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Franziskus geht mit Flüchtlingspolitik hart ins Gericht

20. Dezember 2019 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
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Papst Franziskus bei Treffen mit Flüchtlingen über Europas mangelnde Solidarität: "Unsere Feigheit ist Sünde"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus ist mit der europäischen Flüchtlingspolitik hart ins Gericht gegangen. Wer an den Opfern skrupelloser Menschenhändler und der Gewalt in libyschen Flüchtlingscamps vorübergehe, mache sich verantwortlich für ihren Tod, sagte der Papst am Donnerstag bei einem Treffen mit 33 Flüchtlingen im Vatikan, die vor zwei Wochen auf vatikanische Initiative über einen sogenannten "humanitären Korridor" nach Italien gekommen waren. "Unsere Feigheit ist Sünde", sagte Franziskus wörtlich bei dem Treffen. Ausdrücklich lobte er den Einsatz von Seenotrettern auf dem Mittelmeer.

Bei der Gruppe handelt es sich um besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, die der päpstliche Sozialbeauftragte Kardinal Konrad Krajewski vor zwei Wochen aus dem überfüllten griechischen Auffanglager Moria auf Lesbos nach Italien gebracht hatte; darunter auch 14 Minderjährige und etwa ein Dutzend Christen. Nach Vatikanangaben sind es Jugendliche und Familien aus Afghanistan, Togo und Kamerun, deren Einreise und Aufnahme zuvor mit den Behörden in Rom geregelt worden war.

Flüchtlingsboote fernzuhalten, löse nicht das Problem, sagte der Papst. Nötig seien "ernsthafte Bemühungen", die Internierungslager in Libyen zu leeren. Dazu müsse man alle denkbaren Lösungen prüfen und umsetzen. Auch verlangte Franziskus ein Vorgehen gegen Menschenhändler, "ohne Angst, Mitwisser- und Mittäterschaft von Behörden aufzudecken". Wirtschaftliche Erwägungen müssten hinter Menschenleben zurückstehen. Alle seien für das Leben ihres Nächsten verantwortlich. "Gott wird von uns im Augenblick des Gerichts Rechenschaft verlangen", sagte Franziskus.

Er danke Gott für alle, die nicht gleichgültig blieben und Verunglückten zu Hilfe eilten, "ohne sich zu viel zu fragen, wie oder warum der arme Halbtote auf ihrem Weg gelandet ist", sagte der Papst. Man könne nicht den "verzweifelten Schrei der Brüder und Schwestern" überhören, die ein stürmisches Meer dem langsamen Tod in libyschen Lagern vorzögen. Dies seien "Orte der Folter und unwürdiger Sklaverei", so Franziskus.

Papst Franziskus ließ bei der Begegnung mit den Flüchtlingen im Apostolischen Palast ein Kreuz anbringen, das an die Migranten und Flüchtlinge erinnert. Das knapp anderthalb Meter hohe Kreuz trägt in Kunstharz eingegossen die Rettungsweste eines unbekannten Migranten, der Anfang Juli zwischen Tripolis und Malta ertrunken war. Die Weste wurde dem Papst nach seinen Worten vor wenigen Tagen von Seenotrettern geschenkt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien,


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Lesermeinungen

 cooperatorveritatis 21. Dezember 2019 
 

Differenzierung tut not !

Ein guter und notwendiger erster Schritt wäre auch für den Papst
sehr wohl zwischen Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten zu unter-
scheiden. Ständig wird das auch im Vatikan in einen Topf geworfen.
Er spricht doch sonst dauernd von der Gabe der Unterscheidung.


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 Selene 20. Dezember 2019 
 

@Mehlwurm

Das sehen Sie richtig. Nicht nur für deutsche Politiker sondern auch für die Kirche bis hinauf zum Papst zählen weder unsere Opfer, noch unsere Pfandflaschen sammelnden Rentner, noch unsere in den Schulen drangsalierten Kinder, noch die Sicherheit der einheimischen Frauen.

Wer diese Themen anschneidet, ist ein böser Nazi.


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 Tonika 20. Dezember 2019 
 

Gerichtspredigt hält der Papst nur, wenn es um politische Themen geht

Der Papst hat die Untergrundkirche für seine Appeasement-Politik mit China, geopfert. Er hat die Katholiken, die Gott gehorchen samt ihren Glauben hinter den Interessen von China u. seine Privatmeinung, zurückgestellt. Mit einem Deal hat Franziskus gar die Unterdrückung der Christen durch China, legitimiert. Papst und Vatikan fordern von den Christen dem Unrechtstaat China mehr zu gehorchen als Gott. Die Anklagen u. Drohbotschaften, die Franziskus gegenüber westlichen Staaten äußert, die nicht seine Ansichten über liberale Flüchtlingspolitik teilen, sind daher bizarr. Er hält übrigens nur Predigten über das Gericht, wenn Menschen oder Staaten seine politischen Ansichten über Migration, open borders, Klimawandel, Kapitalismus, Armut, widersprechen. Wenn aber Menschen Gott verachten, gegen ihn rebellieren, seine Gebote brechen und gottlos leben, dann redet der Papst nur und ständig von Barmherzigkeit, Vergebung und verurteilt Gläubige, die über das Gericht reden. Falsche Prioriäten.


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 Tonika 20. Dezember 2019 
 

Franziskus spricht von Feigheit und Sünde, wagt es aber nicht China zu kritisieren.


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 Herbstlicht 20. Dezember 2019 
 

ausgetauscht!

Statt Jesus, unser Heiland, hängt also eine Rettungsweste am Kreuz und wird von Franziskus gesegnet.
Musste das sein?
Nein, denn man hätte auch den Namen des unbekannten Migranten am Fuße des Kreuzes anbringen können oder -falls dessen Name nicht bekannt war- einen einfühlsamen Sinnspruch als Erinnerung.


