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„Wer eines dieser Kinder aufnimmt, nimmt auch mich auf“

30. Dezember 2019 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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Am 28.12. feierten wir das Fest der unschuldigen Kinder. Ein Fest zum Feiern? Gastbeitrag von Georg Martin Lange


Wiesbaden (kath.net) Der mächtige König Herodes fürchtete um seine Macht, denn er hatte von den Weisen aus dem Morgenland erfahren, dass da ein neuer König geboren wurde. Also ließ er kurzer Hand seine Schergen los und befahl, alle jungen Kinder zu töten. Josef aber, gewarnt vom Engel, flüchtete mit Jesus und Maria nach Ägypten.

Diese jungen Kinder starben also für Jesus, ohne, dass sie je von ihm gehört hatten. Sie sind die ersten Märtyrer. Und daher feiern wir ihre Aufnahme zu den Heiligen.

Und heute, sind die Despoten weniger geworden? Ganz im Gegenteil, sie haben sich vermehrt, um Kindern das Leben wegzunehmen. Da werden Kinder als Soldaten ausgebildet und in den Krieg geschickt, um andere Kinder zu töten. Da werden Kinder in giftige Minen geschickt, um Rohstoffe für die Industrie zu gewinnen, während diese Kinder qualvoll sterben oder lebenslang krank sind. Da werden Kinder und ihre Familien aus ihrer angestammten Heimat vertrieben und landen auf ihrer Flucht in Menschen unwürdigen Zeltstädten oder ertrinken im Meer. Die Zukunft für all diese Kinder ist vorbei!! No Future!


Und dann gibt es ja noch andere, speziell in den sogenannten „zivilisierten“ westlichen Ländern, die mit Waffen derartige Machenschaften unterstützen, die aus Gewinnstreben die Kinderarbeit nicht brandmarken. Kann man das noch Zivilisation nennen, wenn Kinder missbraucht, ihrer Kindheit beraubt werden? Und dann gibt es ja noch den Kolonialismus, den ideologischen und zersetzenden Kolonialismus, der den Kindern vorschreibt, was sie zu denken heben.

Ja unsere lieben Kinder und Enkel interessieren diese vom Schicksal getroffenen kleinen Menschen in Asien, Südamerika, Afrika, die ja eigentlich auf die Plakate und Schilder „Fridays for Future“ gehören, nicht. Sie werden nur als erste sterben – no future – aber so ist das eben mit der SOLIDARITÄT!

Erwähnen möchte ich dennoch, dass es in vielen deutschen Schulen Projekte gibt, die den Ärmsten der Armen helfen. Auch die jährlich von Kindern und Jugendlichen zu Weihnachten gestartete STERNSINGER Aktion finde ich großartig. Ihnen sei ausdrücklich gedankt.

Doch solange die politischen Systeme und das Gewinnstreben der Industrie an den z.Zt. herrschenden Bedingungen für Kindersoldanten, Kinderarbeit, Vertreibung, festhalten, wird sich nichts ändern.

Wir können eigentlich täglich die “unschuldigen Kinder“ in den Blick nehmen. „Wer ein Kind um meines Namens willen aufnimmt, der nimmt auch mich auf! Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft werde im Meer, da es am tiefsten ist.“ (Worte Jesu)

Georg Martin Lange genießt nach fast 40 Jahren als Fernseh-Regisseur bei ARD und ZDF nun seinen „Unruhe“-Stand, in dem er noch kleine Filme für K-TV dreht. Er gehört der Kirchengemeinde St. Peter und Paul (St. Kilian) in Wiesbaden an.

♫ Georg Martin Lange und Konrad Plaickner haben eine neue Volksmesse geschrieben und komponiert: ´Lob, Dank, Ehre´ - Uraufführung im Petersdom 2011


Foto: Symbolbild


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