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In Maria findet die Kirche sich selbst und die Einheit wieder!

1. Jänner 2020 in Aktuelles, 20 Lesermeinungen
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Franziskus: die Hochzeit zwischen Gott und Mensch, die im Schoß einer Frau ihren Anfang genommen hat. Jede Gewalt an der Frau ist eine Schändung Gottes. Die Predigt im Wortlaut


Rom (kath.net) Am Hochfest der Gottesmutter Maria feierte Papst Franziskus die heilige Messe in der Petersbasilika. Am 1. Januar 2020 wird auch der 53. Weltfriedenstag begangen, der dieses Jahr unter dem Thema steht: „Der Frieden als Weg der Hoffnung: Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr“.

„Wenn sie sich Maria nähert, findet die Kirche sich selbst wieder, sie findet ihre Mitte und Einheit wieder. Der Feind der menschlichen Natur, der Teufel, versucht hingegen, sie zu spalten, indem er die Unterschiede, die Ideologien, die einseitigen Überlegungen und Parteien in den Vordergrund stellt. Wir verstehen die Kirche jedoch nicht, wenn wir sie von Strukturen, Programmen und Strömungen her betrachten: Wir werden etwas von ihr begreifen, aber nicht mit dem Herzen. Denn die Kirche hat das Herz einer Mutter.“

„Geboren von einer Frau. Die Wiedergeburt der Menschheit begann mit der Frau. Die Frauen sind Quellen des Lebens. Und doch werden sie ständig beleidigt, geschlagen, vergewaltigt, dazu gebracht, sich zu prostituieren oder das Leben in ihrem Schoß auszulöschen. Jede Gewalt an der Frau ist eine Schändung Gottes, der von einer Frau geboren wurde. Aus dem Leib einer Frau kam das Heil für die Menschheit: Daran, wie wir den Leib der Frau behandeln, erkennen wir den Grad unserer Menschlichkeit.“

„Wie oft wird der Leib der Frau auf den profanen Altären der Werbung, des Gewinns und der Pornographie geopfert, ausgebeutet wie ein Nutzobjekt. Er muss vom Konsumismus befreit werden, er muss geachtet und geehrt werden; er ist das edelste Fleisch der Welt, er hat die Liebe, die uns gerettet hat, empfangen und zur Welt gebracht! Auch heute wird die Mutterschaft gedemütigt, weil das einzige Wachstum, das interessiert, das Wirtschaftswachstum ist. Es gibt Mütter, die beschwerliche Reisen riskieren, um verzweifelt zu versuchen, der Frucht des Leibes eine bessere Zukunft zu geben; sie werden für überschüssig gehalten von Menschen, deren Bauch voll ist, jedoch mit Dingen, und deren Herz leer an Liebe ist.“

„Während wir das neue Jahr beginnen, fragen wir uns: ‚Kann ich die Menschen mit dem Herzen anschauen? Liegen mir die Leute, mit denen ich lebe, am Herzen? Und vor allem, ist der Herr in der Mitte meines Herzens?’ Nur wenn uns das Leben am Herzen liegt, werden wir fähig sein, dafür auch Sorge zu tragen und die Gleichgültigkeit, die uns umfängt, zu überwinden.“


kath.net veröffentlicht die Predigt von Papst Franziskus zur heiligen Messe am Hochfest der Gottesmutter Maria im Wortlaut:

»Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau« (Gal 4,4). Geboren von einer Frau: so ist Jesus gekommen. Er ist in der Welt nicht als Erwachsener erschienen, sondern wurde, wie uns das Evangelium gesagt hat, »im Mutterleib empfangen« (Lk 2,21): dort hat er unsere Menschheit angenommen, Tag für Tag, Monat für Monat. Im Schoß einer Frau haben sich Gott und die Menschheit verbunden, um sich nie mehr zu trennen. Auch jetzt im Himmel lebt Jesus in dem Fleisch, das er im Schoß der Mutter angenommen hat. In Gott ist unser menschliches Fleisch!

Am Neujahrstag feiern wir diese Hochzeit zwischen Gott und Mensch, die im Schoß einer Frau ihren Anfang genommen hat. In Gott wird für immer unsere Menschheit sein, und Maria wird für immer die Mutter Gottes sein. Sie ist Frau und Mutter, das ist das Wesentliche. Von ihr, der Frau, ist das Heil ausgegangen, und folglich gibt es ohne die Frau kein Heil. Dort hat sich Gott mit uns verbunden und, wenn wir uns mit ihm verbinden wollen, geht es über denselben Weg: über Maria, Frau und Mutter. Deshalb beginnen wir das Jahr im Zeichen der Gottesmutter, der Frau, die die Menschheit Gottes geformt hat. Wenn wir unser Handeln heute menschlich gestalten wollen, müssen wir wieder auf die Frau schauen.

Geboren von einer Frau. Die Wiedergeburt der Menschheit begann mit der Frau. Die Frauen sind Quellen des Lebens. Und doch werden sie ständig beleidigt, geschlagen, vergewaltigt, dazu gebracht, sich zu prostituieren oder das Leben in ihrem Schoß auszulöschen.

Jede Gewalt an der Frau ist eine Schändung Gottes, der von einer Frau geboren wurde. Aus dem Leib einer Frau kam das Heil für die Menschheit: Daran, wie wir den Leib der Frau behandeln, erkennen wir den Grad unserer Menschlichkeit.

Wie oft wird der Leib der Frau auf den profanen Altären der Werbung, des Gewinns und der Pornographie geopfert, ausgebeutet wie ein Nutzobjekt. Er muss vom Konsumismus befreit werden, er muss geachtet und geehrt werden; er ist das edelste Fleisch der Welt, er hat die Liebe, die uns gerettet hat, empfangen und zur Welt gebracht!

Auch heute wird die Mutterschaft gedemütigt, weil das einzige Wachstum, das interessiert, das Wirtschaftswachstum ist. Es gibt Mütter, die beschwerliche Reisen riskieren, um verzweifelt zu versuchen, der Frucht des Leibes eine bessere Zukunft zu geben; sie werden für überschüssig gehalten von Menschen, deren Bauch voll ist, jedoch mit Dingen, und deren Herz leer an Liebe ist.

Geboren von einer Frau. Gemäß der Erzählung der Bibel tritt die Frau am Höhepunkt des Schöpfungswerkes auf, gleichsam als Zusammenfassung der gesamten Schöpfung. Denn sie schließt das Ziel der Schöpfung selbst in sich: die Hervorbringung und die Bewahrung des Lebens, die Gemeinschaft mit allem und die Sorge für alles. Es ist das, was die Gottesmutter heute im Evangelium tut. »Maria aber«, so heißt es im Text, »bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen« (V. 19).

Sie bewahrte alles: die Freude über die Geburt Jesu und die Traurigkeit über die verweigerte Gastfreundschaft in Betlehem; die Liebe Josefs und das Staunen der Hirten; die Verheißungen und die Ungewissheiten für die Zukunft. Alles lag ihr am Herzen und in ihrem Herzen legte sie alles zurecht, auch die Widrigkeiten. Denn in ihrem Herzen ordnete sie jede Sache mit Liebe und vertraute Gott alles an.

Diese Handlungsweise Marias kehrt im Evangelium ein zweites Mal wieder. Am Ende des verborgenen Lebens Jesu heißt es nämlich: »Seine Mutter bewahrte all die Worte in ihrem Herzen« (V. 51). Diese Wiederholung lässt uns verstehen, dass etwas im Herzen zu bewahren nicht eine schöne Geste ist, welche die Gottesmutter ab und zu vollbrachte, sondern ihre Gewohnheit. Es ist der Frau eigen, für das Leben Sorge zu tragen. Die Frau zeigt, dass der Sinn des Lebens nicht darin besteht, immer weiter etwas zu produzieren, sondern für das, was da ist, Sorge zu tragen. Nur wer mit dem Herzen schaut, sieht gut, weil er „nach innen zu sehen“ vermag: die Person jenseits ihrer Fehler, den Bruder oder die Schwester jenseits seiner bzw. ihrer Schwächen, die Hoffnung in den Schwierigkeiten, Gott in allem.

Während wir das neue Jahr beginnen, fragen wir uns: „Kann ich die Menschen mit dem Herzen anschauen? Liegen mir die Leute, mit denen ich lebe, am Herzen? Und vor allem, ist der Herr in der Mitte meines Herzens?“ Nur wenn uns das Leben am Herzen liegt, werden wir fähig sein, dafür auch Sorge zu tragen und die Gleichgültigkeit, die uns umfängt, zu überwinden. Bitten wir um diese Gnade, dass wir dieses Jahr mit dem Wunsch leben, uns die anderen zu Herzen zu nehmen, uns um die anderen zu kümmern.

Und wenn wir eine bessere Welt wollen, die ein Haus des Friedens und nicht Schauplatz für Krieg ist, möge uns die Würde jeder Frau am Herzen liegen. Von der Frau wurde der Friedensfürst geboren. Die Frau ist Spenderin und Mittlerin des Friedens und muss an den Entscheidungsprozessen voll beteiligt werden. Denn wenn die Frauen ihre Gaben weitergeben können, dann ist die Welt geeinter und friedvoller. Daher ist eine Errungenschaft für die Frau eine Errungenschaft für die ganze Menschheit.

Geboren von einer Frau. Gleich nach seiner Geburt spiegelte sich Jesus in den Augen einer Frau, im Gesicht seiner Mutter. Von ihr hat er die ersten Liebkosungen erhalten, mit ihr hat er das erste Lächeln ausgetauscht. Mit ihr hat er die Revolution der Zärtlichkeit eingeleitet. Wenn die Kirche auf das Jesuskind blickt, ist sie gerufen, diese fortzuführen. Denn auch sie ist wie Maria Frau und Mutter und erkennt in der Gottesmutter ihre typischen Merkmale. Die Kirche sieht Maria unbefleckt und fühlt sich gerufen, zur Sünde und zur Weltlichkeit „nein“ zu sagen. Sie sieht Maria fruchtbar und fühlt sich gerufen, den Herrn zu verkünden, ihn im Leben der Menschen hervorzubringen. Sie sieht Maria als Mutter und fühlt sich gerufen, jeden Menschen als Sohn oder Tochter anzunehmen.

Wenn sie sich Maria nähert, findet die Kirche sich selbst wieder, sie findet ihre Mitte und Einheit wieder. Der Feind der menschlichen Natur, der Teufel, versucht hingegen, sie zu spalten, indem er die Unterschiede, die Ideologien, die einseitigen Überlegungen und Parteien in den Vordergrund stellt.

Wir verstehen die Kirche jedoch nicht, wenn wir sie von Strukturen, Programmen und Strömungen her betrachten: Wir werden etwas von ihr begreifen, aber nicht mit dem Herzen. Denn die Kirche hat das Herz einer Mutter. Und wir rufen heute als Kinder die Mutter Gottes an, die uns als gläubiges Volk vereint.

O Mutter, bring in uns die Hoffnung hervor, bring uns die Einheit. Frau des Heils, wir vertrauen dir dieses Jahr an, bewahre es in deinem Herzen. Wir rufen dir zu: Heilige Mutter Gottes, heilige Mutter Gottes, heilige Mutter Gottes!


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Lesermeinungen

 AnnaXX 3. Jänner 2020 
 

Standesdünkel

Eine schwangere Frau hat etwas Heiliges an sich. Der Eigen- und Standesdünkel mancher Priester ist hingegen purer Götzendienst.


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 lesa 3. Jänner 2020 

unergründlicher Reichtum im Geheimnis Christi... (Hl. Paulus)

[email protected]: Sie haben es "provoziert", IHNEN gebührt der Dank!
Das Zitat geht noch weiter:
"Das ist der wahre Quell ihrer Existenz als Kirche der bleibende Grund ihres Kirche-Seins, und die Einrichtungen der societas perfecta haben für sie deshalb und so weit konstitutive Bedeutung, als sie mit diesem sakramentalen Organismus wesentlich verflochten sind. Primat, Episkopat, Presbyterat sind vom sakramentalen Organismus der Kirche, von ihrem kultischen Lebensquell her zu verstehen und nicht umgekehrt der Kult als eine Zutat zu der an sich schon perfekten societas perfecta. Die Existenz der Kirche steht auf dem Kult, der in der Liturgie seine konkrete Gestaltung erfährt."
Beten wir, dass uns allen (auch den "Teilnehmern des synodalen Weges")immer mehr aufgeht, was uns geschenkt ist!
Wie tröstlich ist der Satz in der gestern veröffentlichen Predigt von Bischof Voderholzer: "Wir werden die Kirche mit ihrer sakramentalen Struktur nicht irgendwelchen Kompromissen opfern."


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 Montfort 2. Jänner 2020 

Liebe @lesa, nun haben Sie mit dem passenden Zitat von J. Ratzinger

diese Überlegungen zur Kirche zu einem krönenden Abschluss gebracht! Herzlichen Dank!


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 lesa 2. Jänner 2020 

das Geschehen, AUS dem die Kirche überhaupt existieren kann

Lieber @Montfort: Danke für die wichtige Präzision!
"Alles ist DURCH das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, das geworden ist. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden(vgl Joh 1)
"durch ihn erschaffst du immerfort diese guten Gaben, gibst ihnen Leben und Weihe und spendest sie uns"
"Durch ihn und mit ihm und in ihm …"

"Die Kirche lebt IN Christus, VOM eucharistischen Christusleib HER. Die Kirche lebt vom Todespassah Christi und von seiner bleibenden Gegenwärtigkeit in der Liturgie der Kirche. Im Kult erfährt sie jenes schöpferische Geschehen, aus dem heraus sie überhaupt als Kirche fort und fort existieren kann. Sie besteht als Volk Gottes nicht deswegen, weil sie die organisatorischen Einrichtungen einer societas perfecta hat, sondern allein deswegen, weil im Kult ihr wahrer Lebensquell fließt, weil sie im Kult …
fort und fort ihre Neubegründung AUS den Lebenskräften Gottes, aus der gott-menschlichen Heilstat Jesu Christi erfährt." (J. Ratzinger)


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 Montfort 2. Jänner 2020 

Liebe @Lesa, ja...

der Sohn Gottes hat Fleisch angenommen (incarnatus est) durch den Heiligen Geist AUS der Jungfrau Maria.

Aber Er "inkarniert" sich nicht in der Kirche, sondern die Kirche als sein mystischer Leib geht geistgewirkt aus der Lebenshingabe des menschgewordenen Gottessohnes hervor.

Der Sohn Gottes wird weder "in" noch "durch" Maria und/oder die Kirche Mensch, sondern Er, die 2. göttliche Person, nimmt AUS Maria Fleisch an durch den Heiligen Geist, und die Kirche wird AUS Ihm, der Gott ist, "geboren" - symbolisch aus Seiner Seitenwunde.

Der dreeine Gott "erschafft" den irdischen, menschlichen Leib, Seele und Willen des menschgewordenen Gottessohnes Jesus Christus, und Er "erschafft" auch Seinen "mystischen Leib", die Kirche.

Die Kirche ist nicht "Inkarnation" des Gottessohnes, sondern "Sakrament", gestiftetes heiliges Zeichen und Werkzeug des Heils, in dem Christus selbst sakramental Seine lebendige, ja "sakranental-leibhaftige" Gegenwart "stiftet" und schenkt.


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 lesa 2. Jänner 2020 

Danke für die ganz wesentlichen Einwände!

[email protected]: Danke für die sehr wichtigen Ergänzungen! Sonst landen wir erst wieder bei einem, wenn auch verbrämten, Feminismus. Aber die Haltung das Empfangens ist die Voraussetzung, dass Christus sich im Leib Christi, der die Kirche ist, inkarnieren konnte. Dies als SOHN Gottes, nicht wahr …?!


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 stephanus2 1. Jänner 2020 
 

Die Gottesmutter..

weist in dem, was aus ihren Erscheinungen her bekannt ist , immer auf ihren Sohn, auf Jesus Christus hin.-Es ist immer wieder interessant, wie die gleichen Umstände, wie z.B. diese Predigt oder wie das aktuelle Video (Tonikas Hinweis)völlig unterschiedlich wahrgenommen und kommentiert wird ! Was mich betrifft,so löst z.B. der Satz "die Kirche hat das Herz einer Mutter" irgendwo in mir Widerstand aus. Das erscheint mir , wie soll ich sagen , zu schwach, um eine im Grunde gehasste und sich gegen die Welt wendende Botschaft durch die Jahrtausende zu heiligen und zu verkünden.Ich trage eine beidseitige Medaille mit dem Unbefleckten Herzen Mariens auf der einen und dem Heiligsten Herzen Jesu auf der anderen Seite.Ich habe leider auch die Vermutung, dass die Betonung und Hervorhebung der Frauenrolle den Boden bereiten soll für das künftige Priesteramt für Frau.Allen kath.net-Redaktionsmitgliedern und allen Foristen (und -innen...) :)Frohes und gesegnetes und erfülltes Neues Jahr !


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 Montfort 1. Jänner 2020 

Liebe @lesa, der Text von Bernhardin von Siena, den Sie zitieren, bringt es auf den Punkt. Danke!

In der Ansprache des Papstes findet sich viel Gutes und Wahres - allerdings mischt sich bei ihm fast immer subtil sein "ideologisches Sondergut" mit hinein.

In vielen häretischen Ausführungen - ich spreche allgemein! - findet sich Gutes und Wahres, das aber durch kleine Veränderungen und Hinzufügungen "auf die schiefe Bahn" gerät.

Man kann richtig sagen: "die Kirche hat das Herz einer Mutter" - aber: Die Kirche ausschließlich (!) als enpfangend "weiblich", als "Frau" zu definieren, wie PF das immer wieder tut, kann irreführend sein.

Die Kirche ist (auch) der Leib Christi! Christus, das Haupt, der als Mann Mensch geworden ist, kann nur von Männern repräsentiert werden - es gibt also den männlichen Dienst in der Kirche, der Dienst an den Gliedern der Kirche und an der Welt ist. Die Kirche ist Sakrament und Werkzeug des Heils und nicht (weibliche) Quelle des Heils!

Die Trinität, v.a. Gott VATER, wird in den päpstlichen Ansprachen derzeit von der "Mutter" (Pachamama) fast verdrängt.


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 lesa 1. Jänner 2020 

Richtungsweisende Papstpredigt

[email protected]: Ihre theologische Genauigkeit ist dankenswert! P.J.Schmid: "Es hat der Vorsehung gefallen, die Mittlerschaft Mariens eng mit der ihres Sohnes zu vereinen." "Gott ist die universelle Gnadenquelle, Christus ist der universelle Mittler. Maria die universelle Aussspenderin" (Hl. Bernh. v. Siena)
Aber diese Papstpredigt ist doch sehr richtungsweisend: Z.B. diese Worte:
"Wenn sie sich Maria nähert, findet die Kirche sich selbst wieder, sie findet ihre Mitte und Einheit wieder. Der Feind der menschlichen Natur, der Teufel, versucht hingegen, sie zu spalten, indem er die Unterschiede, die Ideologien, die einseitigen Überlegungen und Parteien in den Vordergrund stellt.
Wir verstehen die Kirche jedoch nicht, wenn wir sie von Strukturen, Programmen und Strömungen her betrachten: Wir werden etwas von ihr begreifen, aber nicht mit dem Herzen. Denn die Kirche hat das Herz einer Mutter. Und wir rufen heute als Kinder die Mutter Gottes an, die uns als gläubiges Volk vereint."


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 lesa 1. Jänner 2020 

Frauenquoten und Gleichschaltung entspricht nicht den spezifischen Fähigkeiten

[email protected]: Danke, Zustimmung. Frauen haben oft große Fähigkeiten in Bereichen der Führung, der Theologie etc., und wo es sich um ein Charisma handelt sie es auch einbringen können. Aber was in Richtung "Frauenquote in der Kirche geht", entspricht nicht der Bedeutung der Frau und geht sehr oft daneben, weil es ihren Eigenheiten (und spezifischen Gefährdungen) nicht angemessen ist. Dazu ist die Frau viel zu wichtig und tragend, um sie mit den Männern und deren Aufgaben von vornherein gleichzuschalten. Außerdem muss man realistisch wahrnehmen, was sich die Kirche da unter Umständen einbrockt ...
Sie haben das mit einigem Realismus angedeutet.


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 Gandalf 1. Jänner 2020 

Pacelli.Eugenio MEHRFACH NICK gesperrt!

Bis jetzt hier unter MartaErdmann,
Sebi1983, HeikeStir usw..

Immer der selbe "lustig Genosse" aus dem Kindergarten ;-)


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 Tonika 1. Jänner 2020 
 

Ist ein bisschen offtopic, aber der Wutausbruch des Papstes gegenüber einer Frau, macht Schlagzeile.

Ich kritisiere öfters den Papst aber langsam mache ich mir echt Sorgen um den Papst und seine seelischen Verfassung. Seine Wutausbrüche gegenüber Pilgern ist besorgniserregend.


https://www.dailymail.co.uk/news/article-7841059/Pilgrim-enrages-pontiff-yanking-arm-greets-child-St-Peters-Square.html

https://www.dailymail.co.uk/home/index.html


https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/verärgerter-papst-watscht-frau-auf-die-hand-und-bereut-es/ar-BBYw2Qj?ocid=spartanntp


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 Tonika 1. Jänner 2020 
 

@wedlerg, wenn Frauen Jungfrau Maria zum Vorbild haben, werden sie einen Segen für Land und Familie.

In der evangelischen Kirche sind Frauen mittlerweile Herrscherinnen und produzieren keine Früchte des Glaubens, sondern hinterlassen nur Glaubenswüsten. Die meisten ev. Pastorinnen und Bischöfinnen sind lauter fanatische Feministen, die pro-Abtreibung, pro- Homo-Ehe, pro-Gender und Transgenderism sind. Eine Vergötzung der Frau ist genauso falsch wie die Unterdrückung und Verteufelung der Frau. Diese leitende Frauen in der ev. Kirche haben eine gender-neutrale, politisch korrekte, feministische Bibel herausgebracht um den Gott der Bibel zu zeigen, wo der Hammer hängt. Eine Frau bringt Frucht des Lebens hervor, nur gemeinsam mit einem Mann, aus sich heraus und ohne Gott ist sie kein Quell des Lebens. Nur Maria war Quell des Lebens ohne Mann und durch den Heiligen Geist. In der westlichen Welt, ist die Frau gar zum Vernichterin des Lebens geworden, siehe Massen- Abtreibung, wo Millionen Kinder im Mutterleib von den eigenen Mütter, getötet werden.


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 Pacelli.Eugenio 1. Jänner 2020 
 

Viele wichtige Gedanken! Grazie, Santo Padre!


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 Rolando 1. Jänner 2020 
 

Montfort

Der Papst spricht vom Auftrag der Frau, den er ihr gab, den Maria vollkommen frei in vollkommener Weise annahm. Nach Ihrer These hätte Gott dann Maria gar nicht gebraucht, Jesus hätte einfach so kommen können. Doch die Liebe drängt Gott nun mal, den Menschen, die Frau und den Mann in den Heilsplan entscheidend einzubinden. Der Papst hat in hervorragender Weise die Frau beleuchtet. Freilich gibt es Situationen, wo sich Frauen selbstherrlich Entscheidungen herausnehmen, die ihnen nicht zustehen, die eigenmächtig, nach Hören auf den Widersacher, nach Art der Eva vorgenommen werden, aber das war nicht das Thema der Papstpredigt.


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 Fink 1. Jänner 2020 
 

Ein Gutes Neues Jahr allerseits !

...das wollte ich noch nachtragen.
Auf wohlmeinende kontroverse Debatten im Jahr 2020!
Wir müssen uns nicht immer einig sein! (keine falsche Harmoniesucht!)


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 Fink 1. Jänner 2020 
 

Warum wurde aus dem 1. Januar ein (zusätzliches) Marienfest und der Weltfriedenstag gemacht ?

Lukas-Evangelium 2,21: "Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus...". Im alten Kalender war dieser Oktavtag von Weihnachten das "Fest der Beschneidung des Herrn" (lateinisch: "cirumcisio"). Warum hat man das mit der Liturgie- und Kalenderreform vor 50 Jahren geändert? -Wenn man das mit der "Beschneidung" nicht will (warum auch immer), dann könnte (sollte) man am 1. Januar ein Fest des "Heiligsten Namens Jesu" feiern. Das wäre mein Wunsch. (Entschuldigung, Marienfeste gibt es schon genug).


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 Montfort 1. Jänner 2020 

"Die Frauen sind Quellen des Lebens"?

Ich dachte, der dreieine Gott sei die "Quelle allen Lebens"!

"Die Frau ist Spenderin und Mittlerin des Friedens und muss an den Entscheidungsprozessen voll beteiligt werden. Denn wenn die Frauen ihre Gaben weitergeben können, dann ist die Welt geeinter und friedvoller."

Und Eva hat es nie gegeben...? Wo die Frauen "voll beteiligt" sind, ist die Welt geeint und friedvoll? Ein "Schöne-Neue-Welt-Mythos" zum Jahresbeginn!

"Sie [die Kirche] sieht Maria fruchtbar und fühlt sich gerufen, den Herrn zu verkünden, ihn im Leben der Menschen hervorzubringen."

Kann die Kirche "den Herrn hervorbringen"? Ist es nicht Gott selbst, der - im Herzen der Menschen, die Ihn annehmen, gegenwärtig - die Kirche hervorbringt?

Die "Gottesmutter" trägt bei Papst Franziskus die Züge der "Mutter Erde", der "Mutter allen Lebens" - und grenzt an eine "Vergöttlichung" der Frau. Vom dreieinen Gott - Vater, Sohn und Heiliger Geist - ist nicht die Rede.

Seltsam. Traurig.

Heilige Maria Muttergottes, bitte für uns!


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 wedlerg 1. Jänner 2020 
 

Heute großes Lob

Diese Predigt heute war biblisch und hatte einen richtigen Kerngedanken: "Daran, wie wir den Leib der Frau behandeln, erkennen wir den Grad unserer Menschlichkeit."

So muss ein Papst predigen. Hoffentlich in 2020 öfter.


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 Herbstlicht 1. Jänner 2020 
 

viel Gutes gesagt!

Die Predigt habe ich nicht im vollen Wortlaut gelesen, sondern nur deren Zusammenfassung, doch sie hat mich sehr angesprochen.
Was Franziskus über die Frauen sagte, wie sehr sie oft benutzt und missbraucht werden, stimmt schon.
Allerdings gibt es auch die Frauen, die -so scheint es- nur auf Kampf aus sind:
Kampf gegen den Mann und gegen ihr eigenes -von Gott gegebenes- Geschlecht.
Aber diese kann ich sowieso nicht ernst nehmen.

Allen Lesern, Kommentatoren sowie dem gesamten kath.net-Team ein gutes, von Gott gesegnetes Jahr.
Mut, Zuversicht, Vertrauen und Herzensruhe all´ jenen, denen es nicht übermäßig gut geht und die mit Dingen konfrontiert sind, die ihnen viel an Kraft abverlangen.


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