ihrer Kraft können sie niemand retten." (Ps 33, 17). Und: "An Deiner Macht, Herr, freut sich der König, über deine Hilfe jubelt er laut." (Ps 21, 2)"Nichts uns von Seiner Liebe trennen. Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Guten dienen (vgl Röm).
Offb 7, 10.12: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm! Amen, Lob und Herrlichkeit, Ehre und Macht und Stärke
unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen.


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 girsberg74 1. Februar 2020 
 

Er wird nicht laut und ist auch nicht laut, seine Rede aber überzeugt!

Macht ist in reinen Glaubenssachen wirkungslos; da liegt der Fehlansatz des „Synodalen Weges“ mit seinem ganzen Tross.

Aus alten Zeiten: Mit Mann und Tross und Wagen, hat sie der Herr geschlagen.


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 Stefan Fleischer 1. Februar 2020 

"Denn die Freude am Herrn

ist unsere Stärke, ist unsere Macht."
Ist wohl deshalb unsere Kirche so schwach und ohnmächtig in dieser Welt, weil allzu viele Christen - nicht zuletzt unter den Anhänger synodaler Wege und dergleichen - die Freude an und in Christus verloren haben, weil dieser der Herr dieser Welt sein will, auch der Herr unserer Kirche, ja sogar der Herr ihrer selbst?
Übrigens, bei dieser ganzen Diskussion ist mir der Spruch in den Sinn gekommen: "Demokratie ist der Versuch eine Gesellschaft zu schaffen, in welcher sich jeder als Herr fühlen und deshalb auch benehmen kann."


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