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Früherer Kardinalstaatssekretär Bertone wird 85

2. Dezember 2019 in Chronik, 6 Lesermeinungen
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Italienischer Kurienkardinal war 2006 - 2013 die "Nummer zwei" im Vatikan - Neben vielen Verdiensten werden ihm auch manche Pannen im Pontifikat von Benedikt XVI. angelastet - Er machte Schlagzeilen mit der Renovierung seiner 300-Quadratmeter-Wohnung


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Tarcisio Bertone, von 2006 bis 2013 Kardinalstaatssekretär und damit Nummer zwei im Vatikan (Archivfoto), wird am Montag 85 Jahre alt. Sieben Jahre lang war der Italiener nach dem Papst der mächtigste Mann im Vatikan. Als Kardinalstaatssekretär begleitete er Benedikt XVI. (2005-2013) fast durch seine gesamte Amtszeit.

Bertone verband in sich die Funktionen eines vatikanischen Ministerpräsidenten, des Innen- und Außenministers. Anders als sein Nachfolger Pietro Parolin war er in Personalunion auch für die vatikanischen Wirtschafts- und Finanzbelange zuständig. Neben vielen Verdiensten werden ihm auch manche Pannen im Pontifikat von Benedikt XVI. angelastet. Von 1995 bis 2002 war der Salesianer Bertone bereits "zweiter Mann" in der von damals von Joseph Ratzinger geleiteten Römischen Glaubenskongregation gewesen.


Bertone wurde am 2. Dezember 1934 als fünftes von acht Kindern in der Provinz Turin geboren. 1960 wurde er Priester und promovierte in Kirchenrecht. Für viele Jahre lehrte er Recht und Kirchenrecht an der Lateran- und an der Salesianer-Universität, deren Rektor er 1989 wurde.

1991 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zum Erzbischof im piemontesischen Vercelli, aber bereits nach vier Jahren wechselte Bertone an die Kurie. 2002 wurde er Erzbischof von Genua und bald darauf Kardinal. Für Schlagzeilen sorgte Bertone noch einmal im Ruhestand - mit der Wahl und Renovierung seines Alterssitzes, einer 300-Quadratmeter-Wohnung im Vatikan.

kath.net-Kommentar: Kardinal Bertones 150.000-Euro-'Spende' und offene Fragen

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Lesermeinungen

 chriseeb74 3. Dezember 2019 
 

Es gab und gibt in der Kurie...

ein generelles Personalproblem.
Jeder "gute" Manager weiß, dass "sein" Unternehmen nur dann läuft, wenn er entsprechendes Personal hat, welches zu 100% hinter der Firmenphilosophie steht.
Dies ist seit dem 2. Vatikanischen Konzil in der RKK nicht mehr der Fall.
Paul VI. wusste noch bedingt, wo die "Schwachstellen" waren, seine Nachfolger, die bekanntlich sich entweder nie für den "Apparat" interessiert oder wenig Talent für visionäre Personalentscheidungen hatten, haben dann die Kurie nicht mehr im Griff gehabt.
Dies gilt leider auch für den ehemaligen Kardinalstaatssekretär Bertone.
Im Vergleich zum derzeitigen Chaos sind seine "Fehler" allerdings von absolut untergeordneter Bedeutung...; von daher ad multos annos!


1
 
 winthir 3. Dezember 2019 

Wer unter Euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

so. Auf geht's! traut Euch!

niemand traut sich?

nuja.

ach so ja; die Überschrift meines Beitrags habe ich nicht selbst erfunden. die ist

(c) by Jesus.


0
 
 Dottrina 3. Dezember 2019 
 

Lieber @ff95,

dann müsste man ja nachträglich Kardinal Ratzinger wegen einer ebenso großen Wohnung verurteilen! Meines Wissens wohnt in dieser Wohnung nun Kardinal Müller. Diese alten Wohnungen sind nun mal so geschnitten. Und jemanden zum Putzen haben diese Herren bestimmt, vor allem im fortgeschrittenen Alter. Man hat, so wie ich mich entsinne, dem armen Kardinal Bertone so einiges unterstellt. Er hat mit Sicherheit in Benediks Pontifikat einige Fehler gemacht - wer ist schließlich fehlerfrei? Aber ich denke doch, dass er ein zutiefst gläubiger Mensch ist - anders als diverse Mitbrüder im Kardinalsrang (s. Pachamama).


2
 
 Eisenherz 2. Dezember 2019 
 

Kardinal Bretone ist ein heiligmäßiger Kirchenfürst und wohnt bekanntlich nicht

alleine in einer 300m2 Wohnung, sondern betreut dort eine Schwesternkommunität! Außerdem wurde er von skrupellosen Leuten in diesem Zusammenhang ganz einfach getäuscht - das soll im kirchlichen Umfeld ja durchaus vorkommen, sei das in der Vatikanbank, im Bistum Eichstätt oder sonst wo! Problematisch ist es ja nur dann, wenn Glaubens und kirchentreue Leute involviert sind - oder? Hat es schon einen Aufschrei in den Medien gegeben, als der Papst jüngst einen Finanzskandal im eigenen Haus beichtete? Wenn die Erzdiözese München 50 Mio in ein Haus in Rom investiert, ist das ja nur Geldanlage, bei Kardinal Bertone ist die Renovierung einer alten Wohnung dann ein Skandal! Der hat es aber, soviel ich weiß, auch mit eigenem Geld finanziert... all diese falschen Empörer sind doch nur scheinheilig und wollen der Kirche schaden...


2
 
  2. Dezember 2019 
 

Wozu benötigt ein alleinstehender Herr 300qm Wohnfläche? Außerdem muss das alles auch geheizt und geputzt werden. Mit 85 Jahren fällt das sicher nicht leicht.


2
 
 syntyche 2. Dezember 2019 
 

Bertone

erfolgreicher Vernebler des
3.Geheimnisses von Fatima. Shalom !


5
 

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