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 Chris2 20. Dezember 2019 
 

@Mehlwurm

Ja, unsere Toten und Versehrten sind Opfer Zweiter Klasse: Ohne Namen und Gesichter, ohne Lobby. Totheschwiegen, damit die Matrix nicht vibriert / die potemkinschen Dörfer halten. Genauso wie wir Bürger zweiter Klasse im eignen Land sind: Wir müssen Fingerabdrücke abgeben und RFID-Chipsbmit uns herumtragen, braichen einen Perso/Pass, werden vorne und hinten gegängelt - Asylbewerber dürfen sich ihre Identität(en) straffrei frei wählen. Sie genießen eine sehr starke Lobby, dürfen - wie der türkische Funktionär damals - gegen uns hetzen (Kötertasse-Urteil), bekommen staatliche Unterstützung auch für mehrere Frauen (für uns von Haus aus Verboten) usw.


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 Mehlwurm 20. Dezember 2019 

Alle seien für das Leben ihres Nächsten verantwortlich.

"Gott wird im Augenblick des Gerichts von uns Rechenschaft verlangen." Ja, das wird wohl so sein. Das dürfen ruhig ALLE bedenken. Auch die Verantwortlichen der Migrationspolitik. Inzwischen haben wir Opfer zu beklagen, die sich selber nicht in Gefahr gebracht haben. Zählen unsere Toten nicht??? Sind das Opfer 2.Klasse? Ist das ein hinzunehmender Kollateralschaden?


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 Gandalf 20. Dezember 2019 

BernhardJosef als Vielfach-Nick gesperrt!

MartaErdmann/HeikeStir/
Sebi1983 geistert hier wieder rum, diesmal unter BernhardJosef... p.s. hat der Kindergarten gerade geschlossen ;-)


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 elmar69 20. Dezember 2019 
 

Lager auflösen!

Es wäre eine Alternative, die Menschen aus den Lagern zu befreien und in ihre Heimat zu bringen


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 Herbstlicht 20. Dezember 2019 
 

Afrikanische Bischöfe sehen das etwas anders.

Weiß Franziskus nicht, dass Kardinal Robert Sarah und andere Bischöfe Afrikas vor der grenzenlosen Migration warnen?
Es sind doch die jungen Leute, die gehen. Die Alten, die Schwachen und die Ärmsten bleiben zurück.

Nur die Hilfe an Ort und Stelle macht doch Sinn, denn sie käme allen zugute.
Also: (Kriegs-)Flüchtlingen helfen - ja!
Grenzenlose Migration - nein!

Nachdenkenswertes hierzu:
https://www.achgut.com/artikel/Afrikanische_Geistliche_warnen_vor_grenzenloser_Migration


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 Winrod 20. Dezember 2019 
 

Papst Franziskus

sollte mal mit Kardinal Robert Sarah sprechen, wie der das sieht.
Irgendwie kommt es mir vor, als hätte unser Papst was gegen Europa.


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 Rolando 20. Dezember 2019 
 

Ich hab dazu Jeremia 5 gelesen


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 Chris2 20. Dezember 2019 
 

Besonders schutzbedürftig wären die zurückgelassenen

Kinder, Frauen und Alten. In manchen Dörfern in Gambia beispielsweise gibt es praktisch keine jungen Männer mehr - weil sie bei uns sind (und das ganz ohne Krieg oder islamistischen Terror).
Ich erwarte von diesen extrem einseitig agi(ti)erenden Kirchenvertetern, endlich auch den Schutz ihrer "Nächsten" einzufordern, vor allem junger Frauen. Denn eine gleich große Gruppe Asylbewerber übt zwischen 620- bis über 1000 mal häufiger sexuelle Gewalt gegen Deutsche aus, als umgekehrt (3261 zu 89 Taten lt. BKA-Lagebild bei ca. 2-5% bzw. 85% Bevölkerungsanteil). Aber man kritisiert ja nicht die Hand, die einen mit der Kirchen(d)steuer füttert, denn die Bundesregierung hat all diesen Wahnsinn mit ihrer "Politik" ja erst ermöglicht. Vor allem die Passfreiheit und straffreie falsche Identitäten ist ein roter Teppich für Kriminelle und Islamisten.


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 Stefan Fleischer 20. Dezember 2019 

Die Bilder dieser Aktion

habe ich auf dem Twitter von Papst Franziskus gesehen. In der Kirche meiner Jugendzeit wären solche wohl noch absolut undenkbar gewesen. Ich glaube nicht, dass damit der Sache einerseits und der Kirche andererseits ein Dienst erwiesen wurde. Das Problem ist viel zu komplex um mit dem «Setzen von Zeichen» und Schlagworten gelöst werden zu können. Ich habe deshalb auf diesen Twitter geantwortet:

"Ja, die Welt glaubt, wir könnten eine bessere Welt schaffen, indem wir Christus vom Kreuz nehmen und durch unsere selbstgebastelten «Rettungswesten» ersetzten."

Das ist - immer m.E. - das Problem von heute, dass wir «ohne das Kreuz gehen», dass wir «Christus ohne Kreuz bekennen», dass wir uns nicht mehr wirklich bewusst sind, dass es eine bessere Welt ohne Umkehr und Erlösung nicht geben kann.

www.stefanfleischer.ch/umkehr.html


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 Diadochus 20. Dezember 2019 
 

O je!

"Ich denke, Papst Franziskus hat großen inneren Frieden und eine innere Klarheit, die ihm aus seinem tiefen Gebetsleben zukommt." (Zitat von Kardinal Schönborn, siehe nachstehenden Artikel)

Mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden.


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