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Die Seligpreisungen – die acht Türen

29. Jänner 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus beginnt eine neue Katechesenreihe zu den Seligpreisungen. Sie stellen gleichsam den Personalausweis des Christen dar. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach:

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen“ (Mt 5,1-11).


In der heutigen Katechese zur vierten Generalaudienz des Jahres 2020 begann Papst Franziskus mit einer neuen Reihe zu den Seligpreisungen. Die Seligpreisungen, so der Papst, bildeten den Anfang der Bergpredigt und stellten gleichsam den Personalausweis des Christen dar.

Der Herr richte diese Botschaft an seine Jünger wie auch an die vielen Menschen, die ihm zuhörten und für die ganze Menschheit stünden. Jesus knüpfe dabei an die Zehn Gebote und an das Gesetz des Alten Bundes an, lege uns aber nicht einfach die Beobachtung von Vorschriften auf. Vielmehr offenbare er uns den Weg, seinen Weg zum Glück.

Es sei dies eine Botschaft der Freude, die aber nicht mit vorübergehenden Genüssen zu verwechseln sei. Diese Freude könne nämlich auch mit dem Leiden bestehen, nicht selten sei sie sogar dessen Frucht.

Jede der acht Seligpreisungen „gliedert sich in drei Teile: Zuerst steht das Wort ‚selig’, darauf folgt die Situation der Seligen und schließlich wird der Grund für die Seligpreisung genannt“. Dieser finde sich nicht in der beschriebenen Situation, sondern im neuen Leben der Gnade, das Gott uns schenke.

Jesus zeige uns somit in den Seligpreisungen acht „Türen“ auf, die uns oftmals über unsere Niederlagen hin zur österlichen Freude führten, die von Gott her komme und das Herz des Menschen zu erfüllen vermöge.

Gott wähle, um sich uns zu schenken, oft unvorstellbare Wege, vielleicht die unserer Grenzen, unserer Tränen, unserer Niederlagen. Es sei dies die Osterfreude, von der unsere östlichen Brüder sprechen, die die Stigmata habe, aber lebendig sei, den Tod durchquert und die Kraft Gottes erfahren habe.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache. Der Herr schärfe unseren Blick für das, was im Leben wirklich zählt, seine Liebe, die uns allein glücklich zu machen vermag. Schreiten wir mit seiner Gnade unaufhörlich auf dem Weg der Seligpreisungen voran. Möge der Heilige Geist uns jederzeit führen.




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