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12 Ratschläge für eine gute Ehe

28. November 2019 in Familie, 8 Lesermeinungen
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Das Gebet ist immer notwendig, am besten beten die Eheleute gemeinsam, schreibt der katholische Psychiater Dr. Richard Fitzgibbons.


Philadelphia (kath.net/jg)
Der katholische Psychiater Richard Fitzgibbons, Direktor des Institute for Marital Healing nahe Philadelphia (USA), hat zwölf Ratschläge zur Stärkung der Ehe zusammengefasst. Es handelt sich dabei um innere Haltungen, die erworben werden können.

1) Vergebung verringert den Ärger den wir empfinden, wenn wir uns selbst und den Ehepartner verstehen wollen und wenn wir die schwierige Aufgabe in Angriff nehmen, unsere Reizbarkeit zu beherrschen.

2) Großzügigkeit überwindet die Selbstsucht, indem sie uns in der Hingabe wachsen lässt und die Haltung „Wir, nicht ich“ stärkt.

3) Respekt überwindet den Wunsch nach Kontrolle, indem er uns die Würde unseres Ehepartners und unserer Kinder bewusst macht.


4) Verantwortlichkeit verringert emotionale Distanz, weil sie uns verpflichtet, den Ehepartner vor Einsamkeit, Angst, Unsicherheit und Egoismus zu bewahren.

5) Vertrauen besänftigt die Angst durch Vertrauen in die Güte und den Schutz Gottes und des Ehepartners und indem man denen vergibt, welche die Fähigkeit zu Vertrauen geschwächt haben.

6) Hoffnung wirkt gegen Traurigkeit. Sie lässt uns auf einen positiven Ausgang der Ereignisse und Umstände des Lebens vertrauen, insbesondere wenn wir unter Einsamkeit leiden.

7) Dankbarkeit stärkt das Selbstvertrauen, weil sie die von Gott und den Eltern erhaltenen Gaben würdigt. Selbstvertrauen wird auch gestärkt, wenn wir denen vergeben, die unser Selbstvertrauen geschwächt haben.

8) Klugheit verbessert die Kommunikation, weil sie den Ehepartnern hilft, das richtige Wort oder die richtige Tat in einer bestimmten Situation zu finden.

9) Mäßigkeit bezähmt innere Zwänge und Untreue, indem sie die Attraktivität der Vergnügungen mildert und Triebe und Wünsche beherrscht, sodass sie auf den Ehepartner ausgerichtet bleiben.

10) Gerechtigkeit verhindert Scheidungen. Sie stärkt die Ehepartner dabei, Gott, dem Ehepartner und den Kindern das zu geben was ihnen gebührt, also daran zu arbeiten, die persönlichen und spirituellen Schwächen ehrlich zu sehen und zu bekämpfen.

11) Treue ist der unveränderliche Wunsch nach dem Besten für die anderen. Dieser Wunsch stärkt die Bereitschaft zur Hingabe, weil er uns bewusst macht, dass der einzige Ort der authentischen menschlichen Liebe und Sexualität in der Ehe zu finden ist.

12) Demut fördert die Selbsterkenntnis und den Umgang mit Schwächen, die man von den Eltern und als Folge eigener Fehler erhalten hat.

Beziehungen in einer Krise benötigen allerdings mehr als nur Ratschläge, schreibt Fitzgibbons. Gute Bücher, eine Therapie oder Exerzitien für Eheleute können helfen. Immer notwendig sei das Gebet, am besten gemeinsam, in welchem wir Gott bitten den eigenen Mangel auszugleichen.



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Lesermeinungen

 Authentisch 29. November 2019 

Doch noch: (3)
Schlussgedanken: Wir können es nicht alleine schaffen, meine Überzeugung! Wir müssen es aber auch nicht, mein Trost, meine Zuversicht, meine Hoffnung!
Dennoch sind die oben aufgeführten 12 Regeln vielleicht für den einen oder anderen hilfreich.
Allen Ehepaaren GOTTES reichen Schutz und Segen durch Gottes Beistand.
Herzlichen Gruß


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 Authentisch 29. November 2019 

@ Gandalf, @Stefan Fleischer

Danke kath.net für "diesen Artikel" im Themengebiet "Ehe".
Das freut mich. - Ich bin verheiratet. Ich bin dankbar, dass wir "nicht nur für den anderen Ehepartner beten", sondern, "dass wir gemeinsam beten" und dass "wir den Segen Gottes dem anderen gegenüber erbitten, mit einem Kreuzzeichen auf dessen Stirn" UND DAS ALLERWICHTIGSTE: "Wir glauben an die personale Anwesenheit JESU in unserer Mitte, als den Dritten in unserem Bund." Ich hoffe, dass dies richtig formuliert ist. Im Grunde -glaube ich- ist GOTT immer der Erste, vor mir, vor meinem Ehemann.
Dies ist eine Haltung, die innere Haltung.
Ein Pallotinerpater hat es in einem spirituellen Gespräch mir gegenüber erwähnt. Was heißt das: Ich mache mich frei davon zu denken, dass "der Partner ... (2)


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 griasdigott 29. November 2019 

Das Wort Gottes ernst nehmen

Ich weiss bis heute nicht, ob ich "richtig" katholisch bin. Aber das Wort Gottes, vorallem das NT, habe ich von meiner Jugend an sehr ernst genommen. In meiner Ehe hat es mir den richtigen Weg gezeigt und zum Beten geführt.
Fragen Sie z. B. hundert eingeschriebene Kirchenmitglieder oder hundert Kirchgänger oder bezahlte Kirchenangestellte, was diese unter richtig katholisch verstehen - die Antworten würden sich gewiss unterscheiden.

Die Sakramente sind mir sehr wichtig und das Wort Gottes, die Bibel. Mein Glaube an den lebendigen dreifaltigen Gott ist mir heilig. Marien- und Heiligenverehrung habe ich schon, wenn auch längst nicht so stark wie manch andere.

Seit 36 Jahren Ehe ist dieser Glaube tragfähig. Manchmal hat Gott mich schier durchgetragen - diesen Gedanken hatte wohl auch der Verfasser des Textes "Spuren im Sand". Der lebendige Gott ist ja bei uns, alle Tage,jeden Augenblick.


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 Stefan Fleischer 29. November 2019 

@ Gandalf

Ja, solche Fälle kenne ich auch, sogar aus nächster Nähe. Sie haben mich dazu geführt, das Kriterium fromm als nicht unbedingt ausschlaggebend für RICHTIG katholisch zu werten.
Im Übrigen wäre wohl zuerst zu definieren, was wir unter RICHTIG katholisch verstehen. Schon hier gibt es verschiedene Definitionen. Dann erst könnten wir uns der Frage zuwenden, was den RICHTIG fromm sei. Aber eine solche Diskussion würde hier zu weit führen.
Was die Ratschläge im Artikel betrifft, so sind diese über weite Strecken als rein psychologische Empfehlungen sicher richtig und gut. Um wirklich katholisch zu sein, müsste sie m.E. in die Haltung einer tiefen, persönlichen, und katholischen (d.h. den ganzen Glauben umfassenden) Gottesbeziehung eingebunden werden. Dass dies gelingen möge, sollte eigentlich eine unserer wichtigsten Bitten sein.


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 Klimakos 29. November 2019 

@Gandalf
Wie der Stefan richtig bemerkt hat, war die Betonung auf "richtig katholisch".
Was bedeutet das?
Für mich bedeutet das mindestens praktischer leben alle oben im Artikel genannten Punkten, und das ist schon längst nicht alles.
Richtig katholisch sein bedeutet vor allem im Christus zu sein dh. in der Liebe zu sein.
Verpflichtungen und Freude, im und durch Glauben leben ohne Zwang sondern aus Überzeugung.
Dafür ist höchstwahrscheinlich eine Lebensreife nötig die sich meistens ausdrückt in der Abnahme der Egozentrierheit die bis dahin wie eine blokade der Gaben des Heiligen Geistes, gewirkt hat.
Bis man sie erreicht hat ist leider für viele Paare schon zu spät,
aber das liegt nicht an der katholische Lehre sondern an meinem Unwillen oder Unfähigkeit sie anzunehmen und anzuwenden.


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 JuM+ 29. November 2019 
 

@Gandalf

Wie definieren sich durchaus fromme Paare?
Ich sehe ein breites Spektrum.


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 Gandalf 29. November 2019 

@stefan fleischer

Ich kenne leider auch schon einige kath. Ehepaare, wo es auch auseinanderging, das waren alles durchaus fromme Paare ...


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 Gandalf 28. November 2019 

@klimakos

Leider genügt katholisch sein definitiv nicht...


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