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Nachsynodales Schreiben zur Amazonien-Synode erst Anfang 2020

20. Dezember 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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News-Portal "vidanuevadigital.com" kündigt Papstschreiben für Jänner oder Februar 2020 an


Vatikanstadt-Madrid (kath.net/KAP) Das nachsynodale Schreiben zur Amazonien-Synode von Papst Franziskus soll erst Anfang 2020 - wahrscheinlich Jänner oder Februar - veröffentlicht werden. Das hat das spanischsprachige katholische News-Portal "vidanuevadigital.com" am Dienstag berichtet. Als Gründe führte das Online-Portal laut "verschiedenen vatikanischen Quellen" u.a. den vollen Terminkalender des Papstes in den letzten zwei Monaten an, in denen er u.a. nach Thailand und Japan reiste. Zudem gebe es strittige inhaltliche Punkte wie die mögliche Priesterweihe von verheirateten katholischen Diakonen. Letzteres bestätigte auch der kanadische Kardinal Marc Ouellet als Präfekt der Bischofskongregation.


Die Weihe von bewährten Ehemännern zu Priestern trage nicht zur Lösung des Problems bei, kritisierte Ouellet. Er bestätigte gegenüber dem Online-Portal, dass er bei der Synode gegen die künftige Weihe von bewährten Ehemännern zu Priestern gestimmt hatte. Diese wurde nach drei Beratungswochen von den Synodenvätern mit 128 zu 41 Stimmen in Ausnahmefällen befürwortet und "ideologisch" begründet, wie der kanadische Kardinal befand. Ouellet warnte vor einem "Pessimismus" und Vorurteilen gegenüber dem zölibatären Leben. Er hoffe zudem, dass das nachsynodale Dokument des Papstes "mehr Fundament im Evangelium" besitzt als das Schlussdokument.

Franziskus kündigte nach der Veröffentlichung des Schlussdokuments der Sondersynode unter dem Motto "Amazonien - neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie" an, wie üblich ein eigenes Schreiben mit Folgerungen vorzulegen. Obwohl der Papst das Schreiben "vor Jahresende" abschließen wollte, befinde es sich noch in der Ausarbeitungsphase, meldete "vidanuevadigital.com". Auch die Übersetzungen in die verschiedenen Sprachen hätten noch nicht begonnen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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