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Vatikan: Papst will Zölibatsgebot für Priester nicht aufheben

14. Jänner 2020 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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Pressesprecher Bruni erinnert anlässlich Vorstellung eines Buches von Kardinal Sarah und Benedikt XVI. an Aussagen von Franziskus


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Anlässlich eines neuen Buches zum Zölibat, das Kurienkardinal Robert Sarah mit dem emeritierten Benedikt XVI. veröffentlichte, hat der Vatikan an Aussagen von Papst Franziskus (Archivfoto) erinnert. Dessen Haltung zum Zölibat sei bekannt, erklärte der vatikanische Pressesprecher Matteo Bruni am Montag. "Ich persönlich meine, dass der Zölibat ein Geschenk für die Kirche ist ... Ich bin nicht damit einverstanden, den optionalen Zölibat zu erlauben", zitierte Bruni den Papst aus einer Pressekonferenz vor einem knappen Jahr.

Mit Blick auf fortgesetzte Diskussionen zu Ausnahmen der Zölibatsverpflichtung habe der Papst damals hinzugefügt: "Es würden nur einige Möglichkeiten bleiben in entlegensten Gebieten wie den pazifischen Inseln." Bei "pastoraler Notwendigkeit" müsse "der Hirte an die Gläubigen denken". Außerdem erinnert Bruni daran, dass Franziskus damals seinen Vorgänger Paul VI. zitierte, der gesagt hatte: "Ich gebe lieber mein Leben, als das Zölibatsgesetz zu ändern."


Mit Brunis Erklärung reagierte der Vatikan auf die Vorabveröffentlichung eines Buches von Sarah und Benedikt in der französischen Tageszeitung "Le Figaro" (Montag). In dem 175 Seiten starken Buch "Des profondeurs de nos coeurs" ("Aus den Tiefen unserer Herzen") verteidigen beide vehement die verpflichtende Ehelosigkeit für römisch-katholische Priester. Einzelne Kommentatoren werten insbesondere die Äußerungen des ehemaligen Papstes als offenen Affront gegen seinen Nachfolger.

Franziskus will in Kürze ein nachsynodales Schreiben zur Amazonas-Synode veröffentlichen; auf dieser hatte eine Mehrheit der Mitglieder dafür plädiert, in Ausnahmen bewährte verheiratete ständige Diakone zu Priestern zu weihen. Diese könnten helfen, in entlegenen Gebieten Amazoniens häufiger die Eucharistie zu feiern.

In der Erklärung von Montag zitiert der Vatikan auch eine Äußerung des Papstes aus dessen Rede am Ende der Synode: "Es hat mich sehr gefreut, dass wir nicht Gefangene jener selektiven Gruppen geworden sind, die von der Synode nur wahrnehmen möchten, was in diesem oder jenem anderen innerkirchlichen Punkt beschlossen wurde." Dabei, so Franziskus damals weiter, werde das wesentliche Ganze der Synode verleugnet. Das aber bestehe in der Diagnose vier wesentlicher Dimensionen: Seelsorge, Kultur, Soziales und Ökologie.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 15. Jänner 2020 
 

Vor 1962, absolute Ausnahmen von der Zölibatsverpflichtung!

Der erste und bekannteste war Pfarrer
Rudolf Goethe (1880-1965), der 1951
von Papst Pius XII. dispensiert wurde.
Rudolf Goethe bereitete 145 Konversionen von
Protestanten zum kath. Glauben vor!

Dann gab es noch die Pfarrer Otto Melchers und Eigen Scheytt, insgesamt
sollen es bis 1962 fünf Männer gewesen
sein.

Quellen: Spiegel 09/62

Rudolf Goethe u.a.:

Bekenntnis zur katholischen Kirche,

2. Aufl., 1955

Ut omnes unum sint,2006, Seite 38

Aus diesen absoluten Ausnahmen, 2010
sollen es ca. 300 Priester von insgesamt
412.236 gewesen sein, lassen sich redlicherweise keine allgemeinen Ausnahmen ableiten!


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 Andrzej123 15. Jänner 2020 
 

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen

Pressesprecher Bruni scheint sich un den diesjährigen Walter Ulbricht Preis zu bewerben zu wollen.
Bitte würdige Verleihung seitens des Zentralkommitees! :)


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 Zeitzeuge 15. Jänner 2020 
 

Der Zölibat wird nicht aufgehoben, aber "aufgeweicht",

das kann man auch als "Salamitaktik"
bezeichnen!

Zum letzten Absatz des Artikels:

Das "Ganze" besteht aus "Teilen", ist auch
nur ein "Teil" "faul" ist das Ganze
"angefault"!

Warten wir das nachynodale Schreiben
des Papstes ab, das unter dem Motto
"Neue Wege für die Kirche und für eine
ganzheitliche Ökologie" stehen soll!

Dann geht es um die Unterscheidung
der Geister, aber bitte gem. 1 Kor.12,10
sowie 1 Joh. 4, 1-6 und nicht etwa in Richtung einer neo-
jesuitischen, vom Lehramt bereits 1956
verworfenen "Situationsethik", als
gutes Beispiel sei auf den Artikel
im Link verwiesen!

www.kath-info.de/unterscheidung.html


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 Kostadinov 14. Jänner 2020 

Nachdem Amazonas-Guru Erwin Kräutler...

...sein ganzes Leben dort keinen einzigen Indio getauft hat (nach seiner eigenen Aussage), kann es dort ja gar nicht so viele Katholiken geben, die verzweifelt des Messopfers harren.
Oder noch etwas sarkastischer: Wenn schon die vor Ort (Kräutler) nix machen, warum jammert dann, es wären zu wenig dort?


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 phillip 14. Jänner 2020 
 

Der Papst lässt verlautbaren, dass es für das Amazonasgebiet keine Priester gäbe!

Der vatikanische Mediendirektor Andrea Tornielli sagte, dass es keine Priester gäbe, um sie in das Amazonasgebiet eben jenes Landes zu schicken. Nach diesen Behauptungen drängt sich mir die Frage auf, wer nun lügt oder keine Ahnung hat? Die Jesuiten verfügten am 1. Januar 2017 über 11.574 Priester. Die Gott und dem Obersten der Jesuiten abgegebene Eidformel lautet auszugsweise wie folgt: „…Weiter verspreche ich, dass ich keine eigene Meinung oder eigenen Willen haben will oder irgendeinen geistigen Vorbehalt, was auch immer, selbst als eine Leiche oder ein Kadaver, sondern bereitwillig jedem einzelnen Befehl gehorche, den ich von meinem Obersten in der Armee des Papstes … empfangen mag, und dass ich zu jedem Teil der Erde gehen werde, wo auch immer, ohne zu murren, und in allen Dingen unterwürfig sein will, wie auch immer es mir übertragen wird …“. Die Behauptung Tornielli`s ist schlichtweg unwahr! Aber, wenn wundert noch, was aus dem Vatikan noch unwahres verbreitet wird?


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 Kostadinov 14. Jänner 2020 

Wenn man es nicht auf den Zölibat abgesehen haben will in Rom...

...warum dann die Aufregung wegen dieses Buches?


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 Uwe Lay 14. Jänner 2020 
 

Das Radio-Eriwan- Prinzip

Im Prinzip soll der Zölibat für die Priester erhalten bleiben, aber mit Ausnahmen, immer nur in Einzelfällen
kann davon aber abgeshen werden.
So leicht ist der Zölibat faktisch abschaffbar.
Uwe C. Lay


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 Fides Mariae 1 14. Jänner 2020 
 

In die Tonne kloppen

...kann man diese Aussage des Sprechers. Das ist doch absichtliches Missverstehen. Er soll vielmehr darlegen, ob die Absicht besteht, den Zölibat zu ENTKERNEN (das Gebäude stehen lassen, das Innere ummodeln).
Beten wir um den Heiligen Geist, dass Papst Franziskus in dieser angefochtenen Stunde der Kirche EINMAL die Klarheit des Heiligen Geistes in aller Deutlichkeit bekommt und seine improvisierende südamerikanische Denkweise hier in den Hintergrund tritt. Beten wir, dass der Herr ihm sagt: "Dein Wort sei ja, ja, nein, nein, alles andere ist vom Übel."
Beten wir, dass in dieser Stunde der Kirche den allerhöchsten Verantwortlichen auch ganz klar bewusst wird, was mit der Übernahme übergetretener protestantischer verheirateter Pastoren und mit der Einführung des Ständigen Diakonates verheirateter Priester eigentlich passiert und schon versucht worden ist. Mögen diese beiden Änderungen, die im letzten Jahrhundert vorgenommen wurden, dazu dienen, dass jetzt nichts mehr hintenherum kommt.


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 hape 14. Jänner 2020 

Glaub ich erst, wenn's so ist.

Aus dem Mund von kirchenpolitischen Strategen, die sich primär der Machterhaltung verbunden fühlen, die dem Zeitgeist nachjagend, die Fußnotentheologie erfunden haben, klingt diese Verlautbarung nicht beruhigend, sondern bedrohlich.

Der janusköpfige Papst ist drauf und dran, das Vertrauen der Gläubigen in die Integrität des Amtes zu verspielen, das er keineswegs neu erfunden, sondern von seinen 306 Vorgängern geerbt hat. Die Strategie ist doch, den Zölibat zwar formal unangetastet zu lassen, ihn aber zugleich mit Ausnahmeregelungen zu durchlöchern wie einen Schweizer Käse. Prozesse anstoßen, nennt man das. Prozesse so lange anstoßen, bis sie unumkehrbar sind, bis das Faktische zur Norm geworden ist.

Kardinal Kasper meinte: "Der Papst ändert nichts an der Lehre - und doch ändert er alles."

Entscheidend ist nicht, was Gott will. Entscheidend ist nicht, was gesagt wird. Vielmehr wird nur gesagt, was gerade nützlich ist. Kaltes Kalkül. Utilitarismus in Reinkultur.


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 Kirchental 14. Jänner 2020 

Niemand hat die Absicht, den Zölibat abzuschaffen. 😆


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 Aegidius 14. Jänner 2020 
 

Hier steht, was F. wirklich gesagt hat:

"Ich verstehe Ihre Frage so, daß es in fundamentalistischen und rechten Kreisen Menschen gibt, die wünschen, daß Wir die Synodenväter und Kurienmitarbeiter des Vatikans mobilisieren, den Priesterzölibat abzuschaffen. Mir ist nicht bekannt, daß eine solche Absicht besteht. Die Mitarbeiter Unserer Heiligkeit beschäftigen sich hauptsächlich mit Homosexualisierung, Vertuschung und Schleifung des Erbes von JPII und BXVI, und ihre Arbeitskraft wird dafür voll ausge..., äh eingesetzt. Niemand hat die Absicht, das Zölibatsgesetz zu ändern!"


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 Winrod 14. Jänner 2020 
 

Nicht aufheben, aber aufweichen?


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 Cosmas 14. Jänner 2020 
 

Natürlich nur eine kleine lokale Ausnahme....

wie bei der Handkommunion.....


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 SpatzInDerHand 14. Jänner 2020 

jaja... das kennen wir schon: Natürlich will man das nicht aufheben,

aber die Einzelfallausnahmen werden das grundsätzliche Zölibatsgebot ja nicht ändern, eh???

Und dann ist das noch nicht einmal eine aktuelle Stellungnahme von Papst Franziskus.

Neee, für so leichtgläubig lasse ich mich (nicht mehr) verkaufen. Das ist mir von diesem Papst gründlichst ausgetrieben worden... :(


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