Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  7. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  8. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  9. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  10. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  11. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  12. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  13. Realitätsverlust im Bistum Chur
  14. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

Orban eröffnete internationale Konferenz über Christenverfolgung

26. November 2019 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hochrangige Kirchenführer aus Nahostregion und Afrika sowie Regierungsvertreter aus mehreren Staaten bis Donnerstag in Budapest versammelt - Nahost-Patriarch: Schreie der Christen werden "nicht gehört"


Budapest (kath.net/KAP) Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat in Budapest eine hochrangig besetzte dreitägige internationale Konferenz über Christenverfolgung eröffnet. Bis Donnerstag nehmen daran zahlreichen Kirchenführer, insbesondere aus der Nahostregion und Afrika sowie Regierungsvertreter u.a. aus Polen, Italien, Nigeria, dem Libanon und den USA teil. "Wir haben 245 Millionen Gründe, uns hier zu versammeln: So viele Menschen werden wegen ihres christlichen Glaubens täglich verfolgt", sagte der ungarische Staatssekretär, Tristan Azbej zum Auftakt am Dienstag, dessen "Staatssekretariat zur Hilfe für verfolgte Christen" die Konferenz organisiert. Es handle sich um die "am meisten vernachlässigte menschenrechtliche und zivilisatorische Krise unserer Zeit".

Laut Statistiken seien im Schnitt vier von fünf wegen ihres Glaubens in aller Welt verfolgte Menschen Christen, sagte auch Premier Orban und kritisierte, dass Europa dazu nach wie vor "schweige". Die Verfolgung von Christen in Afrika und im Nahen Osten könne dabei nicht von der Situation in Europa getrennt werden, meinte Orban laut ungarischen Medienberichten. Einmal mehr warnte er, dass Ungarn vor einer "Invasion muslimischer Einwanderer" stehe und sich verteidigen müsse. Man habe das Recht, die christliche Kultur zu schützen. Bei Christenverfolgung gehe es nicht nur um Angriffe gegen einzelne Menschen oder Gemeinschaften, vielmehr werde "unsere Kultur durch Stigmatisierung, Demütigung und Verfolgung angegriffen", so der Regierungschef.


Orban verwies auf die seit geraumer Zeit laufende Aktion "Hungary helps", mit der die ungarische Regierung Christen im Irak und in Syrien unterstützt. Rund 40 Millionen US-Dollar sollen bisher für Hilfsprojekte geflossen sein. Ungarn gebe verfolgten Christen, was sie bräuchten, nämlich Häuser, Krankenhäuser, Schulen, sagte der Premier. "Und sie geben uns, was Europa heute am meisten braucht: christlicher Glaube, Liebe, Beharrlichkeit". Europa könne nur dann gerettet werden, wenn es "zur Quelle seiner wahren Werte zurückkehrt: seiner christlichen Identität".

Patriarch: Schreie der Christen "nicht gehört"

"Unsere Schreie wurden von vielen nicht gehört", beklagte der syrisch-orthodoxe Patriarch Mor Ignatios Aphrem II. Karim in seiner Eröffnungsrede in Budapest die Verfolgung von Christen im Nahen Osten. Nur wenige Verantwortungsträger hätten Schritte unternommen, um der Bedrohung der Existenz der Christen in ihrem Heimat- und Kernland etwas entgegenzusetzen.

Auch der ungarische Primas Kardinal Peter Erdö rief dazu auf, der Verfolgung von Christen, aber auch feindlichen Haltungen gegenüber Gläubigen nicht gleichgültig gegenüberzustehen. Physische, aber auch verbalen Angriffen auf Christen dürften nicht so behandelt werden, als wäre nichts geschehen, sagte der Erzbischof von Budapest und lobte entsprechende Bemühungen zur Dokumentation der Situation von Christen in Europa und weltweit.

"Antworten und Lösungen" finden

Ziel der Konferenz, der zweiten ihrer Art nach 2017, ist es nach Angaben der Organisatoren, Regierungen sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen bei der Suche nach "Antworten und Lösungen" auf das Phänomen der Christenverfolgung, enger zu verknüpfen. Menschen in Krisenregionen müssten durch die Koordination von Ressourcen und Aktivitäten und gemeinsame Aktionen besser geschützt werden.

Unter den weiteren Referenten der Tagung befinden sich der assyrische Patriarch Mar Gewargis III. Sliwa, der syrisch-katholische Erzbischof Ephrem Yousif Mansour aus Bagdad, der chaldäisch-katholische Erzbischof Michael Najeeb (Mossul) und der Generalsekretär der Evangelischen Synode Syriens und des Libanon, Joseph Kassab. Aus Afrika sprechen laut Konferenzprogramm der äthiopisch-orthodoxe Patriarch Abuna Matias und der katholische Bischof von Sokoto in Nigeria, Matthew Hassan Kukah, bei der Konferenz.

Erwartet werden auch der Leiter des Außenamts der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion (Alfejew), und der langjährige Untersekretär der vatikanischen Sektion für die Beziehungen mit den Staaten, Erzbischof Antoine Camilleri, der kürzlich vom Papst zum neuen Nuntius in Äthiopien ernannt worden ist.

Die Konferenz in Budapest fällt mit dem vom Päpstlichen Hilfswerk "Kirche in Not" weltweit begangenen "Red Wednesday" zusammen, mit dem an die Situation der verfolgten Christen erinnert wird. In Budapest wird aus diesem Anlass die Kettenbrücke am Mittwochabend blutrot angestrahlt werden, in Wien u.a. der Stephansdom.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  2. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  3. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  4. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  5. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  6. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  15. Der entschärfte Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz