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„Da spaltet gar nix bei der Jodelsynode“

24. Jänner 2020 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
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Der sexuelle Missbrauch durch Kleriker war munter vertuscht worden. Will man in der Kirche in Deutschland mit Dialogprozessen und Synodalismus vom Missbrauchsskandal ablenken? Von Peter Winnemöller


Bonn (kath.net/Blog „katholon“/pw) Wo er Recht hat, hat er Recht. Thomas Sternberg, der Präsident des „ZdK“, hat festgestellt, dass der „synodale Weg“ von DBK und „ZdK“ nicht spalte. Da spaltet in der Tat gar nichts, denn wie der Präsident selber feststellt, sind die deutschen Bischöfe in großer Zahl auf der Synodalismus gepolt. So weit, so gut. Wir müssen Dinge neu lernen. Früher war es so, dass viele, viele Jahre lang die Laienfunktionäre aus Gremien und Verbänden ein wider Glaubens- und Sittenlehre der Kirche gerichtetes Agendasetting betrieben, woraufhin sie moderat von den Bischöfen an den Glauben der Kirche und die weltkirchliche Einheit erinnert wurden.

Das hat bis 2010 recht gut funktioniert. Dann stellte man fest, dass es nicht nur in Irland und den USA sondern auch in Deutschland massive sexuellen Missbrauch vor allem in Form von klerikalem Päderasmus aber anderen Formen gegeben hat. Dieser war munter vertuscht worden. Die Kirche in Deutschland drohte zu implodieren. Da kam der damalige Vorsitzende der DBK, Erzbischof Zollitsch auf die grandiose Idee einen Dialogprozess auszurufen. Dieser wurde sofort von den Bürokraten und den Funktionären okkupiert. Das war die Chance schlechthin.

Im ersten Anlauf hatte man noch mit einer starken Weltkirche zu tun. Rom achtete auf das Geschehen. So kam am Ende nicht viel dabei raus. Doch einen Erfolg hatte es. Es blieb viele Jahre verdächtig still um den sexuellen Missbrauch. Der trügerische Friede hielt bis 2018. Im Herbst 2018 wurde die MHG- Studie veröffentlicht und jetzt war der schöne Friede dahin.

Ein neuer Dialog, diesmal unter verschärften Bedingungen musste her. Neu ist, dass zahlreiche Bischöfe inzwischen an der Spitze des Neoreformatismus laufen und selber allerlei Forderungen haben, die wider Glaubens- und Sittenlehre der Kirche stehen.

Der „synodale Weg“ war erfunden. Dieser findet statt zwischen DBK und „ZdK“. Es wird die Illusion erzeugt, diese Jodelsynode sei ein Prozess der katholischen Kirche in Deutschland. Doch das stimmt definitiv nicht. Zwar dürfen auch Normalos ihre Zählstimme abgeben und Fragen beantworten, die äußerst suggestiv daher kommen. Das ergibt allerdings keinen Sinn, denn die Ergebnisse stehen bereits fest.

Es stimmt, was Sternberg sagt, die Synode wird die Kirche nicht spalten können. Die Synode wird allerdings zumindest ein weiterer Schritt zur Abtrennung einer wie auch immer gearteten neoreformatorischen Gemeinschaft von der Kirche sein. Das Drama ist, das dieser dann aller Voraussicht nach gültig geweihte Bischöfe angehören werden.

Langweilig wird es auf keinen Fall. Aber eines erkennt man auch. Man hat eine enorme Angst davor, dass tatsächlich einer oder mehrere Bischöfe aus dem „synodalen Weg“ ausscheiden könnten. Der bischöfliche Dienst ist ein Dienst an der Einheit in der Wahrheit. Das macht das Mitwirken am „synodalen Weg“ so heikel. Wo ist der Punkt um der Wahrheit willen aufzustehen und die Einheit, mit denen, die nicht mehr in der Wahrheit sind, aufzukündigen. Bischof möchte man dieser Tage nicht sein.

Archivfoto Peter Winnemöller (c) Michael Hesemann


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Lesermeinungen

 gluteus maximus 27. Jänner 2020 
 

Jodelsynode? Eher Odel-Synode.

Das ganze stinkt bis zum Himmel hoch, da ist massiv was faul. Diese Bischöfe haben sich offensichtlich von der Welt blenden lassen und folgen anderen Götzen - zum k*tzen.

Der kürzeste Vers der Bibel ist hier passend: "Jesus weinte." (Joh. 11,35)


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 Adamo 26. Jänner 2020 
 

Der "synodale Weg"

In der Wochenzeitung für das Erzbistum Freiburg, das "Konradsblatt" v.26.1.2020 ist ein Interview mit Kardinal Marx zum Start des "synodalen Weges" abgedruckt.

Darin ist hauptsächlich die Rede von Gespräch, Gespräch, Gespräch. Es liest sich so wie ein Interview mit einem Politiker.

Die Synodenteilnehmer wollen alles selber machen, also Lösungen finden ohne Gott einzubeziehen.

Somit fehlt diesem Gremium das Wichtigste, der Segen Gottes. Dadurch werden all ihre Lösungsfindungen für die Katz sein.


