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Um Nichtkatholiken nicht zu verletzen: Bischof verzichtet auf Credo

15. Jänner 2020 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
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Aus Rücksicht auf anwesende Orthodoxe und Waldenser solle jeder sein Glaubensbekenntnis leise beten, schlug ein italienischer Bischof bei der Messe am 6. Januar vor.


Pinerolo (kath.net/lifesitenews/jg)
Derio Olivero, der Bischof von Pinero (Italien), hat bei der Messe am 6. Januar (Hochfest der Erscheinung des Herrn) das gemeinsam gebetete Glaubensbekenntnis ausfallen lassen.

Am Ende seiner Predigt bei der „Messe der Völker“, an der neben Katholiken auch Angehörige anderer Religionen und ziviler Behörden teilnahmen, sagte er, aus Rücksicht auf die anwesenden Orthodoxen, Waldenser und Nichtgläubigen werde das Credo leise gebetet. In Stille könne jeder sein eigenes Glaubensbekenntnis rezitieren, schlug der Bischof vor.


Mehrere katholische Teilnehmer an der Messe berichteten der Zeitung La Nuova Bussola Quotidiana, dass auf die Aufforderung von Bischof Olivero ein „peinliches Schweigen“ gefolgt sei, bevor die Liturgie fortgesetzt worden sei.

Ein Vertreter der Diözese wollte die Entscheidung des Bischofs damit rechtfertigen, dass das stille Beten dazu beitragen könne, das Glaubensbekenntnis besser zu verinnerlichen.

In einer Stellungnahme betonte Bischof Olivero seine Treue zum Römischen Messbuch. Bei der Messe am 6. Januar habe er wegen der Anwesenheit von Orthodoxen und Waldensern angeordnet, das Credo leise zu beten, damit jeder sein Glaubensbekenntnis reflektieren könne. Er sehe darin keinen Verstoß gegen die liturgischen Vorschriften.

Das Römische Messbuch gibt folgende Vorschrift zum Glaubensbekenntnis: „Das Glaubensbekenntnis ist an den Sonntagen und Hochfesten vom Priester gemeinsam mit dem Volk zu singen oder zu sprechen. Das kann auch bei besonderen Feiern von größerer Festlichkeit geschehen.“ (Missale Romanum Nr. 68)



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Lesermeinungen

 theotokos-parthenos 20. Jänner 2020 

Verzichtet der Bischof auch auf sein Gehalt, ....

wenn es anderen und Andersgläubigen nicht gefällt?
Oder gilt der "großzügige und großherzige" Verzicht nur, wenn es um das Bekennen des eigenen Glaubens und der Verbreitung desselben geht?!


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 Bonifaz2010 16. Jänner 2020 
 

Quadratur des Kreises

Man kann den armen Bischof verstehen. Er hat mit einem Grundproblem des Ökumenismus zu kämpfen: Einerseits ist die "einzige wahre Religion, so glauben wir, verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche" (DH, 1). Andererseits impliziert der Ökumenismus, dass alle Religionen - mindestens die christlichen - irgendwie auf einer Stufe stehen. Sonst kommen deren Vertreter ja nicht zu gemeinsamen Veranstaltungen! Was also soll ein Bischof tun? Er kann ja nur einen faulen Kompromiss vertreten. Denn den katholischen Glauben unverkürzt zu bekennen und gleichzeitig ökumenische Begegnungen pflegen, ist unmöglich und kommt der Quadratur des Kreises gleich. Es geht also letztlich um die Wahl zwischen dem katholischen Glauben und dem Ökumenismus - die Kirche hat sich seit dem Konzil für letzteres entschieden.


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 phillip 16. Jänner 2020 
 

Wie sagt noch der Volksmund? Wie der Herr, so das G`scherr!

Die Analogie zwischen dem G`scherr und dem Herr`n ergibt sich u.a. aus der Abu Dhabi-Erklärung, mit der aus "Rücksicht" erfolgten häretischen Preisgabe (Verleugnung) Jesu.


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 Henry_Cavendish 15. Jänner 2020 
 

Nur um das als Agnostiker mal anzumerken:

Ich finde das Verhalten auch ein wenig albern. Wenn ich - aus was weiß ich nicht für Gründen - tatsächlich daran teilgenommen hätte, dann wäre mir das Rezitieren des Credos völlig egal gewesen, solange man mich nicht (auch indirekt durch "sozialen Zwang") "zwingt", entweder symbolisch daran teilzunehmen oder symbolisch meinen Widerspruch darzustellen.

Letzteres wäre für mich bspw. gegeben gewesen angesichts der Situation am Ende der Rede von Navid Kermani anlässlich des Friedenspreises.
Denn im Grunde genommen ist dort die Erwähnung (immerhin 1/3 oder mehr der Bürger in Deutschland und Europa), die nicht-gläubig sind, nur political correctness. Der Aufruf richtet sich - auch in der Wortwahl eigentlich nur an die Gläubigen und erzwingt quasi rituelle Teilnahme (Aufstehen im Gebet).

Ich wäre da grundsätzlich wohl sitzen geblieben.


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 Gambrinus 15. Jänner 2020 
 

Wieso ist so jemand Bischof?????


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 Einsiedlerin 15. Jänner 2020 
 

@Zeitzeuge

Danke für den Link. Die Laien auf dem Foto sind ja auch ganz lässig... Die werden sich sicher gut verstehen...
Wird der Menschsohn, wenn er wiederkommt, noch Glauben finden?


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 Chris2 15. Jänner 2020 
 

Kein Problem,

das Schuldbekenntnis z.B. wird ja auch kaum noch gebetet - aus Rücksicht auf die speziellen Empfindlichkeiten von immer mehr Bezahlern katholischer Kirchensteuer.


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 Winrod 15. Jänner 2020 
 

Dann können wir

den katholischen Gottesdienst abschaffen und stattdessen einen ökumenischen feiern.
Wenn es die Überzeugung des Bischofs ist, ist es ein Irrtum, wenn nicht, ist es Feigheit.


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 antonius25 15. Jänner 2020 
 

Ökumenische Gottesdienst sind Quatsch

Da kann ja nur sowas rauskommen.


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 Zeitzeuge 15. Jänner 2020 
 

Msgr. Derio Olivero (1961) wurde am 07.07.2017

von Papst Franziskus zum Bischof von
Pinerolo, einem Suffraganbistum, das dem
Erzbistum Turin unterstellt ist, ernannt.

Er ist "Ökumaniker", z.B. mit den Waldensern, ein typischer "Papst-Franzikus-Bischof", siehe Link,
wo er sich von Laien vor Amtsantritt
in Pinerolo im Pullover segnen läßt.

www.famigliacristiana.it/articolo/il-nuovo-vescovo-di-pinerolo-derio-olivero-in-vesti-di-laico-benedetto-dai-laici.aspx


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 hape 15. Jänner 2020 

Falsche Rücksichtnahme

Die Rücksichtnahme des Pfarrers zielt auf die nicht-kath. Gäste. Aber wie steht es denn mit seiner Rücksicht gegenüber dem eigentlichen Gastgeber? Gastgeber ist weder der Pfarrer, noch das Kirchenvolk, sondern Gott. Auch Pfarrer und Volk sind „nur“ Gäste Gottes. Für einen Gast ist es aber ein Gebot der Höflichkeit, sich dem Willen des Gastgebers unterzuordnen. Das ist schon unter Menschen so und sollte im Hause Gottes nicht anders sein. Der Wille Gottes ist nun, dass alle Menschen geheiligt werden. Dazu hat er sich ein Volk erschaffen: die Kinder Gottes. Es ist ein Gebot der Liebe, dass sich Kinder zu ihrem Vater bekennen. Gegenüber Gott geschieht das im Credo. Warum darf das nicht zu hören sein, wenn nicht-kath. Gäste dabei sind? Wie kann Gott wollen, dass sie in Unkenntnis über ihn gelassen werden – ausgerechnet in der Hl. Messe? Deshalb sollte das Credo immer laut rezitiert werden. Alles andere halte ich für falsche Rücksichtnahme und für Ignoranz gegenüber dem Willen Gottes.


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 Adamo 15. Jänner 2020 
 

Ich glaube an Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde...

Ein Feigling, der diesen Glauben nicht mehr öffentlich vertritt!

Der Satan feiert und feixt, weil er ständig als Gegenspieler Gottes ständig Erfolge bei unseren Bischöfen bis hinauf in den Vatikan verzeichnen kann.


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 spes unica 15. Jänner 2020 
 

Völlig unsinnig!

Völlig unsinnig, da Orthodoxe und Protestanten im Wesentlichen sowohl das Nicäno-Konstantinopolitanum (ohne filioque) und das Apostolicum, so dass zumindest letzeres niemanden verletzen dürfte und schon gar nicht die Nichtgläubigen, denn die müssen ja keiner Messe beiwohnen, wenn sie das darin abgelegte Bekenntnis zum Glauben an den dreieinigen Gott so beeinträchtigt.

Ein Verleugnen wie mein Vorposter sehe ich darin noch nicht, aber eine völlig unnötige falsche Rücksichtnahme. Falsch, weil sie auf Befindlichkeiten reagiert, mit denen bei einer Heiligen Messe, auch bei Anwesenheit von Gläubigen anderer Konfessionen so gar nicht zu erwarten sind.


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 Diadochus 15. Jänner 2020 
 

Feigling

Bischof Derio Olivero ist ein Feigling.


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 Philipp Neri 15. Jänner 2020 

Und das sogar noch während einer Hl. Messe!

Matthäus 10,32+33 sagt dazu alles aus!
"Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. 33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen."
Was haben wir eigentlich für Hirten?


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