Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  5. Tantum ergo Sacramentum
  6. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  7. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  8. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  11. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  15. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!

Drewermann fordert „Sanftmut Jesu“ gegen kirchliche Missbrauchstäter!

5. Dezember 2019 in Deutschland, 42 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Umstrittener suspendierter Priester kritisiert außerdem in der Veranstaltung des Erzbistums Paderborn, dass die Kirche Missbrauchsfälle aus Angst vor der Öffentlichkeit bekannt mache.


Paderborn (kath.net/pl) Der umstrittene Paderborner Psychoanalytiker Eugen Drewermann kritisiert den kirchlichen Umgang mit schuldig gewordenen Priestern. Priesterliche Missbrauchstäter seien auch Opfer und man müsse sie „mit der Sanftmut Jesu“ begleiten. Das berichtet das offiziell nicht offizielle Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland. Solche Verbrechen würden nicht in Freiheit verübt, sondern seien „eine Tragödie“. Die Verbrechen würden auf Unreife in der sexuellen Entwicklung und auf einem Durchbruch verdrängter Triebe, „die unbeherrschbar werden“, beruhen. Nach Darstellung des Berichtes trat Drewermann erstmals seit dem Entzug seiner kirchlichen Lehrerlaubnis wieder an der Theologischen Fakultät auf, an der er früher Privatdozent gewesen war.


Drewermann kritisierte außerdem, dass die Kirche Missbrauchsfälle aus Angst vor der Öffentlichkeit bekannt mache. Er steht auf dem Standpunkt, dass die Kirche die Fälle lieber bei sich behalten sollte. Missbrauchstäter sollten von der Kirche nach dem Grundsatz „helfen statt strafen“ behandelt werden.

Das Erzbistum Paderborn berichtete in seiner Pressemeldung nicht über die Aussagen Drewermann, die ja eigentlich die Kirche zur Vertuschung von Straftaten aufrufen, siehe Link zur Pressemeldung.

Der seit 1992 suspendierte katholische Priester trat 2005 aus der katholischen Kirche aus, 2019 er öffentlich geäußert, dass er nicht an einen Wiedereintritt denke. Laisiert ist der geweihte Priester allerdings offenbar nicht. Bereits 1991 hatte der damalige Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt Drewermann die katholische Lehrbefugnis an der Theologischen Fakultät Paderborn und im Januar 1992 die Predigtbefugnis entzogen. Dessen ungeachtet bekommt Drewermann weiterhin kirchliche Podien zur Verfügung gestellt, so sprach er auch schon bei Katholikentagen. In den letzten Jahren war es allerdings um Drewermann, der vom „Spiegel“ einst als „Eugen Drewermann Superstar“ und als „schärfster Kritiker der Amtskirche“ bezeichnet worden war, ruhiger geworden.

Archivfoto: Drewermann hält 2008 einen Vortrag beim 97. Deutschen Katholikentag in Osnabrück (c) Wikipedia/ludger1961/The copyright holder of this file, ludger1961, allows anyone to use it for any purpose, provided that the copyright holder is properly attributed. Redistribution, derivative work, commercial use, and all other use is permitted.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Vergebung kennt keine Grenze
  4. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  5. Papst reagiert auf Sex-Vorwürfe gegen Erzbischof von Rabat
  6. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"
  7. „Lass das Zählen sein!“
  8. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  9. Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonen
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  12. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  13. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  14. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  15. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz