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Kurienkardinal: Manche Ex-Nonnen landeten in Prostitution

28. Jänner 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Papst schuf in Rom Anlaufstelle für frühere Ordensschwestern


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat mehr Hilfe für ehemalige Ordensfrauen zugesichert, die ihre Gemeinschaften verlassen haben oder von ihnen ausgeschlossen wurden. In einigen Fällen seien Ex-Ordensfrauen sogar zu Prostituierten geworden, um sich wirtschaftlich über Wasser zu halten, sagte der für Ordensgemeinschaften zuständige Kurienkardinal Joao Braz de Aviz der Vatikan-Zeitschrift "Donne Chiesa Mondo" (Februarausgabe). Papst Franziskus habe in Rom eine Anlaufstelle für solche Frauen geschaffen, die auf der Straße gelandet seien, vor allem Ausländerinnen. Das Projekt stehe allerdings noch "am Anfang".

Üblicherweise gebe es Hilfen für Frauen, die ihren Konvent verließen, aber es fehle noch sehr viel, sagte der Kardinal. Manche seien "völlig im Stich gelassen". In dem Heim für gestrandete Ex-Ordensfrauen, das von Missionarinnen des Heiligen Karl Borromäus geleitet wird, habe er "sehr harte Fälle" kennengelernt. Teils hätten Oberinnen die Ausweisdokumente zurückgehalten, um Schwester am Verlassen des Konvents zu hindern; teils seien die Frauen weggeschickt worden. Das Heim zeige "eine Welt von Verletzungen, aber auch von Hoffnung".

In einigen Fällen gehe es darum, überhaupt erst wieder Vertrauen aufzubauen, sagte Braz de Aviz. Oft würden die früheren Ordensschwestern in keiner Weise begleitet und erhielten kein Wort der Unterstützung. "All das muss sich entschieden ändern", so der Präfekt der Ordenskongregation.

Als ein weiteres Problem nannte Braz de Aviz die Macht mancher Ordensoberinnen. In vielen Frauengemeinschaften herrsche Angst. Auch gebe es Mitglieder, "die dazu neigen, blind zu gehorchen, ohne zu sagen, was sie denken". Echter Gehorsam bedeute hingegen, sich "mit Mut und Wahrheit" zu äußern, um dem Oberen eine bessere Basis für die Entscheidung zu geben, sagte der Kardinal.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Eisenherz 29. Jänner 2020 
 

Auch in der Ehe stehen Menschen vor dem Nichts, wenn diese zerbricht

und nicht selten landen die Leute dann auf der Straße! Wenn es im Konvent, insbesondere von den Oberen keine echte Liebe gibt und Parteiungen und Intrigen laufen, dann sollte man schleunigst offen die Dinge beim Namen nennen, Buße tun, neu beginnen! Gebt dem Teufel keinen Raum- heißt es doch so schön im Brevier/Stundengebet! Eine Ordensgemeinschaft sollte Spiegel der Urgemeinde sein - seht, wie sie einander lieben! Dann wären unsere Klöster übervoll!


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 anjali 28. Jänner 2020 
 

Ex-Nonnen

Was passiert mit dem Mitgift der Ex-Schwestern? Wird das zurückgegeben? Übrigens geht es im Originalbericht hier über Asylanten die Nonne werden um hier bleiben zu können end dann später selber austreten!


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 winthir 28. Jänner 2020 

und - es geht auch anders. konkrete Beispiele.

In den Statuten der BBK (=Bayerische Benediktinerkongregation) steht: Jeder ehemalige Mönch ist jederzeit herzlich im Kloster willkommen.

Und, persönliche Erfahrung: Als eine ehemalige Benediktinerin (ich kannte sie gut), gestorben war, fragte ich telefonisch in ihrem ehemaligen Kloster an, wo sie denn begraben werde. Antwort: "In unserem Friedhof."

ich transkribiere diese Aussage in meine (fränkische) Sprache: "wos fragsd denn so blöd, du Depp?"

ich habe dann darum gebeten (ich konnte nicht kommen), ein Kerzlein am Granb anzuzünden.

winthir.


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 winthir 28. Jänner 2020 

Wenigstens in D ist das inzwischen etwas besser.

Hier müssen (gemäß geltendem weltlichen Recht) die Orden für ausgetretene Ordensangehörige für die Zeit der Ordensmitgliedschaft Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen. Damit diese Menschen dann nicht "auf der Straße stehen" (manche Klöster behaupten dann natürlich, ich weiß, wovon ich spreche, der/die Ausgetretene hätte immer nur einfache Arbeiten verrichtet - das mindert die Höhe des nachzuzahlenden Betrags).

aber immerhin.

Dass die Situation so schlimm ist, war mir bisher nicht bewußt.

danke, kathnet, für diesen Artikel - Ihr habt meinen "Horizont erweitert". Auch wenn mir das echt weh tut.

danke sagt der winthir.


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