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Frankreich: Altersheim will Ordensfrau nur ohne Schleier aufnehmen

20. November 2019 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Priester, der in diesem Heim Gottesdienste feiert, sagt vor Hintergrund der Diskussion um muslimischen Schleier: „Ich glaube nicht, dass der Schleier einer Nonne schaden kann, denn er ist kein Zeichen der Unterwerfung, sondern der Weihe.“


Vesoul (kath.net) Nur ohne Ordensgewand und Schleier werde die Ordensfrau in das Altersheim aufgenommen. Das war die Antwort des Altersheims Vesoul (Ostfrankreich) auf die Anfrage der Ordensfrau. Man sorge sich um das Wohl der anderen Bewohner. Die Ordensfrau dürfe nur ein dezentes Kreuz tragen. Das berichtete der „Deutschlandfunk“ anhand französischer Presseberichte. Die Ordensfrau hatte ein ganzes Jahr auf diesen Platz gewartet, nun hat sie ihn abgelehnt mit der Begründung: sie habe ihr ganzes Leben mit Ordenstracht und Ordensschleier verbracht und könne sich ein Leben ohne diese nicht vorstellen.


Der Priester, der regelmäßig Gottesdienste in diesem Altersheim feiert, hat den Vorfall nach mehreren Monaten an die Öffentlichkeit gebracht. Er spricht von „Christianophobie“.

Symbolbidl: Archivfoto


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Lesermeinungen

 Hausfrau und Mutter 20. November 2019 
 

auf diesen Artikel habe ich gewartet -2

Man hätte demnach nicht verlangen dürfen, dass sie die Ordenkleidung ablegt. Falls sie eine Wohnung in diesem Altersheim wünscht, hat er, der Bürgermeister, sich persönlich engagiert, sich darum zu kümmern.

***********************************

Also es gibt vielleicht eine glückliche Fortsetzung, denn aus den zahlreichen Artikel geht es klar hervor, dass die Ordensfrau im Alter nicht allein leben möchte.

H&M


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 Hausfrau und Mutter 20. November 2019 
 

auf diesen Artikel habe ich gewartet -1

Die Tatsachen aus der französischen Presse sind:

Die Ordensschwester (älter als 70 J) hat ihre Abtei in der Drôme (Süd/Ost) verlassen, um ihre Rente in ihrer Heimatsregion (Haute Saône) zu verbringen. Sie hat sich für einen Platz in einem Altersheim (städtisch) beworben. Da sie zuerst auf der Warteliste war, ist sie zunächst im Pfarrhaus aufgenommen worden. Sie erhielt dann eine Zusage. Allerdings wurde ihr mitgeteilt, dass sie die Ordenskleidung (Tracht und Schleier) nicht tragen kann*. Da die Schwester dies nicht akzeptiert hat, ist sie nicht geblieben (bzw. eingezogen... da sind mehrere Versionen zu finden). Sie wohnt in einer privaten Wohnung.

* das Thema hat natürlich Empörung mit sich gezogen: Der Pfarrer von Vesoul spricht von Christianophobie. Der Bürgermeister, der Alain Chrétien heißt (nein, das ist keiner Witz!) hat folgende Mitteilung gemacht: das Neutralitätsprinzip betrifft nur die Angestellte nicht die Bewohner.


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 Herbstlicht 20. November 2019 
 

Fürsorge im Alter

Die Orden sollten dafür sorgen, dass ihre Angehörigen (Schwestern und Patres) im Alter unterkommen und kein weltliches Altersheim in Anspruch nehmen müssen, falls sie dies nicht ausdrücklich wünschen.


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 Corinquietum 20. November 2019 
 

So weit kann es kommen,

weil heute viele Schwesternorden selbst an ihrem "Schleier" seit dem Vat.II gebastelt haben! Entweder wird der "Schleier" wie ein nettes Häubchen am Hinterkopf angelegt, damit die "Simpelsfransen" neckig über die Stirn gezeigt werden können, oder die Damen Ordensfrauen kommen gleich im Räuberzivil daher!: Man könnte ja sonst an ihrem katholischen Verständnis Anstoß nehmen!?
Dass dann Altenheimen auf diesen "Eilzug" aufspringen? Wen verwundert´s?


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 anjali 20. November 2019 
 

Katholische Altersheime

Es gibt doch bestimmt mehrere Altersheime ?Hier in der Niederlanden haben wir spezielle Altersheime für Geistliche. Aber ich fürchte dass das auch nicht mehr lange dauern wird....


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 Bessi 20. November 2019 
 

Gibt es beidenn jeweiligen Orden keine altersheime wie so manche hier in Deutschland wo die Mutterheäuser ihre alten und kranken übernomen werden. Mir ist schon klar das die Mutterhäuser der orden auch immer mehr aufgegeben werden wegen mangel an nachfolgern weil keine mehr in eine Kloster mehr eintretten will


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 ottokar 20. November 2019 
 

Die einen verteidigen ihr Kreuz, die anderen legen es ab.

Kluge Entscheidung der Ordensschwester, die sich nicht, wie manche Bischöfe,der lokalen political correctnes anpassen und das Kreuz ablegen..Wahrscheinlich muss der Priester in diesem Heim auch zivile Kleidung tragen, um Ungläubige oder Andersgläubige durch einen weissen Priesterkragen oder eine Möncheskutte nicht zu provozieren.Wo sind wir eigentlich heute in diesem sogen. christlichen Abendland, in dem alles Lernen und Lehren seinen eigentlichen Ursprung in den kirchlichen Orden hatte?


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 Chris2 20. November 2019 
 

Ein sehr gelungenes Beispiel dafür,

wie sinnlose Gleichbehandlungsideologien nicht selten die Falschen diskriminieren. Völlig abstrus wird es bei der Aussage, man sorge sich um das Wohl der anderen Bewohner. Wie viele Menschen kommen denn durch so Ordensgewand üblicherweise zu Schaden und warum? Ist das Ordensgewand irgendwie gefährlich? Wird das Seelenheil der Mitbewohner oder des Personals dadurch bedroht? Ist es die Farbe, die gefährlich ist? Gag am Rande:
Ursprünglich ging es bei den "Verschleierungsverboten" ja um Islamismusbekämpfung, Frauenrechte und Terrorabwehr. Die Scharia-Vollverschleierung ist selbst im Iran nach diversen Anschlägen solcherart getarnter Terroristen die verboten (ich nehme an, nicht generell, sondern z.B. in Ämtern).


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 Kirchental 20. November 2019 

Ich trau mich zu wetten, dass in diesem Altenheim kein Schweinefleisch serviert wird.

Wie übrigens an allen Kindergärten und Schulen in München.


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