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 Waldi 25. Jänner 2020 
 

Synodaler Irrsinn!!!

Ich schließe mich voll Herbstlicht an, dass immer noch Jesus Christus der Herr der Kirche ist. Daran halte ich mich ohne Wenn uns Aber. Aber um die DBK als auch um dieses jämmerliche ZdK, kümmere ich mich einen feuchten Dreck!


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 bernhard_k 25. Jänner 2020 
 

Wahnsinn!

Und jetzt befragen die Bischöfe die Laien, wie die Kirche gestaltet werden solle! Was für ein Irrsinn!

Wenn ein Bischof wissen will, wie es sein soll, muss er seinen Chef Jesus Christus im Himmel befragen! Laienmeinungen sind irrelevant. Oder hat Jesus die Apostel befragt, WIE Kirche sein soll???

Die Bischöfe scheinen die einfachsten Zusammenhänge nicht mehr zu begreifen!


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 Fides Mariae 1 25. Jänner 2020 
 

Das wär was...

... wenn ein Bischof ausschert, am besten noch mehrere. Die einzige Chance. Beten wir für sie, dass zwei oder drei den lebenslang geübten innerkirchlichen Konsens - auch eine Form der Vertuschung! - verlassen können. Das muss ganz schwer sein, so gegen die eigene kirchliche Prägung anzugehen. Bischof wird man heutzutage nicht ohne ein großes Maß an Konzilianz. Aber wenn der Geist sie erweckt wie Daniel, dann wird das Todesurteil, das gegen die Katholizität der deutschen Kirche schon gefällt ist, aufgehoben! (vergl. Buch Daniel)


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 Martinus Theophilus 25. Jänner 2020 
 

Das Jodeln nicht abschätzig behandeln.

Ich stimme dem Kommentator inhaltlich zu. Den Begriff "Jodelsynode" finde ich allerdings unpassend, denn das Jodeln ist ein wertvoller Teil der traditionellen Volksmusik im Alpenraum. Den synodalen Weg als "Jodelsynode" zu bezeichnen ist eine Beleidigung für das Jodeln, das im Gegensatz zu den Events von DBK und ZdK Anerkennung und Wertschätzung verdient.


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 SalvatoreMio 25. Jänner 2020 
 

"Auf dem Holzweg" - perfekt ausgedrückt

@bernhard_k
Danke sehr! Sie haben den Holzweg genau beschrieben. Würde man doch Konsequenzen daraus ziehen und umkehren! Amen


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 Chris2 24. Jänner 2020 
 

Der wohl beste Kommentar

bislang zum synodalen Irrweg und seinen Hintergründen. Merke: Wer in der katholischen Kirche praktizierte Homosexualität gutheißen oder gar "segnen" will, weil es massive - und weit überwiegend homosexuelle! - Übergriffe in seinem "Verein" gegeben hat, hat mindestens ein Problem mit elementarer Logik. Mindestens...


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 bernhard_k 24. Jänner 2020 
 

Auf dem Holzweg!

Dieser "Weg" führt komplett in die Irre, weil das Hauptproblem *Glaubensmangel* nicht gesehen und deshalb auch nicht behandelt wird.

Es ist, wie wenn ein Formel 1-Team immer nur krampfhaft an den Regeln herumbasteln will, obwohl der Wagen jedesmal nur deshalb aus der Kurve fliegt, weil die Reifen völlig kaputt sind.

Machtmissbrauch, Sexualethik und Zölibat stehen auf der Agenda, weil schlicht und einfach Jesus nicht mehr geliebt wird, der Glaube also erlahmt ist.

Die Logik lautet: Für einen Priester, der Jesus "durch und durch" liebt, ist Missbrauch überhaupt kein Thema und der Zölibat ein großer Segen. Jesus hat eindeutig vorgelebt, wie man(n) es richtig macht und was er sich von seinen männlichen Vertretern im geistlichen Amt wünscht.


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 Kirchental 24. Jänner 2020 

Die Beteuerungen häufen sich

ebenso wie die Warnungen vor dem reaktionären Beharren.

Anscheinend spüren die Synodalen selbst genau, auf welchen Weg sie sich da machen - und versuchen, sich gegenseitig durch Pfeifen in der Nacht zu ermutigen.

Leute, da hilft auch Pfeifen nicht - ihr seid auf dem Holzweg! !


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 Herbstlicht 24. Jänner 2020 
 

Sehr geehrte Bischöfe, gebt acht!

Auch wenn es vielleicht so manchen Bischöfen und ZdK-Funktionären nicht passt:
NOCH ist Jesus Christus der "Herr" der Kirche. ER hat das Sagen, seine Lehre gilt und nicht die ihre.

Falls sie den Drang verspüren, die Kirche eigenmächtig nach ihren Wünschen und den Wünschen der Welt umformen zu wollen, so sind sie es, die spalten und haben dafür geradezustehen.
Denn die "deutsche" Kirche ist nicht Chef der Weltkirche, zur Überheblichkeit besteht also kein Grund.

Sollten also ihre Entscheidungen den Spaltpilz in sich bergen, so werden sie das vor den Gläubigen zu verantworten haben und eines Tages auch vor IHM.


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