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Maria – unbefleckt empfangen, ganz schön, ganz heilig

8. Dezember 2019 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
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Franziskus: in Maria spiegelt sich die Schönheit Gottes wider, der alle Liebe und Gnade ist. Das ‚Ja’ Mariens zu Gott nehme von Anfang an die Haltung des Dienstes an, der Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der anderen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am zweiten Adventsonntag, Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens. Am Nachmittag wird sich Papst Franziskus, wie es der Tradition entspricht, auf den Spanischen Platz begeben und vor der Mariensäule ein besonderes Gebet sprechen.

In seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Fest: „Gott wird tun, was er heißen hat“. Am heutigen Festtag werde uns gesagt, dass bereits etwas geschehen ist, in der Person und im Leben der Jungfrau Maria. Heute betrachteten wir den Beginn dieser Erfüllung, die noch vor der Geburt der Mutter des Herrn liegt. Tatsächlich führe uns ihre unbefleckte Empfängnis zu dem Moment, in dem das Leben Mariens im Schoß ihrer Mutter zu pochen begonnen habe. Bereits da sei die heiligende Liebe Gottes gewesen, die sie vor der Ansteckung des Bösen bewahrt habe, das das gemeinsame Erbe der Menschheitsfamilie sei.


Im heutigen Evangelium ertöne der Engelsgruß an Maria (Lc 1,28). Gott habe sie immer so gedacht und sie so gewollt, in seinem unergründlichen Plan, als ein Geschöpf voller Gnade, also voll seiner Liebe. Aber um erfüllt zu werden, sei es notwendig, Platz zu schaffen, sich zu leeren, zur Seite zu treten. So wie Maria es getan habe, die es verstanden habe, auf das Wort Gottes zu hören und ganz auf seinen Willen zu vertrauen. So sehr, dass das Wort in ihr Fleisch geworden sei: „dies war dank ihres ‚Ja’ möglich“. Dem Engel, der sie bitte, bereit zu sein, die Mutter Jesu zu werden, antwortet Maria: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“.

Maria verliere sich nicht in so vielen Überlegungen, sie stelle dem Herrn keine Hindernisse in den Weg, sondern vertraue sich sofort an und lasse Raum für das Wirken des Heiligen Geistes. Sie stelle Gott sofort ihr ganzes Sein und ihre persönliche Geschichte zur Verfügung, damit das Wort und der Wille Gottes Gestalt annehmen und sich zur Erfüllung bringen könne. So werde Maria, ganz im Sinne des Planes Gottes für sie, zur „ganz Schönen“, zur „ganz Heiligen“, aber ohne den geringsten Schatten von Selbstzufriedenheit. Sie sei ein Meisterwerk, aber sie bleibe bescheiden, klein, arm. In ihr „spiegelt sich die Schönheit Gottes wider, der alle Liebe, Gnade und Selbsthingabe ist“.

Der Papst wollte auch das Wort unterstreichen, mit dem sich Maria in ihrer Hingabe an Gott definiere: sie bekenne sich als „Magd des Herrn“. Das „Ja“ Mariens zu Gott nehme von Anfang an die Haltung des Dienstes an, der Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der anderen. Dies werde durch den Besuch bei Elisabet konkret belegt. Die Verfügbarkeit für Gott liege in der Bereitschaft, sich den Bedürfnissen des Nächsten zu stellen. Und das alles ohne Geschrei und Prunk, ohne Ehrenplätze zu suchen, ohne Werbung, denn Wohltätigkeit und Werke der Barmherzigkeit dürften nicht als Trophäe ausgestellt werden.


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