Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  2. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  3. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  4. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  5. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  6. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  7. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  8. Medienbericht: Papst Franziskus hat Dokument für die Kurienreform unterzeichnet
  9. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  10. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  11. Entbehrliches Christentum?
  12. Kretschmann: Abtreibungspflicht für Ärzte wird es nicht geben
  13. Apostolischer Vikar: Umwidmung der Hagia Sophia nachvollziehbar
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia

Nigeria: „Dunkelheit hat sich ausgebreitet, doch sie hat nie gewonnen“

16. Jänner 2020 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Betrachtung eines Priesters zu den jüngsten Gewalttaten an Christen


Nigeria (kath.net/KIN)
Am 26. Dezember 2019 hat die Terrorgruppe „Islamic State West Africa Province” (ISWAP) ein Video veröffentlicht. Darin wird gezeigt, wie die Terroristen zehn Geiseln den Kopf abschlagen. Eine weitere Geisel wurde vor laufender Kamera erschossen. Die Namen der Getöteten sind bislang unbekannt. Ein früheres Video enthüllt, dass es sich um Geiseln aus den nigerianischen Bundesstaaten Borno und Yobe handelt.

Der von ISWAP und Boko Haram verübte Terror hat die Nigerianer tief erschüttert, vor allem die Christen. Sie wurden durch eine weitere Schreckensmeldung vom zweiten Weihnachtstag in einen Schockzustand versetzt: Bei einer Hochzeitsfeier im Bundesstaat Borno wurden einige Gäste enthauptet.

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hat mit Panachy Longinus Ogbede, dem Pfarrer der katholischen Gemeinde „Mariä Heimsuchung“ in Lagos, über die Morde gesprochen. Hier seine Betrachtung der Ereignisse:


„Wir dürfen nie Gewalt akzeptieren. Sie ist nicht Teil unserer Kultur. Die Nigerianer sind traditionell dafür bekannt, Diskussionen zu führen; unsere Vorväter haben uns beigebracht, dass das Prinzip ,Auge um Auge, Zahn um Zahn῾ dazu führt, dass alle blind und zahnlos zurückbleiben. Es gibt immer bessere und produktivere Wege.

„Egoismus und Relativismus haben sich überall breitgemacht“

Doch viele Menschen denken anders. Für sie wäre es gut, wenn sie eine stärkere Beziehung zu Gott hätten. Dies würde zu positiveren Beziehungen mit ihren Mitmenschen führen. Durch den Glauben wird der andere Mensch in unseren Augen geheiligt. Wir verlieren schnell unseren Sinn für das Heilige, ebenso wie unseren Sinn für die Gemeinschaft.

Egoismus und Relativismus haben sich überall breitgemacht, und wir haben vergessen, dass es immer noch objektive Wahrheiten gibt. Es ist nicht recht, Brüder und Schwestern zu töten. Es ist nicht recht, grausam zu sein. Ich flehe Boko Haram und ISWAP an, ihr Handeln zu überdenken.

Christen können die Heimat nicht verlassen

Fest steht, dass die Christen ihre Heimat nicht verlassen können. Wohin sollten sie auswandern? Und für wie lange? Wir sind Fremde – egal, wo wir hingehen. Die Heilige Schrift hat uns harte Zeiten vorausgesagt, doch harte Zeiten bleiben nicht für immer.

Das Leben ist voll von Höhen und Tiefen, die häufig das Ergebnis menschlichen Eigennutzes sind. Und es wird immer einen Judas unter den Jüngern geben. Es wird immer ein Kind geben, das sich verirrt, das nach links geht, wenn alle anderen nach rechts gehen. Und wenn es das tut, wird es merken, dass dies selten zum Erfolg führt.

„Christus hat seine Kirche nie im Stich gelassen“

Gerade wenn die Dinge wanken, eröffnen sich uns Chancen des Wachstums. Um dieses Wachstum zu erreichen, müssen wir Instabilität, Unvollkommenheit und Unsicherheit akzeptieren. Es gibt Licht am Ende des Tunnels, doch wir müssen durch den Tunnel gehen, bevor wir das Licht erreichen können.

Auch die ersten Apostel mussten Verfolgung erleiden. Doch Christus hat seine Kirche nie im Stich gelassen. Ohne ihn wären wir alle nicht mehr da. Dunkelheit hat sich ausgebreitet, doch sie hat nie gewonnen.”


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Adamo 17. Jänner 2020 
 

Die Betrachtungen dieses Priesters nützen überhaupt nichts.

Er sollte sich vielmehr Zugang zur Weltpresse verschaffen, diese alarmieren und dazu bringen hierüber zu berichten, die doch sonst jeden Hafekäs veröffentlicht.

Auch hierfür zu beten, das würde etwas nutzen.


0

0
 
 Anna Lea 16. Jänner 2020 
 

Ja, Dunkelheit hat sich verbreitet, weil großteils

der jetzige Welt von dunklen Gestalten gelenkt oder regiert werden. Das Schicksal von den fast 400 in 2014 entführten Schulmädchen aus Chibok in Nigerien scheint komischerweise weder Media noch Politik zu interessieren. Wenn unsere deutsche Kirche ihre 50000 Euro für die Rettung diese, und für die Bekämpfung des Boko Harams ausgegeben hätten, statt für die Seenotrettung hätten wir Katholiken uns sehr gefreut.
Maria, Hilfe der Christen, bitte für uns und für unsere Hirten.


8

0
 
 Winrod 16. Jänner 2020 
 

Mein größter Respekt

für Pfarrer Ogbede! Was er sagt, ist wahre Christlichkeit.


9

0
 
 SalvatoreMio 16. Jänner 2020 
 

Lasst uns beten -

für unsere Brüder und Schwestern in Nigeria - heute, morgen und übermorgen!
Und lasst uns beten für die Verirrten, die sich wie Bestien verhalten und wohl noch stolz darauf sind. !


9

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nigeria

  1. „Bildung gibt einem Kind einen Schlüssel für die Zukunft“
  2. Nigeria: Erzbischof Kaigama prangert sexuelle Gewalt gegen Frauen an
  3. Nigeria: 5 Millionen demonstrieren gegen Christenverfolgung
  4. ‘Übergriffe auf Christen werden zügelloser’
  5. Nigeria: ‚Christen werden getötet wie Hühner’
  6. Nigeria: Islamistische Gewalt nimmt weiter zu
  7. Nigeria: Bischof beklagt Untätigkeit der Polizei
  8. Priester verschleppt, entführte Nonnen befreit
  9. Nigeria: Kirchlicher Massenprotest nach Massaker an Christen
  10. Papst sieht von Sanktionen in nigerianischer Unruhediözese ab








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  3. Medienbericht: Papst Franziskus hat Dokument für die Kurienreform unterzeichnet
  4. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  5. Entbehrliches Christentum?
  6. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  7. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  8. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  9. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  10. Papst nahm Rücktritt von Medjugorje-Gegner Bischof Peric an
  11. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia
  12. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  13. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  14. Gott hab ihn selig!
  15. Überraschende Wende: Macron will identischen Nachbau des Notre-Dame-Vierungsturms

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz