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Orban eröffnete internationale Konferenz über Christenverfolgung

26. November 2019 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
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Hochrangige Kirchenführer aus Nahostregion und Afrika sowie Regierungsvertreter aus mehreren Staaten bis Donnerstag in Budapest versammelt - Nahost-Patriarch: Schreie der Christen werden "nicht gehört"


Budapest (kath.net/KAP) Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat in Budapest eine hochrangig besetzte dreitägige internationale Konferenz über Christenverfolgung eröffnet. Bis Donnerstag nehmen daran zahlreichen Kirchenführer, insbesondere aus der Nahostregion und Afrika sowie Regierungsvertreter u.a. aus Polen, Italien, Nigeria, dem Libanon und den USA teil. "Wir haben 245 Millionen Gründe, uns hier zu versammeln: So viele Menschen werden wegen ihres christlichen Glaubens täglich verfolgt", sagte der ungarische Staatssekretär, Tristan Azbej zum Auftakt am Dienstag, dessen "Staatssekretariat zur Hilfe für verfolgte Christen" die Konferenz organisiert. Es handle sich um die "am meisten vernachlässigte menschenrechtliche und zivilisatorische Krise unserer Zeit".

Laut Statistiken seien im Schnitt vier von fünf wegen ihres Glaubens in aller Welt verfolgte Menschen Christen, sagte auch Premier Orban und kritisierte, dass Europa dazu nach wie vor "schweige". Die Verfolgung von Christen in Afrika und im Nahen Osten könne dabei nicht von der Situation in Europa getrennt werden, meinte Orban laut ungarischen Medienberichten. Einmal mehr warnte er, dass Ungarn vor einer "Invasion muslimischer Einwanderer" stehe und sich verteidigen müsse. Man habe das Recht, die christliche Kultur zu schützen. Bei Christenverfolgung gehe es nicht nur um Angriffe gegen einzelne Menschen oder Gemeinschaften, vielmehr werde "unsere Kultur durch Stigmatisierung, Demütigung und Verfolgung angegriffen", so der Regierungschef.


Orban verwies auf die seit geraumer Zeit laufende Aktion "Hungary helps", mit der die ungarische Regierung Christen im Irak und in Syrien unterstützt. Rund 40 Millionen US-Dollar sollen bisher für Hilfsprojekte geflossen sein. Ungarn gebe verfolgten Christen, was sie bräuchten, nämlich Häuser, Krankenhäuser, Schulen, sagte der Premier. "Und sie geben uns, was Europa heute am meisten braucht: christlicher Glaube, Liebe, Beharrlichkeit". Europa könne nur dann gerettet werden, wenn es "zur Quelle seiner wahren Werte zurückkehrt: seiner christlichen Identität".

Patriarch: Schreie der Christen "nicht gehört"

"Unsere Schreie wurden von vielen nicht gehört", beklagte der syrisch-orthodoxe Patriarch Mor Ignatios Aphrem II. Karim in seiner Eröffnungsrede in Budapest die Verfolgung von Christen im Nahen Osten. Nur wenige Verantwortungsträger hätten Schritte unternommen, um der Bedrohung der Existenz der Christen in ihrem Heimat- und Kernland etwas entgegenzusetzen.

Auch der ungarische Primas Kardinal Peter Erdö rief dazu auf, der Verfolgung von Christen, aber auch feindlichen Haltungen gegenüber Gläubigen nicht gleichgültig gegenüberzustehen. Physische, aber auch verbalen Angriffen auf Christen dürften nicht so behandelt werden, als wäre nichts geschehen, sagte der Erzbischof von Budapest und lobte entsprechende Bemühungen zur Dokumentation der Situation von Christen in Europa und weltweit.

"Antworten und Lösungen" finden

Ziel der Konferenz, der zweiten ihrer Art nach 2017, ist es nach Angaben der Organisatoren, Regierungen sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen bei der Suche nach "Antworten und Lösungen" auf das Phänomen der Christenverfolgung, enger zu verknüpfen. Menschen in Krisenregionen müssten durch die Koordination von Ressourcen und Aktivitäten und gemeinsame Aktionen besser geschützt werden.

Unter den weiteren Referenten der Tagung befinden sich der assyrische Patriarch Mar Gewargis III. Sliwa, der syrisch-katholische Erzbischof Ephrem Yousif Mansour aus Bagdad, der chaldäisch-katholische Erzbischof Michael Najeeb (Mossul) und der Generalsekretär der Evangelischen Synode Syriens und des Libanon, Joseph Kassab. Aus Afrika sprechen laut Konferenzprogramm der äthiopisch-orthodoxe Patriarch Abuna Matias und der katholische Bischof von Sokoto in Nigeria, Matthew Hassan Kukah, bei der Konferenz.

Erwartet werden auch der Leiter des Außenamts der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion (Alfejew), und der langjährige Untersekretär der vatikanischen Sektion für die Beziehungen mit den Staaten, Erzbischof Antoine Camilleri, der kürzlich vom Papst zum neuen Nuntius in Äthiopien ernannt worden ist.

Die Konferenz in Budapest fällt mit dem vom Päpstlichen Hilfswerk "Kirche in Not" weltweit begangenen "Red Wednesday" zusammen, mit dem an die Situation der verfolgten Christen erinnert wird. In Budapest wird aus diesem Anlass die Kettenbrücke am Mittwochabend blutrot angestrahlt werden, in Wien u.a. der Stephansdom.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 AndreaP 28. November 2019 

Ein wichtiges Thema

das leider in den deutschen Medien weitgehend ausgeblendet wird.
Unweigerlich kommt die Frage auf: Was ist uns das Christentum noch wert?
Diese nun schon seit Jahrzehnten andauernde Verachtung Christi wird uns wie ein Bumerang mit aller Härte treffen.
Gott lässt Seiner nicht spotten!


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 Matthäus 28. November 2019 

Magyar Himnusz

https://www.youtube.com/watch?v=qaa206khO6c


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 Rolando 27. November 2019 
 

Ich denke das Blatt wendet sich,

Orban, Trump, Bolsonaro, alles Politiker, die pro Life und für die Familien und christlichen Werte sind. Ihnen gebührt Dank und vor allem Gebetsunterstützung. Ja, der Mainstreamhass auf sie spricht Bände.


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 Dottrina 27. November 2019 
 

Gute Idee, [email protected] Sanchez del Rio!

Aber das können wir doch den armen Ungarn nicht zumuten, eine Frau Merkel zu bekommen, oder? Aber davon abgesehen bin ich mit allen der Ansicht, dass Viktor Orbán einen guten Job als Präsident seines Landes macht und die Christenverfolgung weltweit konkret benennt. Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung. Felix Hungaria!


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 Herbert Klupp 27. November 2019 
 

Und warum wohl stellen unsere Medien

Politiker wie Orban und Trump - die ganz klar ein Herz für Christen haben - so einseitig schlecht dar, als ob sie nur halbzivilisierte Grobiane, und von Sinnen wären ? Die Antwort darauf sagt viel !


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 Spondeo 26. November 2019 
 

Wer von unseren Politikern findet so klare Worte?

Wer organisiert so eine Konferenz? Unser Dank gilt dem Vorbild Victor Orbán!


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 Soundy 26. November 2019 
 

Orban ist ...

... sicher einer der besten Politiker unserer Zeit. Er kümmert sich um "sein" Volk und das ist das, was ein Politiker tun soll.
Die Idee, diese internationale Konferenz zur Christenverfolgung zu veranstalten war eine längst notwendige Idee.
Vielen Dank und Gottes Segen!


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0
 
 Jose Sanchez del Rio 26. November 2019 

Tausch

können wir nicht Herrn Orban gegen Frau Merkel eintauschen? Der wäre mir um vieles sympathischer als unsere Kanzlerin. Er macht Politik mit Herz und Verstand. Das fehlt bei uns leider.


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0
 
 nazareth 26. November 2019 
 

Danke Viktor Orban! Das schreibt für uns Geschichte


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 Winrod 26. November 2019 
 

Orban tut das,

was längst einflussreichere europäische Regierungen tun müssten. Dafür hat er meinen großen Respekt.
Nimmt überhaupt ein offizieller deutscher Kirchen- oder Regierungsvertreter an der Konferenz teil?


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 Chris2 26. November 2019 
 

Warum auch sollten sich unsere Politiker

um Christen in fernen Ländern kümmern?Ihnen ist in ihren ideologischen Blasen und zum eigenen Machterhalt ja meist schon die Sicherheit und körperliche Unversehrtheit der eigenen Leute egal, während sie allen Fremden - sofern die nur irgendwie nach typischen Flüchtländern, also islamisch, aussehen - Gold, Weihrauch und Myrrhe darbieten. Selbst gegenüber Mördern und Dschihadisten rollt man den roten Teppich des Vergessens aus und ist auch sonst verständnisvoller und großzügiger, als es die Christophobie vieler Linker noch am Ende des Pontifikates von Papst Benedikt XVI. war. Man denke nur an die wochen- oder monatelangen medialen Hexenjagden gegen mehrere Bischöfe mit einem sprühenden Hass, der heute so nur noch rational denkenden Zeitgenossen und Regierungskritikern entgegenschlägt.


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 Adamo 26. November 2019 
 

Ein großes Lob für den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban

der eine internationale Konferenz zur Christenverfolgung einberufen hat.

So eine Konferenz hätten wir von der
CDU-Kanzlerin Angela Merkel erwarten dürfen.

Frau Merkel als Pfarrerstochter ist jedoch für die Schreie der verfolgten Christen auf beiden Ohren taub.

Sie fördert massiv die Invasion muslimischer Einwanderer, die in früheren Jahrhunderten mit kriegerischen Eroberungen versuchten Europa zu islamisieren.

Heute darf bei uns eine Moschee nach der anderen gebaut werden.

Und unsere Bischöfe sagen garnichts dazu, sie kümmern sich nur um ihren eigenartigen Synodalen Weg.


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