Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  2. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  3. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  4. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  7. Papstprediger: KI zeigt „gewisses Etwas auf, das nur wir tun können“
  8. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  9. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  10. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  11. Cantare amantis est. Der Chor: Ikone der Kirche. Die Freilegung des Glaubensgeheimnisses im Gesang
  12. R.I.P. Martin Lohmann
  13. "Hassprediger und Hofnarr"
  14. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  15. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...

„Definitiv hervorragend!“

23. Jänner 2020 in Interview, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Alexandra Linder im kath.net-Interview zur Beteiligung von Trump am March for Life: „Wunderbar, das sollten weltweit alle Regierungschefs, Kanzlerinnen, Präsidenten, Abgeordneten, Religionsvertreter etc. sich zum Vorbild nehmen.“ Von Petra Lorleberg


Berlin (kath.net/pl) „Auch ich persönlich halte viele Äußerungen und Entscheidungen des US-amerikanischen Präsidenten für falsch, diese hier aber definitiv für hervorragend.“ Das sagt Alexandra Maria Linder M.A., die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL),im kath.net-Interview zu der Ankündigung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, dass er am March for Life teilnehmen wird, kath.net hat berichtet.

kath.net: US-Präsident Trump wird an der weltgrößten ProLife-Veranstaltung teilnehmen und eine Rede halten. Ein historisches Ereignis. Was war Ihre erste spontane Reaktion auf diese Nachricht?

Alexandra Linder: Wunderbar, das sollten weltweit alle Regierungschefs, Kanzlerinnen, Präsidenten, Abgeordneten, Religionsvertreter etc. sich zum Vorbild nehmen.

kath.net: Sehen Sie seine Ankündigung – wie auch sein ganzes ProLife-Engagement während seiner Präsidentschaft – einzig als Hilfsmittel im Wahlkampf?

Linder: Die Republikaner sind traditionell pro life. Natürlich gehört dieser Auftritt auch zum Wahlkampf, aber im letzten Jahr hat dort bereits der amerikanische Vizepräsident gesprochen. Die Abtreibungssituation mit all ihren negativen Folgen auch für die Gesellschaft ist in den USA zum Glück wieder ein großes Thema, nach über 60 Millionen durch Abtreibung getöteten Kindern allein in diesem Land seit 1973. Da ist es durchaus legitim, wenn die Partei, die grundsätzlich für das Lebensrecht eintritt, diese Thematik auch für den Wahlkampf nutzt. Denn die letzten Jahre haben ja gezeigt, dass sie es damit ernstmeint.


Die Abtreibungslobby hat bei der Präsidentschaftswahl zwischen Trump und Clinton viele Millionen Dollar investiert und zahlreiche Veranstaltungen organisiert, weil sie Angst hatte, dass es mit einem republikanischen Präsidenten finanziell magerer und ideologisch enger wird. Diese Sorge war zum Glück berechtigt. Planned Parenthood organisierte damals sogar eine „Liebesparty“ für die vehemente Abtreibungsverfechterin Clinton …

kath.net: Nun gilt Trump ja – nicht zuletzt auch in den deutschen Medien – als „umstritten“ oder noch mehr. Kann man als Lebensschützer eigentlich auch Trump-Gegner sein und seine Teilnahme trotzdem als hilfreich einordnen?

Linder: Natürlich. Denn man muss immer zwischen Sache und Person unterscheiden. Auch ich persönlich halte viele Äußerungen und Entscheidungen des US-amerikanischen Präsidenten für falsch, diese hier aber definitiv für hervorragend.

kath.net: Welche Auswirkungen erwarten Sie aus der Teilnahme Trumps für die Einordnung unserer hiesigen ProLife-Bewegung in den großen Medien, in unseren Kirchen und kirchlichen Medien?

Linder: Auf der einen Seite wird vermutlich ein Proteststurm losbrechen, und zwar all jener, die entgegen den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Embryologie, entgegen den jahrzehntelangen weltweit negativen Erfahrungen mit Abtreibung und entgegen jeglicher Vernunft und Logik nach wie vor behaupten, bei einer Abtreibung werde lediglich eine Fruchtblase oder ein Zellhaufen entfernt und das sei ein großer Gewinn für Frauen. Doch sie können nicht verhindern, dass die Propagierung der Abtreibung und die Vertuschung der Wahrheit in nicht allzuferner Zukunft als unfassbar unmenschliche Phase der Weltgeschichte angesehen werden wird.

Auf der anderen Seite wird es für die europäischen Lebensrechtler eine weitere Ermutigung auf einem jetzt schon erkennbar positiven gesellschaftlichen Besinnungsweg sein, denn die USA sind uns in dieser Hinsicht ein paar Jahre der Erkenntnis voraus.

Wir sind sehr freudig gespannt, wer hierzulande diesen starken Impuls zum Anlass nimmt, um den Marsch für das Leben als profunde Menschenrechtsveranstaltung zu bewerben, sachlich darüber zu berichten und vor allem, um persönlich teilzunehmen – er findet übrigens am 19. September in Berlin statt.

Pressefoto: Alexandra Maria Linder


Pressefoto (c) ALfA


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Vorweihnachtliches Lichtermeer
  2. "Die Christen und Lebensschützer trauern um Martin Lohmann"
  3. „Die Tragödie von 73 Millionen Abtreibungen jährlich weltweit ist zur Normalität geworden“
  4. "Jugend für das Leben" stellt klar: Es gab keinerlei Belästigung vor Abtreibungsklinken
  5. "Social Egg Freezing": Ethikerin kritisiert VfGH-Entscheidung
  6. 40 Jahre CDL: Festredner Prof. Christian Hillgruber warnt vor reduziertem Lebensschutz
  7. Bombendrohung bei Hl. Messe in Wien - ÖVP und FPÖ üben Kritik - Schweigen bei 'Katholischer Aktion'
  8. Brandanschlagsdrohung auf Karlskirche vor Marsch fürs Leben in Wien!
  9. Jugend für das Leben fordert Bekenntnis zum Leben
  10. Gerichte sichern Gebet vor Abtreibungseinrichtung in Regensburg!






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  11. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  12. "Hassprediger und Hofnarr"
  13. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz