Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte wies Klage dreier abtreibungsverweigernder Hebammen ab
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  4. „Die deutsche Kritik geht am eigentlichen Anliegen der Instruktion völlig vorbei“
  5. Vatikan bietet deutschen Bischöfen Gespräch zu Reformpapier an
  6. Papst in Buchbeitrag: Corona lässt Leben neu auf Gott ausrichten
  7. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  8. Vier ganz konkrete Wege, wie die Menschen, heute, Gott begegnen können!
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  11. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  12. Weinhostien für das evangelische Abendmahl in Zeiten von Corona
  13. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  14. China: Keine Sozialhilfe, so lange christliche Symbole in der Wohnung sind
  15. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an

Warnung vor Abtreibung weiter aktuell

31. Dezember 2019 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ungarische Bischofskonferenz in Hirtenbrief zum Fest der Unschuldigen Kinder: "Wir ermutigen alle, es zu wagen, die Gabe des Lebens anzunehmen und zu entfalten".


Budapest (kath.net/ KAP)
Die ungarische Bischofskonferenz hat in einem Hirtenbrief die Ablehnung der Abtreibung durch die katholische Kirche bekräftigt. Zum "Fest der Unschuldigen Kinder" am 28. Dezember, an dem die Kirche der in den biblischen Berichten geschilderten Ermordung der Kleinkinder Bethlehems durch König Herodes gedenkt, heben sie darin den bedingungslosen Schutz menschlichen Lebens - auch des ungeborenen - hervor. "Wir danken Gott für alle, die Ja zum Leben gesagt haben, und durch Liebe und Gebet ermutigen wir alle, es zu wagen, die Gabe des Lebens anzunehmen und zu entfalten", so die Bischöfe.

Der Hirtenbrief nimmt Bezug auf die am 12. September 1956 per Dekret erfolgte Legalisierung der Abtreibung in Ungarn. "Seitdem sind sechs Millionen unserer Landsleute aufgrund einer Abtreibung nicht geboren worden", heißt es in dem Schreiben, der an den Protest der ungarischen Bischöfe damals vor 63 Jahren verweist. Erscheine dessen Sprache heute auch als veraltet, habe das damalige Rundschreiben dennoch inhaltlich "nichts an Relevanz verloren". Festgehalten wurde darin u.a., dass "das absichtliche Töten des Fötus eine Sünde nach dem Gesetz Gottes" sei.


"Dass sie uns nicht getötet haben? Wäre auch das möglich gewesen?", zitieren die Bischöfe aus dem Schreiben von 1956 weiter. Ihre Vorgänger hatten damals daran erinnert, dass die Menschheit wohl deutlich ärmer wäre ohne Wolfgang Amadeus Mozart als siebtes, Johann Sebastian Bach als achtes, Benjamin Franklin als sechzehntes oder dem heiligen Ignatius von Loyola als dreizehntes Kind ihrer Eltern. Heute sei indes absehbar, dass die Pflege der alten Generation auch in Ungarn zu einem großen Problem werde - auch aufgrund fehlender Geburten.

So sehr ein Schwangerschaftsabbruch auch oft als "naheliegende Lösung" bei schwierigen Situationen der Mütter gelte, gebe es "immer Alternativen", bekräftigen die Bischöfe. Damit diese erkannt und auch wahrgenommen würden, bräuchten besonders die betroffenen Mütter Unterstützung. Sie sollten ermutigt werden, "Hilfe bei ihrer Großfamilie, den staatlichen und kirchlichen sozialen Netzwerken zu suchen", zudem sei auch die Freigabe zur Adoption ein gangbarer Weg. Selbst im Fall einer Depression könne eine Mutter dadurch "zur Heldin werden, wenn sie sich nicht für den Tod entscheidet, sondern zum Leben Ja sagt".

Besonders verweisen die Bischöfe in ihrem Brief darauf, dass nicht nur die Mutter, sondern auch der Vater, die Familie oder auch die Umgebung für das entstehende Leben Verantwortung trage. In Richtung besonders der Familienmitglieder ermutigen die Kirchenvertreter, "bei der Mutter zu stehen" und jeden Fötus als "Geschenk, das die Geschichte einer Familie verändert" zu sehen, wie dies auch Papst Franziskus am 25. Mai 2019 hervorgehoben habe. Das Kirchenoberhaupt hatte damals erklärt, dass "kein Mensch mit dem Leben unvereinbar sei".

In Ungarn wurde mit dem im Jänner 2012 in Kraft getretenen Grundgesetz der Orban-Regierung ein Lebensrecht des Embyros festgeschrieben, was eine Verschärfung der bis dahin sehr liberalen Regelung bedeutete. Das Selbstverfügungsrecht von Frauen dürfe nicht außer Acht gelassen werden, heißt es im Gesetz, das für einen Schwangerschaftsabbruch die Angabe eines "triftigen Grundes" fordert. Verboten wird die Abtreibung jedoch nicht.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 ottokar 31. Dezember 2019 
 

Weltweit werden täglich 140.000 Kinder abgetrieben!

Mutig und gegen den satanischen Zeitgeist sprechen die ungarischen Bischöfe! Ich kann mich nicht erinnern, dass auch nur ein sogenannter Hirte unserer Katholischen Kirche in D,CH oder Ö kürzlich Ähnliches gepredigt hätte. Ist Abtreibung in unserer saturierten westlichen Gesellschaft so selbstverständlich geworden, gehört diese Form des Mordens zur gültigen Political Corectness und wird so sehr vom Zeitgeist getragen, dass unsere Kirchenfürsten glauben sich diesem Zeitgeist anpassen zu müssen (Zeitgeistanpassung ist Programm des synodalen Weges)? Es ist eine schwere , wohl auf Feigheit basierende, sündige Unterlassung, wenn von kirchlicher Seite nicht ständig auf das Auftragsmorden (Ausnahme:P.Franziskus) hingewiesen wird. Wünschte mir dazu einmal eine Stellungnahme von Eminenz Marx.Es fängt ja bereits damit an, dass sich kaum ein Priester mehr traut über die Notwendigkeit der Beichte zu sprechen.Als Folge entfällt auch die Übung der Gewissenserforschung! Welch satanische Spirale!


6

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. Prominenter US-Priester verteidigt seine offene Unterstützung für Trump
  2. Schwarze Pro-Life-Aktivisten empört über Umbenennung der Planned Parenthood-Klinik
  3. ‚Planned Parenthood‘ entfernt Namen der rassistischen Gründerin Margaret Sanger von Klinik
  4. Italiens Lebensschutzbewegung: Pandemie isoliert Schwangere
  5. Ich wollte nur das Licht der Welt erblicken, doch ich sollte nicht.
  6. Gesetzlich verbrieftes Recht“, ein Menschenleben zu beenden?
  7. Impfstoff aus Zelllinien abgetriebener Föten?
  8. "Wo waren die Verteidiger des Lebens, als man sie brauchte?"
  9. Alles für das Leben?
  10. US-Bischöfe bekräftigen Priorität der Abtreibungsfrage








Top-15

meist-gelesen

  1. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. „Die deutsche Kritik geht am eigentlichen Anliegen der Instruktion völlig vorbei“
  4. Vatikan bietet deutschen Bischöfen Gespräch zu Reformpapier an
  5. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte wies Klage dreier abtreibungsverweigernder Hebammen ab
  6. Derzeit ‚führender‘ Corona-Impfstoff stammt aus Zelllinien eines abgetriebenen Kindes 
  7. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  8. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  9. Hochschule Heiligenkreuz: Vatikan weist Wege bei Strukturrefomen
  10. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  11. Neues kath.net-Kult-T-Shirt: Crux Sacra Sit Mihi Lux
  12. „Letztlich geht es um die neue Evangelisierung“
  13. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an
  14. EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“
  15. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz